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Projekt des Monats im Integrierten LIFE-Projekt Sandlandschaften

Knoblauchkröte (L. Hauswirth)Förderung und Entwicklung von Lebensräumen für die Knoblauchkröte in der Lippeaue
Schon in den 80er Jahren haben sich die jungen „Aktivisten“ der Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz am Brandscherenteich bei Bad Waldliesborn des Samstags zu einer umfangreichen Entschlammungsaktion im Handbetrieb zusammengefunden. Der große künstliche Teich liegt in der Nähe der Glenne inmitten eines Sanddünenfeldes am auslaufenden Sennezug. Nicht auszuschließen, dass es dem ein oder anderen Helfer nicht bloß um die Verbesserung der Lebensräume heimischer Amphibien ging, sondern auch, um die zu erwartende abschließenden Schlammschlacht nicht zu verpassen. Für diesen Zweck hatten unsere Mütter eine extra Kleiderkiste mit den schäbigsten Teilen vorgehalten. Der ehemalige Feuerlöschteich an der Alten Schule war unter Naturschützern schon lange als wertvoller Lebensraum seltener Pflanzen- und Tierarten wie das Sumpfblutauge und die Knoblauchkröte bekannt.

35 Jahre später spielt diese Art wieder eine Rolle bei der Arbeit der ABU: Mittlerweile wird die Knoblauchkröte sogar europaweit als so selten eingeschätzt, dass sie als Anhang IV-Art der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie besonderen Schutz genießt und mit erheblichen finanziellen und logistischen Aufwand wieder aus dieser prekären Lage herausgebracht werden soll. Obwohl der Kreis Soest nur kleinräumig über „Sandlandschaften“ verfügt, hat sich die Biologische Station – ABU und der Kreis Soest 2015 angesichts des Vorkommens der Knoblauchkröte für eine Teilnahme an einem integrierten LIFE-Projekt „Sandlandschaften“ der EU beworben und ist nun in der Lage über dieses großräumige Projekt auch Amphibienarten mit Biotop gestaltenden und Population stützenden Maßnahmen zu fördern.

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Ein Dackelfresser-Wels

ist das noch nicht, aber wenn er noch ein bisschen wächst, kann er auch Dackel am Wasser packen. Er ist jedenfalls mit 119 cm der größte Wels, den wir jemals gefangen haben. Die große Lippebefischung von der Quelle bei Paderborn bis zur Mündung in den Rhein bei Wesel hat wieder begonnen. Und neben zwei anderen Elektrofischereiteams ist auch das Team der ABU wieder dabei. Der Wels wurde im Rahmen dieser Fischuntersuchung in der Lippe bei Hamm von uns gefangen. Wie viele tausend andere Fische wurde er vermessen und wieder in die Lippe zurückgesetzt. Über 90 % der gefangene Fische sind allerdings kleiner als 10 cm. Die Untersuchung soll klären, welche Fischarten wo in der Lippe vorkommen und sich vermehren und welche Gewässerstrukturen und Eigenschaften damit in Zusammenhang stehen.

 Kleinere Wasservögel kann solch ein Wels sicherlich packen (M. Scharf) 119 cm ist schon ein gutes Maß für Welse (M.Scharf) Auch die Rinder interessieren sich für die Lippe (M. Scharf)

ABU Kindergruppe auf Fledermausjagd

Einer der schönsten Orte für die Fledermausbeobachtung im Kreis ist das alte Wehr bei Benninghausen. Drei Lippearme mit viel Wasser und jede Menge Insekten von den angrenzenden Rinderweiden locken die Fledermäse an. Und sich bei Dunkelheit bei den vielen kleinen Trampelpfaden über die Inseln zwischen den Lippearmen zurecht zu finden, ist ein kleines Abenteuer. Mit Dr. Vierhaus als Fledermausexperten zog daher die Kindergruppe entlang der Lippearme, um dort Fledermäuse zu suchen. Mit dem Bat-Detector waren dort auch unterschiedliche Arten zu hören. Im Licht der Taschenlampen waren sie auch je nach Art direkt über dem Wasser oder hoch über uns zu beobachten. Zwergfledermaus, Abendsegler und Wasserfledermaus waren in etlichen Exemplaren zu sehen und zu hören.

In der Dunkelheit ist der Weg über die Lippearme nicht ganz einfach. Eine alte Kanuschleuse versperrt den Weg.(M. Scharf) Mit dem Bat Detector kann man die Fledermäuse hören. (M. Scharf)Mit etwas Geschick und starken Taschenlampen kann man den Flug der Fledermäuse über dem Wasser verfolgen. (M. Scharf)Eine von Dr. Vierhaus gepflegte Zwergfledermaus war auch dabei. (M. Scharf)

