Nachrichten 2010

Nachrichten 2010

Weihnachten

Schon lange Tradition hat der ABU-Einsatz am Heiligabend. Diesmal schneitelten die ABU-Freiwilligen in der Klostermersch eine Kopfweide, bauten einen Zaun ab und fütterten die Rinder. Dabei entstanden auch einige Winterimpressionen aus der verschneiten Lippeaue.
Das ABU-Team wünscht allen Besucherinnen und Besuchern unserer Website ein ruhiges Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr.
Flutrinne in der Klostermersch. Foto: Joachim Drüke, 24.12.2010Steinbach und Auwald in der Klostermersch. Foto: Joachim Drüke, 24.12.2010.Wilde Karde und Schwarzdornbusch: typisch für die naturnahe Weidelandschaft in der Klostermersch. Foto: Joachim Drüke, 24.12.2010.Bei Schnee fallen typische Strukturen der naturnahen Weidelandschaft besonders auf. Im Hintergrund der von Schwarzerlen gesäumte Steinbach. Foto: Joachim Drüke, Klostermersch, 24.12.2010.Die dünnen Zweige einer gefällten Pappel sind eine willkommene Abwechslung im winterlichen Speiseplan der halbwilden Taurusrinder. Foto: Joachim Drüke, Klostermersch, 24.12.2010.



Fischsterben in der Möhne

Viele tote und sterbende Fische trieben gestern zwischen Sichtigvor und Allagen im Möhnefluss. Betroffen waren vor allem Forellen, Döbel, Hasel und Barben. Untere Wasserbehörde, ABU und Angler suchten den Fluss ab, um die Ursache zu finden. Entdeckt hatte die Misere ein Wasserkraftbetreiber in Allagen. Dr. Margret Bunzel-Drüke: „Das Ausmaß des Fischsterbens ist erschreckend, der in’s Wasser gelangte, bisher unbekannte Stoff muss ziemlich giftig sein. Bei Kälte und recht hohem Abfluss sind Fischsterben sehr ungewöhnlich.“. Die Suche nach der Ursache geht weiter.

Einige Opfer des Fischsterbens: Bachforellen und eine 40 bis 50 cm lange Barbe. Foto: Margret Bunzel-Drüke, 21.12.2010.

Wasser für die Aue

"Wasser für die Aue" ist das Motto einer Maßnahme, die im Rahmen des Projektes "Naturerlebnis Auenland" im Herbst dieses Jahres umgesetzt wurde. Ein unscheinbarer Graben, der Teile der Feldflur östlich von Vellinghausen, Gemeinde Welver, entwässert, speist nun wieder die Lippeaue im Gebiet "Im Winkel". Vor dieser Maßnahme verschwand sein Wasser in einem Entwässerungsgraben am Rand der Aue. Sie ging dadurch leer aus und trocknete im Frühjahr immer wieder viel zu rasch aus.
Mit einer innovativen, robusten Gewässerüberführung gelang es den Wasserfachleuten der ABU, eine Lösung für das Problem zu finden. Das Gebiet "Im Winkel" ist Teil der Disselmersch westlich von Lippborg.
Auen leben vom Wasser. In naturnahen Auen schaffen Hochwasser, Grundwasser und Niederschlag eine Vielfalt an Gewässern, wie sie größer kaum sein könnte. Teiche, zeitweise austrocknende Tümpel und Senken, ganzjährig sumpfige Senken am Rande der Aue, bei Hochwasser durchströmte Rinnen, vom Fluss abgeschnittene Altarme. In der Lippeaue ist die ABU seit über 30 Jahren aktiv, um Schritt für Schritt einiges der einstigen Vielfalt wieder aufleben zu lassen. Denn über viele Jahrzehnte, oft sogar seit Jahrhunderten wurden unsere Auen entwässert, Bäche und Flüsse begradigt und eingedeicht, um die Hochwasser soweit wie möglich von der Aue fern zu halten. So verschwand auch ein großer Teil der Artenvielfalt, der naturnahe Auen auszeichnet.
Der Entwässerungsgraben am Rand der Lippeaue, gesäumt von einzelnen Kopfweiden, wird nun von dem kleinen Gewässer gekreuzt. Es bringt nun mehr Wasser in die Aue. Bekassine, Wasserralle, Krickente und Co. finden nun bessere Bedingungen für Rast und Brut. Im kommenden Jahr wird in unmittelbarer Nachbarschaft eine Beobachtungshütte errichtet, die Einblicke in das kleine Naturparadies bietet. (Foto: Joachim Drüke, 18.12.2010)Das kleine Gewässer wurde über den tiefen Talentwässerungsgraben in die Aue geführt. (Foto: Joachim Drüke, 18.12.2010)Blick in die Aue. Im Vordergrund das kleine Gewässer, das über den tiefen Talentwässerungsgraben geführt wurde. (Foto: Joachim Drüke, 18.12.2010)

