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Kiebitzschutz im Kreis Soest 2017 – Kreis, ABU und WLV ziehen Bilanz

Geschafft! Diese vier kleinen Kiebitzküken sind dank der Schutzmaßnahme geschlüpft. (Foto: C. Härting)Im Kreis Soest arbeiten die Untere Naturschutzbehörde, die Biologische Station Soest der ABU, der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband, die Landwirtschaftskammer und die Landwirte zusammen, um die Bruten der Kiebitze zu schützen. Sie ziehen eine positive Bilanz der Schutzbemühungen in diesem Frühjahr, mit denen der langjährige Abwärtstrend der Bestände brütender Kiebitze gestoppt werden soll.

Hauptgrund für diesen Rückgang ist zu wenig Nachwuchs. Da die meisten Kiebitze auf noch nicht bestellten Äckern brüten, besteht die Gefahr, dass Nester bei der Feldbestellung unabsichtlich zerstört werden.

Ab Ende März wurden Gebiete mit größeren Kiebitzvorkommen von Mitarbeitern der ABU abgesucht und Hinweisen von Landwirten und Naturschützern auf Bruten nachgegangen. Wo Kiebitze sich zur Brut ansiedeln wollten, wurden die Landwirte direkt angesprochen und Schutzmaßnahmen vereinbart. Insgesamt 40 angesprochene Landwirte waren alle zum Schutz der Kiebitzgelege bereit. Die Nester wurden mit Markierungsstäben versehen. Diese wurden mit einigen Metern Abstand vom Nest angebracht, um keine Feinde anzulocken. Dadurch konnte der Landwirt die Nester bei der Feldbestellung gut erkennen und von der Bearbeitung aussparen. Eine kleine Maßnahme mit großer Wirkung.

 Gelege einen Kiebitzes - gut getarnt und kaum zu finden auf einem Acker (Foto: C. Härting)Die Gelege von zwei Kiebitzen sind markiert - der Landwirt spart den markierten Bereich bei der Bewirtschaftung aus. So kann das Gelege geschützt werden. Die Altvögel lassen sich von den Stöcken nicht stören. (Foto: C. Härting)Brütender Kiebitz auf einem bearbeiteten Acker (Foto: B. Beckers)Dieses Kiebitzküken ist schon recht groß (Foto: B. Beckers)

In einigen Fällen haben die Landwirte selbst die Markierung vorgenommen. Insgesamt wurden 63 Nester auf 24 Flächen markiert. Aufgrund der trocken-kühlen Witterung im Frühjahr schritten nicht bei allen zuvor angesprochenen Landwirten die Kiebitze zur Brut. Aus rund der Hälfte der markierten Nester sind Jungtiere geschlüpft. Die Verlustursachen der anderen Nester konnten nicht ermittelt werden, Beutegreifer wie Füchse könnten hier aber eine Rolle spielen. In zwei Fällen haben Landwirte sogenannte „Feldvogelinseln“ eingerichtet. Das sind 0,5 bis 1 Hektar große Flächen in den Feldern, die unbewirtschaftet bleiben. Sie ermöglichen Kiebitz, Feldlerche und anderen Arten ein störungsfreies Brutgeschäft und eine attraktive Nahrungs- und Aufzuchtfläche. Außerdem fanden mehrere Bruten auf sonstigen Vertragsnaturschutzflächen statt. Die Bemühungen der Vorjahre wirken also nach und zahlen sich aus! Durch die Schutzmaßnahmen konnte ein wichtiger Anteil von Kiebitzbruten auf noch nicht bestellten Ackerflächen geschützt werden. Außerdem wurde auch ein guter Kontakt zu den Landwirten hergestellt – eine solide Basis für weitere gemeinsame Schutzbemühungen von Landwirtschaft und Naturschutz für den Kiebitz!

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