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Zwerggänse rasten in der Disselmersch - eine kleine Sensation

Zwerggänse (Foto: B. Beckers)Ausgewilderte junge Zwerggänse im schwedischen Fjäll im Juli 2017. Mehrere Vögel auf dem Foto rasten jetzt in der Disselmersch. (Foto: Kees Koffijberg)Seit einigen Tagen hält sich eine Gruppe von 24 jungen Zwerggänsen in der Disselmersch auf. Die Disselmersch ist ein Lippeauenabschnitt westlich von Lippborg, in dem sich die NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege zusammen mit der ABU seit vielen Jahren engagiert. Zwerggänse sind noch nie vorher in der Lippeaue beobachtet worden. Da die Gänse auffällige Ringe tragen, ist bekannt, dass sie aus einem schwedischen Artenschutzprojekt stammen. Auf dem langen Weg von Nordschweden bis ins Überwinterungsgebiet legen die Gänse immer wieder Stopps an geeigneten Rastplätzen ein. Dieses Jahr trägt auch die Disselmersch als Rastplatz zum Gelingen des schwedischen Artenschutzprojektes bei. Vielleicht entwickelt sich in den nächsten Jahren ein Traditionsrastplatz.

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Ausgefischt

Mit einer letzten Nachtbefischung der Lippe bei Hamm - Dolberg ist die große Lippebefischung für dieses Jahr zu Ende gegangen. Wir haben die Lippe von der Quelle bei Lippspringe bis zur Mündung bei Wesel zusammen mit zwei anderen Teams in über 80 Untersuchungsstrecken von je 200 Metern befischt und eine Menge interessanter Ergebnisse über ihre Fischfauna bekommen. So sind mehrere Grundelarten bereits bei Hamm in der Lippe zu finden und werden vermutlich auch in den Kreis Soest weiterwandern. Marmorgrundel, Schwarzmaulgrundel und Kesslergrundel sind über den Rhein-Main Donaukanal aus der Donau in die Lippe gelangt und verdrängen vermutlich Groppe und Schmerle. Eine andere invasive Art, der nordamerikanische Sonnenbarsch, ist wieder aus der Lippe verschwunden. In vielen Abschnitten finden sich Quappen, die vermutlich durch Renaturierung und Wiederansiedlung gestützt, in der Lippe relativ regelmäßig zu finden sind. Auch auf die im Sand lebenden Steinbeißer hat sich die Renturierung positiv ausgewirkt. Sie finden sich in vielen flach überströmten Sandbereichen. etc. (M. Scharf)

Stachelgroppe (M. Scharf)nach Hause (M. Scharf)

Reichen die Singflüge der Feldlerche in die Höhe der Rotorblätter moderner Windenergieanlagen?

Hohe Tötungszahlen von Feldlerchen, die in den letzten Jahren in einigen europäischen Windparks durch systematische Schlagopfersuchen unter Windenergieanlagen festgestellt wurden, veranlassten mich, die Dauer und Höhe von Singflügen der Feldlerche mit einer Stoppuhr und mit einem Fernglas, das mittels Lasertechnik auf etwa 1 m genaue Entfernungsangaben in einem Abstandsbereich von maximal etwa 500 liefert, zu ermitteln. Vom 18. Juni bis zum 21. Juli 2017 erfasste ich an einem Dutzend Stellen in der Hellwegregion lotrecht die maximalen Flughöhen von Feldlerchen beim Singflug: der Mittelwert von 22 Messungen (von mindestens 15 unterschiedlichen Männchen) betrug 171 m, bei einer Spanne von 60 bis 315 m.

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Pflegearbeiten in den Ahsewiesen starten

Diese durchgewachsenen Kopfweiden drohen auseinanderzubrechen. Sie werden sukzessive zurückgeschnitten. (Foto: B. Beckers)

Am Mittwoch und Donnerstag (18./19.10.) werden in den Ahsewiesen einige Gehölzpflegearbeiten auf den Landesflächen vorgenommen. Zum einen werden einige durchgewachsene Kopfweiden zurückgeschnitten. Sie sind so groß geworden, dass regelmäßig Äste abbrechen. Mit dem Rückschnitt wird verhindert, dass sie auseinanderbrechen.