"Frische" Blänke für die Ahsewiesen

In den letzten Tagen fanden wieder Optimierungsarbeiten in den Ahsewiesen statt. Ein Bagger arbeitete im Kernbereich des Gebietes, Dumper transportierten Boden. Wozu? Nach über 25 Jahren sind einige der früher einmal angelegten Blänken - flache Geländemulden, in denen bis in den Sommer Wasser steht - "gealtert", sie sind stark zugewachsen und für die Vögel kaum noch nutzbar. Wie bereits in den Vorjahren an anderen Stellen wurde jetzt wieder eine 1990/1991 angelegte Blänke in einen "frischen" Zustand gebracht. Die Grasnarbe wurde abgezogen und die Ufer abgeflacht, damit sie ggfs. gut gemäht werden können. Zuvor wurden Vorkommen einer bemerkenswerten Pflanzenart entnommen und an eine andere Stelle im Gebiet eingepflanzt. Mit den ersten stärkeren Niederschlägen wird sich die Blänke mit Wasser füllen. Die vegetationsarme Wasserfläche kann im nächsten Frühjahr wieder von Vögeln wie dem Großen Brachvogel oder Kiebitz gut genutzt werden.

Diese über 25 Jahre alte Blänke war stark zugewachsen (Foto: B. Beckers)Eine bemerkenswerte Pflanzenart wird umgepflanzt. (Foto: B. Beckers)Die Blänke nach der Maßnahme (Foto: B. Beckers)

Weihen-Brutsaison 2018

Erneut verminderte sich der Brutbestand der Wiesenweihe in den Hellwegbörden, nun auf nur noch 16 Brutpaare in diesem Jahr. Damit lag er in den letzten vier Jahren jeweils unter 21 Brutpaaren. Vier der Erstbrutplätze lagen im Jahr 2018 außerhalb der Abgrenzung des EU-Vogelschutzgebietes (VSG) Hellwegbörde, allein drei westlich von Salzkotten.
Wie in den beiden Vorjahren brütete ein Wiesenweihenpaar weit nördlich des gewöhnlichen Brutareals bei Schachtrup. Auffällig ist die Ausdünnung des Brutbestandes im westlichen VSG Hellwegbörde: nur noch fünf Paare brüteten zwischen Schwefe und Erwitte.

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Erfolgreicher Kiebitzschutz

Erfolgreicher Schutz: Kiebitzküken im Kreis Soest (Foto: C. Härting)In diesem Frühjahr waren im März noch ungewöhnlich viele rastende Kiebitze in den Feldfluren im Kreis Soest zu sehen. Durch den späten Wintereinbruch legten viele Zugvögel eine Rast ein und warteten auf bessere Witterung. Mit dem einsetzenden Frühling zogen die meisten Vögel weiter in ihre östlichen und nördlichen Brutgebiete.
Die meisten Kiebitze brüten bei uns auf noch nicht bestellten Äckern. Sie beginnen mit der Brut Ende März. Daher besteht die Gefahr, dass Nester bei der Feldbestellung unabsichtlich zerstört werden. Um Abhilfe zu schaffen arbeiten seit einigen Jahren die Landwirte, der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband, die Landwirtschaftskammer, die Untere Naturschutzbehörde und die Biologische Station der ABU zusammen, um die Bruten der Kiebitze zu schützen. Für dieses Jahr ziehen sie eine positive Bilanz der Schutzbemühungen, mit denen der langjährige Abwärtstrend der Bestände brütender Kiebitze gestoppt werden soll.

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Das Ende eines Baumriesen

Die stattliche, das Ortsbild von Bad Sassendorf prägende Eiche auf dem Jahnplatz gibt es nicht mehr! Ein mächtiger Ast war aus ihrer Krone herausgebrochen, was vor dem Hintergrund der Verkehrssicherung Anlass zur Sorge gab. Ein Baumgutachter wurde hinzugezogen, der zu dem Schluss kam, entweder das Astwerk des Baumes um 30% "zurück zu sägen" oder - noch besser- den Baum gleich ganz zu fällen. Da die Eiche ein Naturdenkmal war, wurde die ABU von der Naturschutzbehörde des Kreises gefragt, ob sie die Fällung des Baumes akzeptieren könnte. Wir sprachen uns jedoch für die "baumchirurgische" Maßnahme aus, schlugen aber vor, dass falls der Baum doch sein Leben lässt, wenigstens ein Stück des mächtigen Stammes erhalten werden sollte. Inzwischen steht der Baum nicht mehr. Und auch wenn viele hohle Eichen noch Jahrzehnte und mehr in naturnahen Wäldern ohne zu wanken stehen, war die Fällung des Baumes im belebten Herzen Bad Sassendorfs wohl nicht zu vermeiden (H. Vierhaus).

Noch steht die mächtige Eiche auf Bad Sassendorfs Jahnplatz. Die Wunde am Stamm ist zu sehen (H. Vierhaus)Das endgültige Ende der Eiche ist abzusehen (H. Vierhaus)Noch in mehr als 5m Höhe hat der Stamm noch einen Durchmesser von über einem Meter. Die Jahresringe sprechen für ein Alter von fast 200 Jahren (H. Vierhaus)Diese hohle Eiche im Urwald Sababurg (Reinhardswald) denkt nicht daran umzufallen (H. Vierhaus)

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