Nachrichten 2016

Nachrichten 2016

ABUler an der Großen Schmalenau im Arnsberger Wald

Ehrenamtlich tätige ABUler kontrollierten und reparierten in einem "Arbeits"einsatz an der Großen Schmalenau im Arnsberger Wald Schutzhüllen, mit denen die Laubbaum-Naturverjüngung vor Verbiss geschützt wird (Foto: B. Beckers) Wie jedes Jahr trafen sich auch am Samstag wieder einige ABUler, um an den Bächen im Arnsberger Wald nach dem Rechten zu sehen. Im Rahmen eines LIFE-Projektes wurden bis 2014 in den Bachtälern zahlreiche kleine Laubbäume vor dem Verbiss durch Hirsche und Rehe geschützt. Auf Flächen, auf denen die schattigen Fichtenforste entnommen wurden, konnten Erlen, Eichen, Birken und einige andere Laubbaumarten keimen. Sie stellen den Grundstock für die zukünftigen naturnahen Auwälder in den Bachtälern. Einmal im Jahr prüfen Ehrenamtliche der ABU, ob die kleinen Bäume noch leben und die Schutzhüllen intakt sind. Am Ende des Tages waren die ABUler sehr zufrieden. Rund 90 % der geschützten jungen Bäumchen hatten das letzte Jahr überstanden und sich gut entwickelt. Mit den Schutzhüllen, in denen keine Keimlinge mehr gefunden werden konnten, wurden neue Jungpflanzen geschützt. Der Tag klang bei Kaffe und Kuchen in der Gaststätte Tackeberg in Neuhaus aus.

NABU-Bundesfachausschuss Flüsse besucht die Lippe

Der NABU-Bundesfachausschuss Flüsse in der Disselmersch (Foto: B. Beckers)Zweimal im Jahr trifft sich der Bundesfachausschuss Flüsse im Naturschutzbund Deutschland, um sich über verschiedene aktuelle Themen auszustauschen und ein Projekt anzuschauen. Von Freitag mittag bis Sontag früh tagten nun 10 Fachausschussmitglieder aus ganz Deutschland im Kreis Soest. Ziel waren die verschiedenen Maßnahmen an der Lippe. Nach einem Einführungsvortrag am Freitag ging es am Samstag raus ins Gelände. Umfassende Renaturierungen wie in der Hellinghauser Mersch, der Klostermersch und der Westernmersch sowie Uferentfesselungen und Auenaktivierungen wie in der Disselmersch standen auf dem Exkursionsprogramm. Zur Einordnung der umgesetzten Entwicklungsmaßnahmen diente auch ein Blick in einen noch ausgebauten Teil der Lippe. Auch andere Themen wie die verschiedenen Entwicklungsziele in den Auenflächen wurden vorgestellt und diskutiert. Die Fachausschussmitglieder waren sehr beeindruckt von der Art und dem Umfang der verschiedenen umgesetzten Maßnahmen.

Pflegearbeiten in den Ahsewiesen

Als letzte Pflegemaßnahme dieses Jahres werden jetzt in den Ahsewiesen einige Gehölzarbeiten durchgeführt. So werden zwei Heckenabschnitte nach rund 15 Jahren wieder auf den Stock gesetzt. Einige noch junge Gehölze werden zurückgenommen, damit Wiesenvögel und Rohrweihe wieder geeignete Brutmöglichkeiten haben.

11. Niedersächsischer Wiesenweihen-Workshop

Am 8. Oktober 2016 trafen sich auf Einladung von Katja Behm (niedersächsische Vogelschutzwarte) rund 50 an der Wiesenweihe Interessierte in Hannover. In Vorträgen und Diskussionsbeiträgen wurde deutlich, dass nicht nur in Niedersachsen sondern fast überall in Deutschland die Brutbestände in diesem Jahr stark zurückgingen. In Niedersachsen wurde im Jahr 2003 ein landesweites Schutzprogramm für die Wiesenweihe aufgelegt. Seitdem werden die Getreidebrutplätze durch Schutzzonen vor dem Mähtod bewahrt. In niedersächsischen Küstenraum zeichnet sich eine Ausdünnung der Brutbestandes ab (K. Behm), wie es auch schon in Nordfriesland der Fall ist. Auch im Landkreis Aurich zeigt sich eine deutliche Bestandsabnahme (M. Boekhoff): 2016 gab es nur noch zwei erfolglose Bruten, bei denen es Verdachtsmomente für menschliche Störungen wegen Windkraftplanungen gab. In Lüchow-Dannenberg, wo Stefan Beilke schon lange erfolgreich Nestschutz betreibt, sieht die Situation besser aus. Die derzeit größte niedersächsische Teilpopulation in der Diepholzer Moorniederung ist durch Windenergieanlagen (WEA) gefährdet (L. Boldt & F. Niemeyer).

