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ABU Aktuell

Entbuschung in der Woeste abgeschlossen

Gerade noch rechtzeitig zur beginnenden Brutzeit konnten am Donnerstag die letzten Reste der Entbuschungsmaßnahmen in der Woeste aus dem Gebiet entfernt werden. Im letzten Jahr wurden im Autrag der Gemeinde Bad Sassendorf die Kleingewässer und Moortümpel im Gebiet entbuscht und zahlreiche Kopfweiden geschnitten. Dadurch wurden die wertvollen Kleingewässer vor der Verbuschung bewahrt und Lebensräume für Vögel, Amphibien und Libellen erhalten oder neu geschaffen. In den letzten Tagen habe ich hier zum Beispiel Waldwasserläufer, Bekassinen und mindestens eine Zwergschnepfe beobachtet. Abends wanderten zahlreiche Erdkröten, Grasfrösche vereinzelte Teichmolche und schon ein Kammmolch in das Gebiet. Das schöne Frühlingswetter hat auch die ersten Insekten herausgelockt: an einem der Moortümpel flogen heute mehrere Winterlibellen (Ralf Joest). 

Gewässer in der Woeste nach der Entbuschung (Ralf Joest)Frisch geschnittene Kopfweiden in der Woeste (Ralf Joest)Erdkröten im Laichgewässer (Ralf Joest)Winterlibelle in der Woeste (Ralf Joest)  

 

 

 

Paar bei der Eiablage, die Winterlibelle ist die einzige heimische Libelle, die als "fertiges" Insekt überwintert (Ralf Joest).

Einladung zur Jahreshauptversammlung am 22. März 2019

Kreiselwespe (Thomas Fartmann)Die ABU lädt am kommenden Freitag, den 22. März 2019 zu ihrer jährlichen Hauptversammlung in die Lohner Mühle  ein. Um 19:30 beginnt die Veranstaltung für Mitglieder der ABU mit den Vereinsregularien und dem Bericht des Vorsitzenden Joachim Drüke.

Um 20:15 beginnt der öffentliche Teil mit einem Vortrag von Professor Dr. Thomas Fartmann von der Universität Osnabrück über die Auswirkungen des globalen Wandels auf die Insektenwelt. Insbesondere die Änderungen der Nutzung unserer Landschaft haben erheblich zum Verlust der Artenvielfalt beigetragen. Nutzungs­intensivierung oder -aufgabe, Klimawandel und atmosphärische Stickstoffeinträge tragen außerdem erheblich dazu bei, dass sich die Qualität der Lebensräume deutlich verschlechtert und dadurch der Fortbestand der Lebensgemeinschaften gefährdet ist. Im dem Vortrag wird am Beispiel von verschiedenen Insektengruppen, wie Heuschrecken, Libellen, Tagfaltern und Zikaden erläutert, unter welchen Bedingungen Insekten in unseren fragmentierten Landschaften überleben können.

Westfälische Wiesenweihen senden wieder aus den westafrikanischen Überwinterungsgebieten

Der Sendervogel Heinz (im Jahr 2018 erfolgreich bei Langeneicke brütend) verbrachte den ersten Teil seiner Überwinterung im südwestlichen Mauretanien. Am 18. November 2018 um 10 Uhr flog er ca. 8 h in südöstliche Richtung, übernachtete einmal bei Kayes und flog am nächsten Morgen weiter nach Osten und erreichte am 19. November um ca. 13:00 Uhr sein nächstes, ca. 230 km entferntes Wintergebiet im nordwestlichen Mali. In diesem etwa 30 x 8 km großen Überwinterungsgebiet hielt er sich bis Mittags am 16. März 2019 auf, um dann nach Norden zu ziehen.
Ortungsdaten der Wiesenweihe "Heinz" von Okt. 2018 bis 16. März 2019

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Neues von "unseren" Zwerggänsen

Zwerggans in den Ahsewiesen (Foto: B. Beckers)Vor drei Tagen wurden noch 19 der 20 Zwerggänse, die bei uns überwintert haben, in den Ahsewiesen beobachtet. Heute schon befanden sich mindestens zwei "unserer" Gänse in einem 2000 individuenstarken Blessganstrupp im Havelland. Ihre Ringe wurden dort abgelesen. Gleichzeitig konnten heute in den Ahsewiesen fünf Zwerggänse beobachtet werden. Offenbar hat nun der Wegzug der Gänse in das Brutgebiet in Schweden begonnen. Im Gegensatz zum Vorjahr scheinen sie aber nicht alle gemeinsam abzuziehen.

Same procedure as every year

Jedes Jahr wieder werden die Spuren für die Gelbbauchunken erneut bzw. vertieft. Schön frisch angelegt mögen es die Unken am liebsten. Für die wenigen verbliebenen Tiere auf dem ehemaligen Übungsplatz bei Büecke wird es dann auch so wieder hergerichtet. Vor etlichen Jahren übte hier die Belgische Armee mit ihren kleinen Panzern und zerfurchte das Gelände ohne Ende. Jetzt, wo das Gebiet in das Eigentum der NRW-Stiftung übergegangen ist, müssen das Traktoren einmal im Jahr machen, damit die Gewässer für die Gelbbauchunken erhalten bleiben. Die mittlerweile extrem seltenen Gelbbauchunken waren einst typisch für Übungsplätze und nutzen fast ausschließlich Fahrspuren zum Ablaichen. Auch für viele Insekten sind die frischen Fahrspuren attraktiv. Ein Video der Aktion ist in YouTube unter "Fahrspuren für Gelbbauchunken" zu sehen.

Die Maßnahme wurde im Rahmen des LIFE Projekts Bovar durchgeführt, welches sich dem Management der Gelbbauchunke und anderer Amphibienarten der dynamischen Lebensräumen widmet. In der achtjährigen Laufzeit werden in vier Projektregionen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden verschiedene Maßnahmen und Aktionen durchgeführt, mehr dazu unter: https://www.life-bovar.com/

(M. Scharf)(M. Scharf)(M. Scharf) (M. Scharf)

Neues ABUinfo 2019 erschienen

Das neue ABUinfo.Soeben ist das neue ABUinfo erschienen und liegt bei den Mitgliedern des Vereins in diesen Tagen druckfrisch im Briefkasten. Die Inhalte reichen u.a. von einem Bericht über den erfolgreichen Lehrgang für Naturführer über die Kopfbaumpflege bis hin zur Würdigung der Arbeit langjähriger Naturschützer im Kreis Soest. Größere Beiträge geben eine Zwischenbilanz der Auerochsenzucht der ABU und untersuchen die Wirkung von Schutzmaßnahmen für den Kiebitz und Nahrungsflächen für Greifvögel in der Hellwegbörde. Außerdem gibt es einen Einblick in das neue Life-Projekt für die Gelbbauchunke. Hochaktuell ist die Frage: Insekten - Ungeziefer oder unverzichtbar?

Wir hoffen, dass für jeden Leser etwas dabei ist. Das ganze Heft oder einzelne Beiträge können hier heruntergeladen werden (Ralf Joest).

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"Wilde Weiden"

Die gedruckte Version ist vergriffen. Wilde Weiden steht hier als pdf-Datei (WildeWeiden.pdf, ca. 300MB) zur Verfügung.