Nachrichten 2015

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Metastudie zeigt geringen Effekt von Krähenvögeln auf Vogelbestände

Gerade erschien eine frei zugängliche (http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/ibi.12223/pdf), umfassende Auswertung von Untersuchungen (326 Fälle) zum Einfluss von Krähenvögeln auf andere, mit ihnen zusammen lebende Vögel- mit zum Teil überraschenden Ergebnissen: In 81% aller Fälle hatten Krähen keinen negativen Einfluss auf die Bestände von Vögeln, unabhängig davon, ob es sich um jagdbare, am Boden brütende Vogelarten oder um Sing- oder Watvögel handelte. Signifikant negative Effekte von Krähenvögeln traten häufiger bei der Fortpflanzungsrate (46% der Fälle) als bei der Bestandshöhe (10%) auf. Wurden neben Krähenvögeln weitere Prädatoren experimentell reduziert, hatte dies einen erheblich höheren positiven Effekt auf die Fortpflanzungsrate (60%) als die Reduktion von Krähenvögeln allein (16%). Besonders überraschend: Krähen haben einen deutlich größeren negativen Effekt auf die Fortpflanzungsrate von anderen Vögeln (62%) als Elstern (12%). Die Autoren schlussfolgern, dass Vogelbestände selten durch Krähenvögel limitiert sind und es deshalb - von Spezialfällen abgesehen - sinnvoll ist, Artenschutzprojekte auf andere limitierende Faktoren auszurichten (H. Illner).  

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