Tschüss Schabracke

Luca, gen. SchabrackeLuca im Kampf mit seinem NachfolgerLuca, genannt Schabracke, war viele Jahre unser Deckbulle in der Hellinghauser Mersch. Mit den Kühen dort hatte er viele schöne Kälber, die unserem Zuchtziel, dem Auerochsen schon recht nahe kommen. Sogar auf einer Nachbarweide sorgte er für Nachwuchs, indem er zuerst über einen doppelten Zaun und dann auf eine junge Kuh sprang, um nach wenigen Minuten zu seiner (unserer) Herde zurückzukehren. Der Eigentümer der Kuh sah es gelassen ("mal schauen, was dabei rauskommt"). Von seiner Mutter, einer italienischen Chianina Kuh, hatte er die Größe und Gelassenheit im Umgang mit den Menschen, von seinem Vater, einem Heck Bullen, die imposanten Hörner geerbt. Er war der einzige, der den Hinderniss-Test bestand (um einen Graben in großem Umweg herumgehen statt davorzustehen und dumm zu muhen, weil es nicht weitergeht). Einige meinten, man könne ihm eventuell Lesen und Schreiben beibringen. Bei Exkursionen brachte er die Besucher wegen seiner Größe zum Staunen und die Schätzungen seines Gewichts gingen bis etwa 1.400 Kg. Leider entzündete sich ein Huf, was trotz Behandlung immer schlimmer wurde, so dass er schließlich von seinem Leiden erlöst werden musste. Aber in seinem Nachwuchs bleibt er uns erhalten.

Illegale Greifvogelverfolgung

Greifvogelverfolgung-in-NRW Erkennen, Bekämpfen, Verhindern
Vogelschützer stellen Leitfaden mit Tipps für Bürger, Ermittlungsbeamte und Behörden vor

(Den Leitfaden können Sie in der Geschäftsstelle des Komitees gegen den Vogelmord bestellen (www.komitee.de) oder durch Klicken auf das Bild herunterladen.)
Düsseldorf –  Immer wieder werden in NRW Greifvögel geschossen, gefangen, vergiftet, ausgehorstet, Bruten gestört oder gar Brutplätze beseitigt, obwohl Greifvögel gesetzlich geschützt sind und ihre Verfolgung eigentlich längst der Vergangenheit angehören sollte. Und nicht in jedem Fall werden solche Vorfälle zur Anzeige gebracht. Um beteiligten Bürgern, Ermittlungsbeamten und Behörden eine Hilfe an die Hand zu geben, was im Falle illegaler Greifvogelverfolgung oder eines solchen Verdachtsfalles zu tun ist, haben das Komitee gegen den Vogelmord, die Nordrhein-Westfälische Ornithologengesellschaft (NWO), der Naturschutzbund NABU NRW jetzt mit Unterstützung des Umweltministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen gemeinsam einen Leitfaden mit ausführlichen Tipps und Hintergrundinformationen veröffentlicht.
„Viele Greifvogelarten sind in ihrem Bestand bedroht, unter anderem weil sie illegal gejagt werden“, sagte Umweltminister Johannes Remmel. „Nordrhein-Westfalen toleriert die Greifvogeljagd nicht. Polizei und Staatsanwaltschaft brauchen noch mehr Hinweise aus der Bevölkerung.“

