Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz im Kreis Soest e.V.
Biologische Station Soest

Igel

Wenn Igel im Garten zu Hause sind, dann sind hier die Bedingungen für diese bemerkenswerte Säugetierart offensichtlich in Ordnung. Die Art lebt als Allesfresser von Insekten und deren Larven von Regenwürmern und weiteren wirbellosen Tieren. Frösche und junge Mäuse stehen ebenfalls auf ihrem Speiseplan. Auch süße Früchte und andere reichhaltige pflanzliche Kost werden nicht verschmäht. Für sein Wohlbefinden braucht der Igel genügend Versteckmöglichkeiten im Garten. So zieht er sich für seinen Winterschlaf gerne unter Laub- Reisighaufen zurück. Diese Phase des Nichtstuns beginnt im November und endet im zeitigen Frühjahr.

Ein in sein Stachelkleid eingerollter Igel ist dadurch vor vielen Feinden halbwegs geschützt, Uhus allerdings erbeuten dennoch manchen Igel. Und gegen ein herannahendes Auto auf einer Straße, die der Igel gerade überqueren will, helfen ihm die Stacheln leider nicht. Trotz dieser erheblichen Einbußen durch den Straßenverkehr ist der Igel noch flächendeckend verbreitet, seine Zahl hat aber deutlich abgenommen.

Daher ist es besonders wichtig, dass Igel in Gärten leben können, in denen der Natur noch weitgehend freier Lauf gegönnt wird und es genügend „unaufgeräumte“ Ecken gibt, wo ein Igel sich am Tage verstecken und seinen Winterschlaf halten kann.

Dass für die Katze rausgestelltes Futter auch gerne von Igeln gefressen wird, ist vielleicht eine kleine Hilfe für den Stachelritter.

Übrigens zeigt die Erfahrung, dass noch kleine Igel im Herbst gute Chancen haben, auch ohne menschliche Hilfe den Winter zu überstehen. Es ist also nicht sinnvoll junge Igel im Oktober ins Haus zu holen, was dann selbst bei aufwändiger Pflege dieser Tiere oft ohne Erfolg bleibt.