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Wir trauern um Doris Glimm

Doris Glimm (2008, L. Hauswirth)Doris Glimm (* 13 März 1939 in Seehausen/Altmark) aus Lippstadt-Hellinghausen ist am vergangenen Mittwoch in Folge eines Sturzes nach kurzem Aufenthalt im Krankenhaus verstorben.

Ihr Leben hat sie der Natur und ihrem Schutz gewidmet. In den 1960er Jahren begann eine kleine Gruppe von Vogelkundlern um Theodor Trendelkamp und Werner Prünte, Nester der seltenen Wiesenweihe und der Rohrweihe im Getreide zu suchen und durch Vereinbarungen mit den Landwirten vor dem Ausmähen zu bewahren. Dieser Aufgabe hat sie viele Jahre ihres Lebens verschrieben. Von 1974 bis 1992 führte sie diese Arbeit gemeinsam mit Werner Prünte federführend durch, rein ehrenamtlich und fast ohne organisatorische Unterstützung. Neben ihrer Arbeit in der Tierproduktion bei der Landwirtschaftskammer auf Haus Düsse verbrachte sie ihre gesamte Freizeit im Felde, dabei oft begleitet von ihrer Mutter. Damit legte sie einen Grundstein für den heutigen Schutz der Weihen und die Entwicklung des Vogelschutzgebietes Hellwegbörde.

 

Es lag ihr nicht, ihre Arbeit in der Öffentlichkeit darzustellen oder sich in Organisationen einzufügen. Das Wichtigste war für sie, in der Natur zu wirken und das Leben der Weihen zu retten. Es gelang ihr, über Jahre hinweg gute persönliche Kontakte zu den Landwirten und ihren Familien zu entwickeln und ein kleines Netzwerk von Helfern aufzubauen.

Ihre Liebe galt der Natur: „rausgehen muss man schon“. Der erste singende Zilpzalp zu ihrem Geburtstag im März, die nächtliche Suche nach Wachtelkönigen auf der Haar oder nach Feuersalamandern im Wald, „Leuchtnächte“ zum Anlocken von Nachfaltern, Schlafplatzansammlungen von Rotmilanen, Kornweihen über der winterlichen Feldflur... Das waren die Erlebnisse, die sie immer wieder mit Dankbarkeit erfüllten. Daneben bereicherten vielseitige Interessen an Wild und Wald, Fossilien und Mollusken und immer wieder Konzertbesuche ihr Leben. Ohne eigene Familie pflegte sie gute Beziehungen zu ihren Freunden und war besonders Kindern ausgesprochen zugewandt.

Die Arbeit der ABU hat sie konstruktiv begleitet. Über die Jahre hat sie ehrenamtlich an vielen Kartierungen von Kiebitzen, Rotmilanen, Weihen und anderen mitgewirkt. Sie war ein Bindeglied zwischen den Naturschützer-Generationen. Leider blieb ihr keine Zeit, ihre vielen Interessen weiter zu verfolgen und Vorhaben zu Ende zu bringen.

Ralf Joest, Luise Hauswirth

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