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ABU Aktuell

Zwei Exkursionen am Wochenende

Gleich zwei spannende Exkursionen bieten wir am kommenden Wochenende an:

Lohner Klei (Foto: R. Joest)Am Samstag, den 18. Mai 2019 führt Jürgen Behmer Interessierte durch den Steinbruch im Lohner Klei. Treffpunkt ist um 18.00 Uhr an der Biologischen Station der ABU, Teichstraße 19, in Bad Sassendorf-Lohne. Seit 2009 hat die ABU im Steinbruch eine Schafherde angesiedelt, die dabei hilft, das Naturschutzgebiet von Gebüschen freizuhalten. Die Herde besteht aus Tiroler Steinschafen, Kamerunschafen und Heidschnucken. Unterstützt wird die Schafherde durch einige Ziegen. Die offenen, warmen Standorte des Steinbruchs sind Lebensraum für verschiedene Amphibienarten, die man im Steinbruch beobachten kann. Eine Besonderheit unter ihnen stellt die Geburtshelferkröte dar. Diese Amphibienart betreibt Brutpflege, in dem die Männchen die Eier an den Hinterbeinen mit sich herumtragen.

Konikpferde am Kleiberg (Foto: M. Scharf)Am Sonntag den 19. Mai 2019 bieten Dr. Margret Bunzel-Drüke und Christian Härting eine Exkursion auf den ehemaligen Standortübungsplatz bei Büecke, heute Naturschutzgebiet Kleiberg an. Um 9.00 Uhr treffen sich die Exkursionsteilnehmer am Körbecker Weg, in Hiddingsen (nähe Restaurant „Zur Steinkiste“, den Betonplattenweg bis zum Poller durchfahren). Zu Zeiten der militärischen Nutzung fuhren auf dem Kleiberg noch Panzer und anderes schweres Gerät. Heute weiden in der artenreichen Landschaft halbwilde Rinder und Pferde, und das Gebiet ist Lebensraum für seltene Tier-und Pflanzenarten. Eine davon ist die vom Aussterben bedrohte Gelbbauchunke, für diese Amphibie werden auf dem Kleiberg aktuell Naturschutzmaßnahmen im Rahmen des „EU LIFE Projekts Bovar“ umgesetzt. Auch die Feldlerche, Vogel des Jahres 2019, ist noch verbreitet und leicht zu entdecken. Während der etwa 2,5 stündigen Exkursion werden Informationen zum Gebiet und den umgesetzten Naturschutzmaßnahmen gegeben.

Naturführungen in Hattrop und Vollmondwanderung

Klärteiche Hattrop (Foto: Sigrid Klüsener)Die Natur- und Landschaftsführerin Sigrid Klüsener führt am am kommenden Samstag, den 18. Mai 2019, ab 14:00 Uhr durch das Naturschutz Gebiet Klärteiche Hattrop westlich von Soest. Die alten Teiche der Zuckerfabrik Soest in Hattrop sind seit 1992 Naturschutzgebiet und werden von der Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz im Kreis Soest betreut. Bei dieser Tour erfahren Sie viel über die Geschichte der Teiche und ihrer Bewohner. Nebenbei widmet sich die Führung auch den heimischen Kräutern und der Frage, wie wir diese für unsere Gesundheit und in unserer Küche einsetzen können. Zu dieser Führung ist eine Anmeldung hier erforderlich. Die Kosten betragen 5 Euro.

Vollmond (Foto: P. Seippel)Eine Naturwanderung bietet ein ganz besonderes Erlebnis. Petra Seippel führt am Abend- und bei Vollmond durch den Arnsberger Wald. Nach einem Begrüßungsgetränk geht durch den geheimnisvollen nächtlichen Wald, tauchen Sie ein in die besondere Atmosphäre der heimischen Wildnis und erleben Sie wie aktiv die Tiere am Abend sind.
Warme Kleidung und feste Schuhe gehören zur nächtlichen Wanderung.

Weitere Informationen erhalten Sie hier (Anmeldung erforderlich). Kosten 10 Euro. 

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Molche, Laubfrösche und noch viel mehr imWasser

Die ABU-Kindergruppe war auf einer Tümpeltour erfolgreich. Mit Keschern, Eimerfallen oder einfach mit der Hand wurde eine Vielzahl von Amphibien und Wasserinsekten gefangen. Und bei Einbruch der Dunkelheit gab es dann noch ein Konzert der Laubfrösche, von dene sich aber leider keiner fangen ließ. Die Verluste (zweimal vollgelaufene Stiefel und eine nasse Hose) hielten sich in Grenzen, und so war das ganze ein gelungenerr Abend.