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Hochwasser und Pferde

Große Hochwasser wie am Wochenende vom 13. auf den 14. November sind auch für die Pferde und Rinder in der Lippeaue eine nicht alltägliche Situation. Im Lauf der Jahre seit Beginn der Beweidung in der Klostermersch (1991) und der Hellinghauser Mersch (1994) haben sie allerdings mitbekommen, wo es bei Hochwasser noch trockene Plätze gibt und vor allem, wo noch frisches Gras zu weiden ist. Insbesondere die Koniks haben es sich angewöhnt, von Insel zu Insel zu schwimmen, um dort die letzten Reste abzugrasen. Erst danach geht es zu den Futterstellen, wo es das etwas weniger beliebte Heu gibt. Da einige Inseln versteckt liegen, werden die Tiere dort mit dem Boot aufgesucht, um sie zu kontrollieren und um etwas Heu vorbeizubringen, damit sie nicht zur Futterstelle schwimmen müssen. Offensichtlich macht das Suchen nach den letzten Grasresten den Rindern weniger Vergnügen, den sie tauchen immer sehr schnell an den Futterstellen auf und werden dort mit Heu gefüttert. Auch den kleinen Fohlen und Kälbern machen die Wanderungen über die überschwemmten Flächen nichts aus, denn sie können von Geburt an schwimmen und sind auch Kälte gewohnt.
Unsere Koniks auf einem kleinen Streifen LippeuferDas Heu schmeckt immer

Neuer Weißstorchhorst in den Ahsewiesen aufgebaut

In den Ahsewiesen wurde am vergangenen Freitag (5. November) ein zweiter Weißstorchhorst aufgebaut. Das Land NRW hat die Kosten hierfür übernommen.
Zwei Jahre lang hatte ein Storchenpaar in den Ahsewiesen gebrütet. Doch in diesem Jahr besetzte ein Nilganspaar den Horst, noch bevor die Störche aus dem Winterquartier zurück kamen. Nach wochenlangen Streitereien um den Horst gaben die Weißstörche den Versuch, den Horst zu erobern, auf und zogen in die Disselmersch um.
Nun besteht die Cance, dass beide - Weißstorch und Nilgans - friedlich nebeneinander brüten.
Weidenzweige werden in den Horst geflochten (C. Härting)Der Horst wird am Mast befestigt (C. Härting)Die ABU-Mannschaft wartet mit dem fertigen Storchenmasten auf den Greifer (B. Beckers)Zunächst wird der Träger in den Boden versenkt (B. Beckers)Mit einem Greifer wird der Mast aufgerichtet und an den Träger gehalten (B. Beckers)Die letzten Handgriffe: Der Mast wird am Träger befestigt. (B. Beckers)

Ausstellung der Biologischen Stationen im Landtag

Die Biologischen Stationen erhielten vor kurzem die Möglichkeit, in einer einwöchigen Ausstellung im Landtag über ihre Arbeit zu informieren. Der Dachverband der Biologischen Stationen stellte die Arbeit der Biologischen Stationen vor, fünf Biologische Stationen präsentierten sich mit dem Themenschwerpunkt Gewässer, so auch die Biologische Station der ABU.
Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg eröffnete die Ausstellung in einer gut besuchten kleinen Feierstunde. Er stellte die Bedeutung der Arbeit der Biologischen Stationen in NRW heraus. "Biologische Stationen sind für den Naturschutz in Nordrhein-Westfalen unverzichtbar!", so Eckhard Uhlenberg.
Auch der neue Umweltminister Johannes Remmel und der neue Vorsitzende des Umweltausschusses des Landtages, Friedhelm Ortgies, besuchten am ersten Tag die Ausstellung.
Eröffnung der Ausstellung durch Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg (P. Fasel)Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg und Vorsitzender des Dachverbandes Biologischer Stationen, Klaus Nottmeyer (P. Fasel)Eröffnung der Ausstellung im Landtag (P. Fasel)




Ausstellung der Biologischen Stationen im Landtag (P. Fasel)Präsentation der ABU in der Ausstellung im Landtag (P. Fasel)Präsentation des Dachverbandes Biologischer Stationen in der Ausstellung im Landtag (P. Fasel)

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