Als zweite Maßnahmen werden an einem Graben einige rund 15 Jahre alte Weiden entnommen. Sie sind aus angeflogenem Samen gewachsen und mittlerweile so groß, dass sie die angrenzenden Flächen zu sehr kammern. Die Weiden stehen im Lebensraum des Großen Brachvogels. Der Große Brachvogel besiedelt vorrangig Räume, in denen er ausreichend Abstand von hohen Bäumen halten kann. Würden die Bäume weiter wachsen würden sie den Lebensraum des Großen Brachvogels schmälern.

Schlechte Obsternte auf der Obstwiese bei Schallern

In der Nähe von Schallern betreut die ABU eine kleine Obstwiese, auf der wir vor etwa 30 Jahren mehrere Dutzend Obstbäume gepflanzt hatten. Die Bezirksregierung Arnsberg hat die Wiese vor einigen Jahren erworben und uns die Betreuung übertragen. Wie jedes Jahr war die ABU Kindergruppe dort, um Äpfel zu pflücken und daraus Bratäpfel zu machen. Da aber ein Spätfrost viele Obstblüten zerstört hatte, fanden sich nur zwei Bäume mit reichlicher Ernte. Mit Zimt gefüllt und im Feuer gegart schmeckten sie wunderbar. Und zwei Kisten Äpfel für die Rinder der ABU fielen auch noch an. (M. Scharf)

Garende Äpfel im Feuer (M. Scharf)Apfelpicknick zwischen den Bäumen (M. Scharf)Die Kinder fangen das gepflückte Obst (M. Scharf)

Die grosse Lippe-Befischung 2017/2018

Von der Quelle bei Bad Lippspringe bis zur Mündung in Wesel soll die Fischfauna der Lippe umfassend untersucht werden. Auftraggeber ist der Landesfischereiverband Westfalen und Lippe, der etwa 500 Anglervereine vertritt. Die Untersuchung soll Vorkommen und Häufigkeit der Fischarten der Lippe in Abhängigkeit von Naturnähe und anderen Faktoren in den einzelnen Probestrecken ermitteln. Dazu sind in der gesamten Lippe mehr als 60 jeweils 200 Meter lange Probestrecken verteilt, in denen durch Elektrobefischung die Fische gefangen und nach Art und Länge erfasst werden. Drei Teams teilen sich diese Aufgabe, wobei ein Team durch die ABU gestellt wird. Die ersten Ergebnisse zeigen neue Perspektiven und werfen viele Fragen auf; die Auswertung wird spannend! (M. Scharf)

Eine schön gezeichnete große Forelle, die als Meerforelle möglicherweise von der Küste gekommen ist. (M. Scharf)Eine in einer Nachtbefischung gefangene Barbe. Ihre Barteln zeugen deutlich von ihrer Lebensweise als Bodenfisch. (M. Scharf)Mit voller Kraft zur nächsten Probestelle. (M. Scharf)Nachts können mehr Fische als tagsüber gefangen werden. Allerdings sind Nachtbefischungen auch aufwändiger. (M. Scharf)Ein großer Wels, gefangen bei Haus Vogelsang im Kreis Recklinghausen. (M. Scharf)

Schleiereule in "Unkrauthirse" gefangen

Am 22.9.2017 wurde uns eine Schleiereule gemeldet, die sich am Rande eines Maisfeldes in einem dichten Bestand eines klettenartigen Grases verfangen hatte. Der Vogel konnte sich selber nicht befreien und hat sich bei dem Versuch immer mehr in den klettigen Ähren verfangen. Er konnte vor Ort nur rausgeschnitten werden und das Gefieder dann in mühseliger Kleinarbeit gesäubert werden. Nach kurzer Pflegezeit konnte die Eule inzwischen wieder frei gelassen werden. Bei der Pflanze handelte es sich um Setaria verticillata, eine von mehrenen Hirsearten, die als Neophyten und so genannte Unkrauthirsen in Maisfeldern vermehrt bei uns auftauchen. Laut einer Fachbroschüre eines großen Pflanzenschutzmittelherstellers und weiterer Quellen ist im Zuge des intensiven Maisanbaus und klimatischer Veränderungen mit einer Ausweitung dieses Problems zu rechnen (Ralf Joest). 

In einem Hirsebestand gefangene Schleiereule (A. Herber)

Die Eule konnte nur mit Mühe befreit werden (A. Herber)

 

 

 

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