Nachrichten 2014

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Das Bienenhotel an der Biologischen Station der ABU

Das Bienenhotel an der Lohner Mühle. Oben links befindet sich das Nest der AmselDas Insektenhotel an der Lohner Mühle existiert bereits eine ganze Weile ohne dass es bislang so recht Zuspruch durch Bienen erfahren hatte. Erst in diesem Frühjahr erlebte es einen Einzug und zwar durch eine Amsel. Leider blieb deren Brutversuch erfolglos. Während der Frühlingsmoante war bei schönem Wetter hin und wieder Besuch durch einzelne Wildbienen zu beobachten, aber erst Anfang Juli kam endlich Leben am "Hotel" auf. Jetzt tanzten nachmittags bei Sonnenschein viele kleine Wildbienen vor dem Quartier, schlüpften in die vorhandenen Löcher, um dort den mitgebrachten Pollen unterzubringen. Alle beobachteten Bienen sind Bauchsammler, die den gelben Pollen auf der Unterseite des Hinterleibes verstaut haben. Gleichzeitig hielten sich viele der schlanken Keulenwespen (Sapygina decemguttata) am Bienenhotel auf. Das sind Wespen, die ihre Eier in die Brutzellen einer einzigen Wildbienenart, nämlich der Löcherbiene (Osmia truncorum) legen, was die endgültige Bestimmung der Wildbienen ermöglichte. Die schlüpfenden Larven der Keulenwespen ernähren sich dann von den Larven der Löcherbienen. Wenige andere Arten nutzen das ABU-Bienenhotel, so einige solitär brütende Wespenarten.

Eine winzige Erzwespe dürfte nur ein zufälliger Besucherin gewesen sein, denn sie ist auf Wirtsarten spezialisiert, die nicht auf das Insektenhotel angewiesen sind. Die Einrichtung des Bienenhotels an der Biologischen Station in Lohne durch die Jugendgruppe der ABU hat sich also gelohnt. Voraussetzung dafür war sicherlich der günstige Ort an der Südseite des Mühlengebäudes und ein ordentliches Angebot an blühenden Pflanzen in der näheren Umgebung. Schließlich ist zu hoffen, dass in den kommenden Jahren das Quartier auch Zuspruch von weiteren Wildbienenarten erfährt.

Eine Trauerbiene (Melecta albifrons) schaut sich um, ob es hier nicht eine Pelzbienebrut gibt, die sie parasitieren kann (H. Vierhaus)Ein pollenbeladenes Weibchen der Löcherbiene (Osmia truncorum) (H. Vierhaus)Die Löcherbiene am Eingang zu ihrer Brutzelle (H. Vierhaus)Was hat diese lästige Keulenwespe an meinem Nest zu suchen? (H. Vierhaus)Das Weibchen der Keulenwespe hat nicht die zum Ende vedickten Fühler der Männchen (H. Vierhaus)Mit Pollen beladen quetscht sich die Löcherbiene in den  bereits halb verschlossenen Brutraum (H. Vierhaus)Oh! da ist schon jemand drin. Herrscht da Raumnot bei den Löcherbienen? (H. Vierhaus)Die solitäre Faltenwespe Symmorphus crassicornis nutzt das Bienenhotel auch für die Aufzucht ihrer Brut. Hat sie eine bereits vorhandene Bienenlarve aus der Röhre entfernt?  (H. Vierhaus)Auch die höchst nervös wirkende Wegwespe (Auplopus carbonarius?) legt ihre Nester in Gängen des Bienenhotels an (H. Vierhaus)Die kleine, parasitische Erzwespe aus der Familie der Tyromiden hat für ihre Larven andere Wirte, als die eigentlichen Nutzer des Bienenhotels (H. Vierhaus)Schließlich kehrt Ruhe im Hotel ein, wenn alle Brutzellen der Löcherbienen verschlossen sind (H. Vierhaus)

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