Nachrichten 2010

Nachrichten 2010

Marderhund im Kreis Soest

Marderhund (A. Maas)Ein Marderhund wurde am 21. Oktober von Herrn Anton Maas bei Geseke-Störmede in einer Falle für Raubwild gefangen. Dies ist der erste sichere Nachweis dieser Art im Kreis Soest. Der ostasiatische Marderhund wurde bereits in den 1920er Jahren im Westen der Sowjetunion angesiedelt und hatte sich von dort langsam über den ganzen Osten Europas ausgebreitet. In den neuen Bundesländern ist dieser kleine Wildhund, der als „Gemischtköstler“ nasse Lebensräume liebt, inzwischen recht häufig. Aus Westfalen dagegen gibt es nur aus den Kreisen Höxter und Paderborn mehrere Meldungen, während im übrigen Land Marderhundfeststellungen Ausnahmen sind.

Herbstvorbereitungen - Blütenbesucher am Efeu

Der Efeu, der jetzt in den letzten schönen Herbstagen an vielen alten Mauern in Dörfern und Städten blüht, ist für viele auf Nektar und Pollen angewiesene Insekten eine wichtige Nahrungsquelle. Vor allem Fliegen, Schwebfliegen und Honigbienen nutzen das an sonnigen Stellen reiche Blütenangebot aus. Daneben können aber auch noch Wespen, Hornissen und Schmetterlinge beobachtet werden. Jetzt geht es darum, noch möglichst viele Reserven für die Wintermonate zu gewinnen. Die Honigbienen lassen die Temperatur in ihrem Stock auch bei Frost nicht unter etwa  20 °C absinken. Dazu bilden sie eine dichte Wintertraube und erzeugen durch Muskelzittern Wärme. Hierbei werden die im Sommer eingelagerten Honigvorräte verbraucht.  Verschiedene Schmetterlinge wie das Tagpfauenauge und der Kleine Fuchs überwintern bei uns als Falter in Spalten, Nischen, Kellern und Dachböden.  Die Admirale können als typische Wanderfalter bei uns nur in sehr milden Jahren den Winter überstehen. In diesen Tagen sind immer wieder Falter zusehen, die in ein bis zwei Meter Höhe recht schnell zielstrebig mehr oder weniger Richtung Süden ziehen. Dabei machen sie ab und zu Rast, um an Efeublüten, Herbstastern oder Fallobst ihre Energiereserven aufzufüllen (R. Joest)
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Der Natur auf der Spur - Wanderung durch den Arnsberger Wald

Die ABU veranstaltet am Sonntag, den 10.10., zusammen mit der Biologischen Station Hochsauerlandkreis und dem Lehr- und Versuchsforstamt Arnsberger Wald eine Wanderung durch den Arnsberger Wald. Die rund 10 km lange Tour widmet sich vor allem den Bächen und ihren Auen.

Die Ankündigung des wdr 5 mit einen Interview mit Joachim Drüke finden Sie hier.

Die Wanderung startet um 11.00 Uhr in Neuhaus vom Pakplatz gegenüber der Gaststätte "Am Tackeberg", um 10.35 Uhr startet der Transfer vom Bahnhof Soest. Eine Anmeldung ist für diese Veranstaltung erforderlich. Anmeldungen nimmt die Geschäftsstelle der LNU bis Freitag mittag entgegen: Tel. 02932-4201, Fax 02932-54491.

319 Rotmilane an Schlafplätzen von Unna bis Marsberg

Wie im Vorjahr gelang auch in diesem Herbst eine synchrone Zählung der Rotmilane an bekannten nachbrutzeitlichen Gemeinschafts-Schlafplätzen im Raum Unna im Westen bis Marsberg im Osten. Es wurden am 1. Sept. 2010 insgesamt mindestens 319 Rotmilane und 4 Schwarzmilane an 11 kontrollierten Schlafplätzen festgestellt, in den Ahsewiesen und an den Haarhöfen konnten keine Schlafplatzeinflüge beobachtet werden (J. Brune, M. Bunzel-Drüke, C.Finke, D. Glimm, H. Illner, A. Kämpfer-Lauenstein, W. Lederer, M. Lindner, R. Joest, A. Müller, R. Pohlmeyer, K. Schnell). Die wirkliche Zahl dürfte einiges höher gewesen sein, weil einige bekannte Schlafplätze nicht kartiert wurden und einige Schlafplätze wahrscheinlihch unentdeckt blieben.

