Nachrichten vor 2008

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Landwirte helfen Feldhasen

Auch in der Hellwegbörde leiden Feldhasen unter einer intensiven Landwirtschaft. Doch durch naturfreundliche Begrünung von Stillegungsflächen, durch Brachen und durch den Anbau von Getreide mit höherem Saatreihenabstand helfen Landwirte im Rahmen des Vertragsnaturschutzes. So entstehen mit geringem Aufwand neue Lebensräume für die Tiere der Felder.

Durch die Teilnahme an den Vertragsnaturschutzmaßnahmen in der Hellwegbörde schaffen Landwirte in der Region auch günstige Lebensbedingungen für den Hasen.

 

Obwohl die fruchtbare Hellwegbörde bundesweit zu den Regionen mit der höchsten Hasendichte gehört, leidet der Feldhase auch hier unter den Folgen der Intensivierung der Landwirtschaft. Der großflächige Anbau von wenigen Feldfrüchten, vor allem Wintergetreide, Raps und Mais sowie der Rückgang von grünen Wegen, Brachen und Säumen in der Landschaft führt zum Verlust von Rückzugsräumen für Feldhasen und andere Tiere der Felder.
Landwirte können durch die naturfreundliche Begrünung von Stillegungsflächen, die Schaffung von Brachen und den extensiven Anbau von Getreide mit höherem Saatreihenabstand mit geringem Aufwand neue Lebensräume für die Tiere der Felder schaffen. Diese Flächen bieten genügend Deckung, ein abwechslungsreiches Nahrungsangebot und ein für die Aufzucht der Jungen geeignetes Kleinklima.
Im Kreis Soest schaffen Landwirte durch Vertragsnaturschutzmaßnahmen solche Flächen, die neben dem Hasen auch Rebhühnern, Feldlerchen und anderen Tieren der Felder einen Lebensraum bieten. Nach Bestandserfassungen von ABU-Mitarbeiter Dr. Ralf Joest können auf solchen mit Naturschutzmaßnahmen bewirtschafteten Äckern Feldhasen sowohl im Winter als auch im Frühjahr deutlich häufiger angetroffen werden als auf konventionell bewirtschafteten Getreideäckern.
Für ihre Bemühungen erhalten die Landwirte im Rahmen der Hellwegbördevereinbarung eine Ausgleichsvergütung. Landwirte, die Interesse an der Teilnahme an dem Projekt haben, werden gebeten, sich unter der Nummer 02921-52830 mit Ralf Joest von der Biologischen Station der ABU in Bad Sassendorf Lohne in Verbindung zu setzten.
ABU, 04.04.2007

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