Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz im Kreis Soest e.V.
Biologische Station Soest

Säugetiere

Zu der Liste der Säugetierarten im Kreis Soest gehört nicht der bereits in den vergangenen Jahrhunderten ausgerottete Braunbär, wohl aber den Luchs, weil es von ihm Nachweise aus dem Arnsberger Wald aus jüngster Vergangenheit gibt und inzwischen sogar wieder der Wolf. Von den 66 aufgenommenen Arten verschwanden 6 im letzten und vorletzten Jahrhundert aus dem hier behandelten Gebiet bzw. sie wurden ausgerottet. Nicht ausgeschlossen erscheint allerdings die Wiederbesiedlung durch einzelne von ihnen. Einen Sonderfall stellt die Nutria dar, die als Neubürger eine Zeitlang im Kreis lebte, dann verschwunden war und inzwischen hier wieder gut vertreten ist. Haus- und Wanderratte sowie Wildkaninchen werden als einheimische Arten geführt, obwohl sie nachweislich erst mit oder durch den Menschen Mitteleuropa besiedelt haben. Ein stabiles Vorkommen im Kreisgebiet haben drei weitere Arten, die auf Einbürgerungen in der jüngeren Vergangenheit zurück gehen. Und Mufflon sowie Damhirsch, gleichfalls keine einheimischen Arten, treten im Kreis Soest bestenfalls als sogenanntes Wechselwild auf.
Wenigstens vier Arten sind nur gelegentliche (?) Gäste oder Arten mit äußerst eingeschränktem Vorkommen im Kreisgebiet.
Über den Status weiterer Säugetierarten im Kreis Soest, wie Marderhund, Mink, und Gartenschläfer, lassen sich zurzeit keine verlässlichen Aussagen machen, genauso wenig wie über die zusätzlich erwähnten, neu beschriebenen Fledermausarten, deren Vorkommen im Kreis Soest möglich erscheint.


Paarhufer

Raubtiere