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Artenliste der Tagfalter überarbeitet

Faulbaumbluling_JOEST_kl Unter "Natur im Kreis Soest" wurden in die Liste der Tagfalter  viele neue Fotos eingefügt (R. Joest).

Kranker Jungstorch gestorben

Der vor gut einer Woche vom Horst in der Disselmersch geborgene junge Weißstorch hat allen Bemühungen zum Trotz nicht überlebt. Schon seit Freitag wurde er immer schwächer, am Montag Morgen schließlich fanden ABU-Mitarbeiter den Storch tot in der Voliere.
Dabei hatte sich der Storch zunächst etwas erholt. Das linke Bein, das sich der Vogel im Horst mit einer Schnur oberhalb des Intertarsalgelenkes abgeschnürt hatte, hatte der Tierarzt abgetrennt. Nach ein paar Tagen war er schon in eine der Volieren in der ABU -Geschäftsstelle umgezogen, hier wurde er weiter tierärztlich versorgt. Sicherlich hatte der lang anhaltende Prozess an dem abgeschnürten Bein und die damit verbundene Entzündung auch zu Organschäden geführt, die dann -verbunden mit der allgemeinen Schwäche des Tieres - therapeutisch nicht mehr beeinflusst werden konnten und zum Tod geführt haben.
Vermutlich hatten die Altvögel die Schnur, die dem Jungvogel zum Verhängnis wurde, in das Nest eingetragen, ob beim Nestbau oder mit dem Futter ist unklar. Der Fall hat uns wieder vor Augen geführt, wie gefährlich in der freien Landschaft herumliegende Schnüre und Netze sind. Sie stellen für viele Tiere eine tödliche Gefahr dar.

Kranker Jungstorch wurde geborgen

Das Schicksal meinte es nicht gut mit einem der beiden jungen Störche in der Disselmersch. Ein Faden hatte ein Bein oberhalb des Gelenks abgeschnürt und es starb ab. Jetzt, als das kerngesunde Geschwister erste Flüge unternahm, konnten Mitarbeiter der ABU am Freitag Abend den verletzten Storch bergen. Vorher bestand das Risiko, auch den gesunden Storch zu gefährden, wenn er bei einer Annäherung an den Horst herunter gesprungen wäre.
Die Rettungsaktion mit Hubwagen verlief gut. Der kranke Storch wurde gegriffen, der gesunde flog ab, drehte ein paar Runden und landete wieder auf dem Horst, wo ihn die Altvögel weiter füttern werden bis er völlig selbstständig ist. Gefilmt wurde das Geschehen von WDR-Reporter Heinrich Buttermann. Die Aktuelle Stunde auf WDR3 wird berichten.
Der verletzte Storch ist nun in der Obhut von Dr. Dieter Hegemann, erfahrener Tierarzt aus Soest und langjähriger ehrenamtlicher Mitarbeiter der ABU. Vielleicht hat der Jungstorch nach seiner Genesung die Chance, in einem Tierpark eine gute Unterkunft zu erhalten.
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Fischrettung in Esbeck

Gerettete Quappe (J. Drüke)Derzeit wird das Lippewehr bei Esbeck im Auftrag der Bezirksregierung Arnsberg abgerissen und durch eine Sohlrampe ersetzt. Für die Zeit des Umbaus musste die Lippe ihr Bett verlassen. Sie erhielt ein Umgehungsgerinne nördlich des Wehrs. In der rund 200 m langen Baugrube wird das Wasser abgepumpt, und weite Teile der Fluss-Sohle liegen nun trocken. ABU-Mitarbeiter holten in bislang drei Einsätzen die Fische aus den verbleibenden Kolken heraus, denn im Laufe der Arbeiten ist es erforderlich, auch diese wassergefüllten Löcher zu beseitigen. Mehr als 1100 Fische von 21 Arten wurden bisher gerettet und in die Lippe umgesetzt. Neben allgemein bekannten Fischen wie Aal, Forelle und Hecht waren auch seltene Arten vertreten, z.B. Bachneunauge, Bitterling, Elritze und Steinbeißer. Besonders freuten sich Dr. Margret Bunzel-Drüke, Matthias Scharf und Olaf Zimball über 54 Quappen. Diese Fischart ist in Nordrhein-Westfalen vom Aussterben bedroht. Nur in der Lippe zwischen Mantinghausen und Hamm-Uentrop gibt es noch einen relativ guten Bestand. Unter den 54 umgesetzten Quappen waren 41 Jungfische; im Jahr 2010 scheint der Fortpflanzungserfolg also sehr gut gewesen zu sein.

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