Nachrichten 2012

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Gräben stopfen für naturnahe Auen

„Ohne Wasser kein Leben“, das gilt vor allem für Feuchtgebiete und die Auen entlang unserer Bäche und Flüsse. Und deshalb sind die Fachleute der ABU seit Jahren dabei, in den Naturschutzgebieten Schritt für Schritt Entwässerungsgräben zu schließen, begradigte Bäche zu renaturieren und Gewässer neu zu schaffen. Nicht nur entlang der Bördebäche und der Lippe profitiert die Natur davon. Auch im Arnsberger Wald sind solche Maßnahmen nötig, denn auch hier wurden Bäche begradigt und die Bachauen mit Entwässerungsgräben trocken gelegt.
Im Tal der Großen Schmalenau verfüllt der Bagger einen Entwässerungsgraben. (Foto: J. Drüke)Mit großer Umsicht verlegte Jochen Sellmann von der Firma Sauer und Sommer aus Meschede die Stahlplatten, auf denen der Bagger seine Einsatzstelle ohne Flurschaden erreichte. (Foto: J. Drüke)







Damals waren bessere Standortbedingungen für Fichten das Ziel, heute ist ein bedeutender Teil des Arnsberger Wald europäisches Naturschutzgebiet. Damit es seinen Beitrag zum Erhalt der Tier- und Pflanzenwelt leisten kann, müssen Entwässerungsgräben gestopft und Bäche renaturiert werden. Davon profitieren Fische, Frösche und Molche. Schwarzstörche freuen sich über einen reicher gedeckten Tisch. Libellen und die Waldschnepfe können neue Lebensräume besiedeln. Naturnahe Erlenauwälder mit einer artenreichen Krautvegetation können sich entwickeln.
Am Oberlauf der Großen Schmalenau dirigierten Birgit Beckers und Joachim Drüke von der ABU in der vergangenen Woche den Bagger an die alten Entwässerungsgräben. Teils über große Stahlplatten lenkten sie einen kleinen, leichten Bagger, so dass die empfindlichen Böden so wenig wie möglich in Mitleidenschaft gezogen wurden. Seitlich der Gräben wurde Boden entnommen und in die Gräben gefüllt. Kleine Maßnahme, große Wirkung: Nun wird das Wasser wieder zurückgehalten, statt schnell abzufließen.
Joachim Drüke, ABU-Vorsitzender und von Beruf Ingenieur für Wasserwirtschaft: „Mehrere ungewöhnlich lange Trockenperioden haben uns in den letzten Jahren vor Augen geführt, dass viele Feuchtgebiete und Auen unter Trockenstress leiden, weil das Wasser über Entwässerungsgräben fortgeleitet wird. Wo immer es möglich ist, sollten wir Wasser in der Landschaft zurückhalten“.
Die Arbeiten wurden im Rahmen des LIFE-Projektes „Bachtäler im Arnsberger Wald“ umgesetzt. Seit Anfang 2009 bis zum Frühjahr 2014 führt die ABU dieses Projekt durch. Beteiligt sind die Biologische Station Hochsauerlandkreis, das Lehr- und Versuchsforstamt Arnsberger Wald, der Naturpark Arnsberger Wald und die Stadt Meschede.

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