ABU Aktuell

Dokumentation von Seltenheiten bei der Avifaunistischen Kommision

Auf dieser Homepage der ABU erscheinen regelmäßig auch Beobachtungen von seltenen Vogelarten, die bei der Avifaunistischen Kommision (Avicom) der Nordrhein-Westfälsichen Ornithologengesellschaft dokumentiert werden sollten. Jan-Ole Kriegs, Mitkoordinator der Avicom,  bat darum, alle Beobachter noch einmal daran zu erinnern, ihre Dokumentationen auch dort einzureichen. Das dürfte mit den oft als Beleg vorhandenen sehr guten Fotos kein großes Problem sein. Die Avicom hat auf ihrer Homepage unter:
http://nwo-avi.com/blog/?page_id=76
eine "Wanted" Liste von bekannt gewordene Beobachtungen, für die noch keine Dokumentation vorliegt. Auf der Seite sind auch Artenlisten und Meldebögen zum herunterladen zu finden (Ralf Joest).
 

Kranker Jungstorch gestorben

Der vor gut einer Woche vom Horst in der Disselmersch geborgene junge Weißstorch hat allen Bemühungen zum Trotz nicht überlebt. Schon seit Freitag wurde er immer schwächer, am Montag Morgen schließlich fanden ABU-Mitarbeiter den Storch tot in der Voliere.
 
Dabei hatte sich der Storch zunächst etwas erholt. Das linke Bein, das sich der Vogel im Horst mit einer Schnur oberhalb des Intertarsalgelenkes abgeschnürt hatte, hatte der Tierarzt abgetrennt. Nach ein paar Tagen war er schon in eine der Volieren in der ABU -Geschäftsstelle umgezogen, hier wurde er weiter tierärztlich versorgt. Sicherlich hatte der lang anhaltende Prozess an dem abgeschnürten Bein und die damit verbundene Entzündung auch zu Organschäden geführt, die dann -verbunden mit der allgemeinen Schwäche des Tieres - therapeutisch nicht mehr beeinflusst werden konnten und zum Tod geführt haben.
 
Vermutlich hatten die Altvögel die Schnur, die dem Jungvogel zum Verhängnis wurde, in das Nest eingetragen, ob beim Nestbau oder mit dem Futter ist unklar. Der Fall hat uns wieder vor Augen geführt, wie gefährlich in der freien Landschaft herumliegende Schnüre und Netze sind. Sie stellen für viele Tiere eine tödliche Gefahr dar.
 

Kranker Jungstorch wurde geborgen

Das Schicksal meinte es nicht gut mit einem der beiden jungen Störche in der Disselmersch. Ein Faden hatte ein Bein oberhalb des Gelenks abgeschnürt und es starb ab. Jetzt, als das kerngesunde Geschwister erste Flüge unternahm, konnten Mitarbeiter der ABU am Freitag Abend den verletzten Storch bergen. Vorher bestand das Risiko, auch den gesunden Storch zu gefährden, wenn er bei einer Annäherung an den Horst herunter gesprungen wäre.
Die Rettungsaktion mit Hubwagen verlief gut. Der kranke Storch wurde gegriffen, der gesunde flog ab, drehte ein paar Runden und landete wieder auf dem Horst, wo ihn die Altvögel weiter füttern werden bis er völlig selbstständig ist. Gefilmt wurde das Geschehen von WDR-Reporter Heinrich Buttermann. Die Aktuelle Stunde auf WDR3 wird berichten.
Der verletzte Storch ist nun in der Obhut von Dr. Dieter Hegemann, erfahrener Tierarzt aus Soest und langjähriger ehrenamtlicher Mitarbeiter der ABU. Vielleicht hat der Jungstorch nach seiner Genesung die Chance, in einem Tierpark eine gute Unterkunft zu erhalten.
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Fischrettung in Esbeck

Gerettete Quappe (J. Drüke)Derzeit wird das Lippewehr bei Esbeck im Auftrag der Bezirksregierung Arnsberg abgerissen und durch eine Sohlrampe ersetzt. Für die Zeit des Umbaus musste die Lippe ihr Bett verlassen. Sie erhielt ein Umgehungsgerinne nördlich des Wehrs. In der rund 200 m langen Baugrube wird das Wasser abgepumpt, und weite Teile der Fluss-Sohle liegen nun trocken. ABU-Mitarbeiter holten in bislang drei Einsätzen die Fische aus den verbleibenden Kolken heraus, denn im Laufe der Arbeiten ist es erforderlich, auch diese wassergefüllten Löcher zu beseitigen. Mehr als 1100 Fische von 21 Arten wurden bisher gerettet und in die Lippe umgesetzt. Neben allgemein bekannten Fischen wie Aal, Forelle und Hecht waren auch seltene Arten vertreten, z.B. Bachneunauge, Bitterling, Elritze und Steinbeißer. Besonders freuten sich Dr. Margret Bunzel-Drüke, Matthias Scharf und Olaf Zimball über 54 Quappen. Diese Fischart ist in Nordrhein-Westfalen vom Aussterben bedroht. Nur in der Lippe zwischen Mantinghausen und Hamm-Uentrop gibt es noch einen relativ guten Bestand. Unter den 54 umgesetzten Quappen waren 41 Jungfische; im Jahr 2010 scheint der Fortpflanzungserfolg also sehr gut gewesen zu sein.
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Erste Flugversuche

Flugübungen über dem Horst (J. Brackelmann)Erste Flüge über die Mersch und ...... Landung auf dem HorstAltvögel füttern weiter






In der Hellinghauser Mersch am Anglerweg sind Flugübungen der drei Weißstorchjungen über dem Horst inzwischen an der Tagesordnung. Bereits vor zwei Wochen hat die andere Brut in der Mersch den Horst verlassen. Ein Jungvogel am Anglerweg dreht inzwischen schon einige Runden über den fast ausgetrockneten Teichen, um anschließend wieder auf dem Horst zu landen.
 

Bei der Getreideernte auf Horste von Weihen achten

WW

Die Getreideernte hat vielerorts mit dem Drusch der Wintergerste begonnen, in der die meisten Wiesenweihen und auch viele Rohrweihen brüten. Die Mithilfe der Landwirte und Mähdrescherfahrer zum Schutz dieser seltenen Greifvogelarten ist also wieder gefragt, denn möglicherweise konnten nicht alle Nester vom Weihenbetreuer vor der Ernte gefunden und dafür Schutzvereinbarungen getroffen werden. Da die allermeisten jungen Weihen noch nicht flugfähig sind, würden sie ohne Schutzmaßnahmen den Mähtod erleiden.

Die Mähdrescherfahrer werden gebeten, auf Greifvogelhorste im Getreide zu achten. Wenn ein Verdacht besteht, sollte sofort gestoppt und nachgeschaut werden. Befinden sich dort noch ein Gelege oder nicht flugfähige junge Greifvögel, ist es notwendig, mindestens 100 Quadratmeter Getreide, am besten 10 mal 10 m Meter, besser noch 30 mal 30 Meter, um den rund 40 Zentimeter großen Horst stehen zu lassen, denn die Jungvögel entfernen sich oft schon einige Meter vom Nest, bevor sie fliegen können. Außerdem ist die Gefahr groß, dass Bodenfeinde wie Marder, Hund oder Fuchs die Jungvögel töten, wenn nur eine kleine Fläche Getreide stehen bleibt.

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"Wilde Weiden"

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Die zweite Auflage des
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