Die Molchfalle  zieht alle Blicke auf sich (M. Scharf)(M. Scharf)Auch ein Teichmolch war zu sehen (M. Scharf)Bei der Tümpeltour (M. Scharf)

Exkursion zum Vogel des Jahres - die Feldlerche

Am kommenden Sonntag, dem 5. Mai 2019 lädt der Biologe Ralf Joest von der ABU zu einem Spaziergang in die Lohner Feldflur ein. Jetzt im Mai ist der Gesang der Feldlerche in der Hellwegbörde zum Glück noch öfter zu hören. Aber die Feldlerche - und mit ihr viele weitere Pflanzen und Tiere der Felder - werden immer seltener. Um auf den Rückgang der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft aufmerksam zu machen, hat der Naturschutzbund NABU die Feldlerche schon zum zweiten Mal zum Vogel des Jahres erklärt. Auf der Exkursion werden typische Vogelarten der ländlichen Kulturlandschaft vorgestellt. Dabei werden sowohl die Ursachen für die Bestandsrückgange als auch Möglichkeiten für den Schutz der Arten erläutert. Treffpunkt für die etwa vierstündige leichte Wanderung ist um 08:00 an der Biologischen Station der ABU in Bad Sassendorf Lohne (Teichstraße 19).

Die Feldlerche steht für eine artenreiche Agrarlandschaft: blühender Ackerrandstreifen (R. Joest).Blühende Ackerwildkräuter fördern auch die Insekten, Honigbiene an einer Kornblume (Ralf Joest)Der extensivierte Anbau von Getreide im Rahmen von Naturschutzverträgen erhöht die Vielfalt in der Feldlandschaft Die Feldlerche gehört zu den typischen Feldvögeln der Hellwegbörde (Foto: H. Glader)

"Einlieferungen" in der ABU

Am Gründonnerstag gelangt ein überfahrener Biber aus der Lippe endlich ins Naturkundemuseum in Münster. Das Tier wurde bereits am 7. April in Lippstadt auf der Marktstraße, wohin es sich offensichtlich verirrt hatte, von einem Auto erfasst! Über die Lippstädter Feuerwehr und schließlich die Naturschutzbehörde des Kreises kam der Biber in die Biostation, wo er erstmal eingefroren wurde. Dieses Tier ist der dritte Biber, der  zwischen Hamm und Lippstadt in den vergangenen zwei Jahren Opfer des Straßenverkehrs wurde.

Fast geichzeitig kam ein flugunfähiger Uhu nach Lohne, der in einem Garten in Anröchte Zuflucht gesucht hatte.

Und schließlich holten wir an einem der zurückliegenden nasskalten Tage eine klamme Rauhautfledermaus aus dem Lippstädter Tierheim ab. Schon nach zwei Tagen war das Tierchen wieder so fit, dass es in Lohne frei gelassen werden konnte (H. Vierhaus).

Hoffentlich ist dieser Biber aus Lippstadt noch zu präparieren (H. Vierhaus)Der Uhu aus Anröchte wird in der Biostation gesund gepflegt (H. Vierhaus)Dass das keine Zwerg- sondern eine Rauhautfledermaus (aus Lippstadt) ist, verrät das helle Bauchfell (H. Vierhaus)

Erste besenderte Wiesenweihe nördlich der Sahara

Es blieb eine Weile still, aber jetzt gibt es gute Nachrichten: Die ersten beiden unserer Senderweihen haben die Sahara überquert! Es geht um Raymond und Heinz - beides Brutvögel aus Nordrhein-Westfalen (D).

Raymond kam am Samstag, dem 13. April in Marokko an. Nach dem letzten Update blieb er noch zwei Wochen in Südmali. Er flog etwas weiter nördlich in Mali und machte einen kurzen Zwischenstopp in der Nähe des inneren Nigers. Sein Flug über die Sahara begann am 8. April und dauerte fünf Tage.

Heinz kam auch in Marokko an, das war heute am 15. April. In der letzten Aktualisierung von Mitte März schien es, als würde er bereits nach Norden fliegen, doch er blieb schließlich bis zum 7. April in seinem Wintergebiet in Westmali. Es dauerte 8 Tage, bis er die Sahara überwunden hatte. Und für die letzte Etappe ist er sogar durch die Nacht geflogen: zwischen halb acht gestern Nacht (14. April) und fünf Uhr heute morgen legte er 300 km zurück!

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"Wilde Weiden"

Die gedruckte Version ist vergriffen. Wilde Weiden steht hier als pdf-Datei (WildeWeiden.pdf, ca. 300MB) zur Verfügung.