Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz im Kreis Soest e.V.
Biologische Station Soest

Die Biologische Station

1990 gründete die ABU die Biologische Station Soest, sie ist ein unselbständiger Teil des Vereins und Teil des Netzwerkes der 40 Biologischen Stationen in Nordrhein-Westfalen. Wesentliche Aufgabe der Biologischen Station ist die Betreuung von Schutzgebieten, heute rund 30 an der Zahl mit einer Fläche von insgesamt 3.900 ha. Ergänzt werden die Arbeiten seit 2017 durch die Betreuung von zwei Gebietes im Bereich der Stadt Hamm, der Lippeaue östlich der Stadt Hamm sowie der Ahseaue.

Betreuung bedeutet: Erfassung der Tier- und Pflanzenwelt und ihrer Entwicklung, organisieren einer naturschutzfreundlichen Bewirtschaftung der Flächen. Damit wird sichergestellt, dass z.B. die Bruten der Großen Brachvögel nicht zerstört werden oder seltene Pflanzenarten zum Blühen und Aussamen gelangen. Weiterhin sind es die Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Entwicklung der Schutzgebiete wie die Anlage von Teichen, der Verschluss von Dränagen und Entwässerungsgräben, Pflege von Gehölzen oder das Einrichten von Beobachtungsmöglichkeiten. Auch die Öffentlichkeitsarbeit gehört dazu. Jahr für Jahr werden die Betreuungsaufgaben mit den Landschaftsbehörden in einem sogenannten Arbeits- und Maßnahmenplan festgelegt. Finanziert wird die Schutzgebietsbetreuung zu 80 % vom Land NRW und zu 20% vom Kreis Soest. Unterstützt werden wir bei der Betreuung vom NABU Kreis Soest, dem LIZ und Verbund, die jeweils zwei weitere Schutzgebiete in ihrem Wirkungsraum betreuen.

Darüber hinaus setzt die ABU als Trägerin der Station viele Naturschutzprojekte um. Sie erstrecken sich über alle Landschaften des Kreises Soest: Die Lippeaue zwischen Hamm und Lippstadt, die Feuchtwiesen und Niedermoore in den Niederungslandschaften der Börde, die Feldlandschaften zwischen der Lippe und dem Kamm der Haar, die Waldlandschaften mit ihren Bach- und Flusstälern im nördlichen Sauerland. Die Projekte werden finanziert vom Land NRW, vom Bund, von der Europäischen Union (u.a. LIFE-Projekte), vom Kreis Soest und von Stiftungen.

Die ABU beschäftigt 13 angestellte MitarbeiterInnen, teilweise in Teilzeit, für die Projektarbeit der Biologischen Station. Darüber hinaus unterstützen uns weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes, eines Freiwilligen Ökologischen Jahres oder kleinerer Zeitverträge tätig sind. Die Arbeit der Biologischen Station profitiert sehr vom Mitwirken Freiwilliger. Die Geschäftsstelle der ABU und der Biologischen Station befindet sich in Bad Sassendorf-Lohne, in der alten Ölmühle an der Quelle der Ahse.