Nachrichten 2016

Nachrichten 2016

Volkszählung beim Kiebitz

Kiebitz (Foto: M. Bunzel-Drüke)Jetzt wo sich der Frühling laNatalia Jaworski und Christian Härting organisieren die Kiebitzkartierung und den Kiebitzschutz ngsam einstellt, kann man die schwarz-weißen Vögel mit der markanten Haube und den auffälligen Balzflügen wieder beobachten und die typischen „kiee-wiit“ Rufe hören – die Rede ist natürlich vom Kiebitz. Doch wieviele Kiebitze kommen aktuell im Kreis Soest vor? Um diese Frage zu beantworten, wird die ABU in diesem Jahr den Brutbestand des Kiebitzes erfassen.

Handlungsempfehlung zum Kiebitzschutz

 

Der Kiebitz bevorzugt offene Landschaften mit weiter Sicht und brütet am liebsten in kleinen Kolonien auf Flächen mit kurzer und lückiger Vegetation. Im Kreis Soest sind das Äcker sowie Wiesen und Weiden. Naturschützer im Kreis Soest beschäftigen sich schon seit 1972 mit dem Kiebitz – dem Jahr in dem das erste Mal die Verbreitung des Kiebitzes im Kreisgebiet flächendeckend erfasst wurde. Seitdem kartierten ehrenamtliche Mitarbeiter der ABU in regelmäßigen Abständen die Verbreitung sowie die Anzahl brütender Kiebitze, zuletzt im Jahr 2012. Die Erfassungen belegen einen erheblichen Rückgang der Kiebitze im Kreis Soest eine Beobachtung, die zur Gesamtsituation des Kiebitzes in Mitteleuropa passt. Konnten im Jahr 2003 noch rund 1.000 Brutpaare im Kreis Soest festgestellt werden, so waren es 2012 nur noch die Hälfte, also rund 500 Brutpaare. Die Gründe hierfür sind vielfältig und regional verschieden: der Verlust von Lebensräumen, die Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung, das Ausrauben von Gelegen durch Beutegreifer sowie die Störung während des Brutgeschehens durch den Menschen.

Grund genug um in diesem Jahr eine erneute Volkszählung beim Kiebitz im Kreis Soest durchzuführen. Natalia Jaworski und Christian Härting von der ABU organisieren die Zählung, bei der rund 20 ehrenamtliche Naturschützer im Kreis Soest in den nächsten Tagen nach Kiebitzen Ausschau halten. „Wir sind schon sehr auf das Ergebnis gespannt – wie hat sich der Brutbestand verändert, sind es weniger Kiebitze geworden, hat sich der Bestand von 2012 gehalten oder sind es gar mehr geworden?“, so Jaworski. Härting betont: „Die Kiebitzzählung hat Tradition bei der ABU, und es ist schön zu sehen, wie viele Leute sich für die Sache begeistern und motivieren lassen. Dabei bekommen wir sehr wichtige und aussagekräftige Zahlen.“

In diesem Jahr sollen die Kiebitzdaten nicht nur ausgewertet werden, sondern sie sollen auch in das Programm zum Schutz von Kiebitzbruten auf Ackerflächen einfließen, eine freiwillige Zusammenarbeit zwischen Landwirten, der Unteren Landschaftsbehörde im Kreis Soest sowie der ABU.

 

Startseite

Nachrichten

Termine

Aktuelle Beobachtungen

Werden Sie aktiv

Spenden

Kinder- und Jugendgruppe

Betreuungsgebiete

Projekte

Natur im Kreis Soest

Naturschutzthemen

Veröffentlichungen

Downloads

Mitarbeiter-Login

Die ABU ist Partner der

Aktuelle Projekte
Bachtaeler-100 auenland-80

Naturschätze Südwestfalens