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Unser erster Wels

Einmal ist immer das erste Mal und unser (Margret, Olaf und Matthias) erstes Mal hat sehr lange auf sich warten lassen. Wir haben in der Elbe gefischt, in der Sieg und in der Lippe sowie in diversen kleineren Flüssen im Kreis Soest und Umgebung. Wir haben in den letzten dreißig Jahren bestimmt eine Million Fische gefangen, vermessen und bestimmt. Aber es war kein Wels dabei. Die Angler berichteten von Welsen in der Lippe und in den Baggerseen, aber das war natürlich keine Hilfe, denn bei uns lies sich kein Wels blicken. Wir wollten uns schon Welse bei einem Fischzüchter ausleihen, um sie anzuschauen und zu fotografieren. Aber das wäre schon sehr unsportlich gewesen. Aber jetzt hat es ein Ende damit. Wir haben in der Lippe im Kreis Unna gleich mehrere Welse gefangen. Die durch warmes Kraftwerkswasser aufgeheizte Lippe gefällt den Welsen offensichtlich gut, denn sie sahen wohlgenährt und gesund aus. Im Kreis Soest ist das Wasser der Lippe recht kalt, so dass dieser Lippeabschnitt für Welse ungeeignet ist. In die Lippe ist er vermutlich nicht natürlich vorkommend und erst durch Besatz hinein gelangt. Er ist mit etwa 1,5 Metern maximaler Länge unser größter reiner Süsswasserfisch, wobei es auch Gerüchte über bis zu drei Metern lange Exemplare gibt. (Matthias Scharf)

Wels (M. Scharf)Wels (M. Scharf)Wels (M. Scharf)

Trockenheit

Die außergewöhnliche Trockenheit hinterlässt in den Flussauen und Feuchtgebieten unübersehbar ihre Spuren. Von der beliebten Beobachtungshütte in der Disselmersch aus ist kein Wasser mehr zu sehen. Trockenrisse durchziehen den Gewässerboden. Die große Blänke nahe der B475 ist bis auf eine kleine Pfütze geschrumpft. Erstaunlicherweise hat das Gewässer im Westen der Ahsewiesen nocht releativ viel Wasser. Offenbar steht das Grundwasser hier selbst nach wochenlanger Dürre recht hoch an. Der verschlossene Erleytalgraben jedoch, der die Ahsewiesen in Ost-West-Richtung durchzieht, ist nahezu ausgetrocknet. Wenn es nicht bald ergiebig regnet, werden die Kraniche auf ihrem Herbstzug im Kreis Soest kaum geeignete Übernachtungsplätze finden. J. Drüke, 3.10.2016
Aus der Beobachtungshütte heraus macht die Lippeaue in der Disselmersch einen ausgedörrten Eindruck. 3.10.2016. (J. Drüke)Blick von der Brücke der B475 aus nach Westen auf die Disselmersch. 3.10.2016. (J.Drüke)Blick aus der Beobachtungshütte im Westen der Ahsewiesen. Nur 3 Krickenten und eine Handvoll Bachstelzen hielten sich hier noch auf. 3.10.2016. (J. Drüke)Normalerweise ist der angestaute, ehemalige Entwässerungsgraben gut gefüllt. Nun präsentiert er sich nahezu ausgetrocknet. 3.10.2016. (J. Drüke)

Ausstellungseröffnung "Rotes Sofa" im Forum NRW in Düsseldorf

Der Fotokünstler Horst Wackerbarth hat mit seinem Roten Sofa 53 Länder der Welt bereist und ist jetzt wieder zurück in NRW, um hier zum Thema Heimat eine neue Serie zu produzieren.
Anlass sind der 70. Geburtstag des Landes Nordrhein-Westfalen und und der 30. der Nordrhein-Westfalen- Stiftung. Daher hat er ein fotokünstlerisches Portrait NRWs erstellt, das landestypische Themen, Menschen und Orte, aber auch die Besonderheiten und Eigenarten in NRW vorstellt. Dafür reist er ein Jahr lang durch alle Regionen Nordrhein-Westfalens, um mit seiner Roten Couch besonders typische und besonders markante Orte und Menschen in Szene zu setzen. Im Kreis Soest besuchte er die Gebiete der NRW Stiftung in der Lippeaue, um hier die wilden Rinder und Pferde der ABU zu fotografieren. Sein zweites Thema im Kreis Soest sind die Windkraftanlagen auf dem Haarstrang. Auf dem Roten Sofa hat er dort die traurigen Reste der von den Windkraftanlagen getöteten Greifvögel porträtiert.


Die Ausstellung und das gesamte Projekt wird durch das Land NRW und die NRW-Stiftung finanziert. Nach der Eröffnung im Forum NRW wird sie an weiteren Orten präsentiert. Im Netz sind alle Bilder und weitere Informationen unter heimat.nrw zu finden. 

 Laura in der Lippeaue (Horst Wackerbarth)Matthias Scharf in der Lippeaue (Horst Wackerbarth)Windpark Anröchte (Horst Wackerbarth)

Ein Wasserschwein

Schweine gibt es auch unter Wasser. Zumindest ähnliche Tiere. Karpfen gründeln sich dort durch den Schlamm und haben so eine ähnliche Lebensweise wie die Wildschweine an Land. Auch ihre Körperfform lässt manchmal an ein Schwein denken - insbesondere wenn sie aussehen wie das Exeplar auf dem Foto. Wir haben ihn im Rahmen unseres Fischmonitorings in einem Teich in der Lippeaue gefangen, der aufgrund der trockenen Witterung bis auf einen kleinen Rest ausgetrocknet war. Die Wassertiefe war so gering, dass der Karpfen kaum noch aufrecht schwimmen konnte. Karpfen sind allerdings gut an derartige Extreme mit Sauerstoffmangel und hohen Temperaturen angepasst, so dass wir ihn wieder in den Teich gesetzt haben. Mit nur wenigen Schuppen auf der Rückenlinie handelt es sich um einen Lederkarpfen, eine Zuchtform, der fast alle Schuppen weggezüchtet wurden, um sie besser verzehren zu können. (Matthias Scharf)

Karpfen M. Scharf)Karpfen (M. Scharf)

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