Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz im Kreis Soest e.V.
Biologische Station Soest

Großes Interesse an Bewässerungsmaßnahmen

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Die Veranstaltung „Das Wasser läuft“ der ABU in Hellinghausen am vergangenen Samstag, den 7. März im Rahmen des LIFE Projektes Wiesenvögel NRW kann man nur als vollen Erfolg bezeichnen. Nicht nur das Wetter spielte super mit, auch mehr als 120 Interessierte kamen, um sich über die Maßnahmen im Rahmen des landesweiten LIFE-Projektes für den Schutz von Wiesenvögeln (www.life-wiesenvoegel.nrw.de) speziell in den beiden Naturschutzgebieten Hellinghauser Mersch und Lusebredde aber auch in anderen Maßnahmenräumen des Projektes im Kreis Soest zu informieren. 

Joachim Drüke  (Vorsitzender der ABU) und Dr. Petra Löttker (Leiterin dieses landesweiten Projektes beim Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen) begrüßten die Gäste aus Politik, Behörden und Bevölkerung. Thomas Morfeld, stellvertretender Bürgermeister von Lippstadt, und Heinrich Frieling, Landrat des Kreises Soest, sprachen ebenfalls ein Grußwort. Dr. Petra Löttker stellte anschließend kurz das landesweite Projekt vor, dass von der EU und dem Land gefördert wird.

Von 12:00 Uhr bis 17:00 Uhr konnten sich die Anwesenden anhand von zwei Vorträgen und einer Ausstellung über das Projekt und die Bedeutung eines guten Wasserhaushaltes für die Wiesenvögel informieren. Auf besonders großes Interesse stießen natürlich die beiden Exkursionen. Die ABU-Mitarbeiter konnten eindrucksvoll zeigen, welch große Wirkung das wenige Wasser hat, das der Gieseler bei höheren Abflüssen entnommen und über Gräben, Stauwehre und zwei Düker in den Naturschutzgebieten Hellinghauser Mersch und Lusebredde verteilt wird. Die Vögel nehmen die neu entstandenen Wasserflächen sofort an. Zurzeit sind es vor allem noch Rastvögel, wie große Schwärme von Kiebitzen oder mehrere hundert nordische Blässgänse, die sich hier auf ihrem Weg in die Brutgebiete ausruhen und Nahrung finden. Aber auch die Brutvögel sind schon langsam am Start und pünktlich zur Veranstaltung konnte auch ein Brachvogel beobachtet werden. 

„Das LIFE Projekt Wiesenvögel NRW ermöglicht es uns, in insgesamt sieben Maßnahmenräumen im Kreis Soest, den Lebensraum für seltene Arten, wie dem Brachvogel, dem Kiebitz oder der seltenen Knäkente zu optimieren“, erläutert Birgit Beckers, die das Projekt bei der ABU leitet. „Auch in anderen Bereichen in der Lippeaue, in den Ahsewiesen bei Hultrop, der Woeste bei Ostinghausen und im Stockheimer Bruch und in den Osternheuwiesen bei Geseke wurden bereits Maßnahmen umgesetzt. Weitere werden in den kommenden zwei Jahren noch folgen. Wir hoffen daher sehr, dass sich die Bestände der stark gefährdeten Wiesenvögel bei uns im Kreis Soest weiter erholen werden.“