Schutz der Weihen
Veröffentlicht amMit dem Beginn der Gersteernte startet die entscheidende Phase im Schutz der Weihen. Die seltenen Greifvögel brüten überwiegend in Getreidefeldern und sind deshalb auf die Aufmerksamkeit und Unterstützung der Landwirte, Lohnunternehmer und Mähdrescherfahrer angewiesen. In diesem Jahr zeichnet sich ein außergewöhnlich gutes Jahr ab. Bereits mehr als 80 Nester von Wiesen-, Rohr- und Kornweihen konnten durch das Weihenteam der ABU in der Hellwegbörde von Unna bis Paderborn bereits gefunden und betreut werden. Aufgrund der hohen Zahl an Brutpaaren lässt sich jedoch nicht ausschließen, dass einzelne Nester bislang unentdeckt geblieben sind.
Das Weihenschutz-Team der ABU bittet daher alle Landwirte, Lohnunternehmer und Mähdrescherfahrer, während der Ernte besonders aufmerksam zu sein. Steigt unmittelbar vor dem Mähwerk eine Weihe oder ein anderer Greifvogel aus dem Getreide auf oder zeigt auffälliges Verhalten, sollte die Ernte möglichst kurz unterbrochen und die Fläche kontrolliert werden. So können bislang unentdeckte Nester rechtzeitig geschützt und die Jungvögel vor dem Ausmähen bewahrt werden.
Wird ein bislang unbekanntes Nest entdeckt, kann man sich rund um die Uhr bei der Projektleitung des Weihenschutzes, Patrick Hundorf unter Telefonnummer: 02921/969 878-51 melden. Für jedes neu entdeckte Nest, das den Weihenschützern bislang nicht bekannt war, wird eine Finderprämie von 100 Euro gezahlt.
Die ABU bedankt sich bereits jetzt herzlich bei allen Landwirten, Lohnunternehmern und Bewirtschaftern für die vertrauensvolle und engagierte Zusammenarbeit. Ohne ihre Unterstützung und die Bereitschaft, Erntearbeiten für kurze Zeit zu unterbrechen, wäre der Schutz dieser seltenen Greifvögel in der Hellwegbörde nicht möglich.
Das Weihenteam der ABU wünscht allen Landwirten und Lohnunternehmern eine erfolgreiche, unfallfreie und ertragreiche Ernte.