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Trockene Feuchtgebiete

Seit 1997 wird am 2. Februar weltweit der Tag der Feuchtgebiete begangen. Ihr Schutz ist wichtig, weil sie weltweit Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiete für Wat- und Wasservögel sind. Als Feuchtgebiete bezeichnet man Sümpfe, Moore, Feuchtwiesen und die Auen entlang der Bäche und Flüsse. Die Tiere und Pflanzen dieser Gebiete sind speziell an die Wasserverhältnisse dort angepasst.

Im Kreis Soest sind die Lippeaue, die Ahsewiesen südlich von Hultrop sowie der Stockheimer Bruch bei Geseke die größten Feuchtgebiete. Seit vielen Jahren kümmert sich die ABU um sie und hat sie wieder zu wertvollen Lebensräumen für viele Tier- und Pflanzenarten gemacht.

Doch seit Monaten haben die Feuchtgebiete im Kreis Soest ein Problem: Es fehlt das Wasser! Während es im Frühjahr 2016 noch ausreichend regnete, war die zweite Jahreshälfte viel zu trocken. Dadurch fehlten monatelang Flachwasserbereiche für rastende Wintervögel und Durchzügler, viele Teiche und normalerweise Wasser führende Gräben fielen trocken. Auch die kleinen Moore im Kreis Soest, wie der Muckenbruch bei Bad Westernkotten oder die Olle Wiese bei Stirpe, litten unter der Trockenheit. Weil seit dem Spätherbst die Vegetation kaum noch Wasser verdunstet, haben die wenigen Regenfälle die ein oder andere Senke inzwischen wieder etwas gefüllt, wie zum Beispiel in der Disselmersch. Doch das Niederschlagsdefizit ist immer noch enorm, denn auch der Januar 2017 brachte weniger Regen als normal.

Der Erleytalgraben in den Ahsewiesen wurde im Zuge eines LIFE-Projektes schon vor 15 Jahren mit Erdblöcken verschlossen. Anhaltend regenarme Monate seit Juli 2016 ließen ihn nahezu völlig austrocknen. Das Bild stammt aus dem Oktober 2016. (Foto: J. Drüke)Im September 2016 war in der Disselmersch das große Gewässer an der Beobachtungshütte erstmals ausgetrocknet. (Foto: J. Drüke)

 

Noch ist Winter, doch schon bald kehren die ersten Brutvögel aus ihrem Winterquartier zurück. Bereits in der zweiten Februarhälfte können wir unsere Brachvögel und Weißstörche zurück erwarten. Auch die Kiebitze „stehen in den Startlöchern“. Im Februar wandern auch die ersten Amphibien zu ihren Laichgewässern. Die ersten Kraniche sind über den Kreis Soest gezogen.

Die Naturschützer der ABU machen auf ein Problem aufmerksam, das viele Feuchtgebiete unabhängig vom Wettergeschehen haben: Oft sind sie vom Umland abgeschnitten, weil das Niederschlags- und Grundwasser durch Entwässerungsgräben abgeleitet wird und so die Feuchtgebiete gar nicht mehr erreicht. Das lässt sie noch schneller austrocknen, wenn Regen fehlt. Joachim Drüke, Vorsitzender der ABU: „Wir haben im letzten Jahr ein Projekt gesartet, mit dem wir untersuchen, wo und wie wir dieses Problem lindern können. Erste Maßnahmen werden wir schon bald in Angriff nehmen."

Und natürlich ist zu hoffen, dass ergiebige Regenfälle die Trockenheit möglichst bald beendet.

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