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Bericht über die Jahreshauptversammlung 2018

Der Vorsitzende der ABU, Joachim Drüke, eröffnete am 23.03.2018 um 19.35 Uhr die diesjährige Jahreshauptversammlung. Der Saal in der Lohner Mühle, Sitz des Vereins mit der Biologischen Station Soest, war mit 70 Mitgliedern und Gästen wieder voll besetzt.

Bericht des Vorsitzenden

Joachim Drüke berichtete über das abgelaufene Geschäftsjahr. Der Vorstand tagte 9-mal. Christian Härting ist aus dem erweiterten Vorstand ausgeschieden und hat eine Teilzeitstelle im hauptamtlichen Team der ABU angetreten. Die Herbstversammlung war sehr gut besucht. Das öffentliche Exkursions- und Vortragsprogramm traf auf breites Interesse.

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Frische Spuren für die Unken

Auf dem Kleiberg bei Büecke (ehemaliger Truppenübungsplatz) befindet sich eines der letzten Vorkommen der bedrohten Gelbbauchunke im Kreis Soest. Die Art hat sich auf temporäre Kleingewässer spezialisiert und laicht nur hier ab – größere Gewässer mit anderen Amphibienarten meidet sie. Auf dem Kleiberg entstanden solche Kleingewässer durch die militärischer Nutzung: Panzer und andere schwere Fahrzeuge schufen regelmäßig verdichtete Fahrspuren, wo sich das Wasser für die kurze Aufzuchtzeit der Unken sammelte. Die Spuren müssen regelmäßig neu verdichtet werden um Wasser zu halten. Nachdem die militärische Nutzung vor Jahren aufgegeben wurde, müssen die Fahrspuren heute im Naturschutzgebiet mit anderen schweren Fahrzeugen nachgefahren werden. Am vergangenen Montag (26. März) vor Beginn der Laichzeit stand diese Aktion an: Zwei große und schwere Traktoren eines Lohnunternehmers waren auf dem Kleiberg einen halben Tag lang unterwegs und fuhren die Spuren auf einem Teilbereich des Gebietes nach. Für die Unken ist nun alles hergerichtet! (C. Härting & M. Scharf)

Zwei schwere Traktoren fahren die Spuren nach (Foto: M. Scharf)Traktor fährt in die matschige Fahrspur (Foto: M. Scharf)Dabei verdichtet er die Fahrspur, so dass sich hier Wasser sammeln kann (Foto: M. Scharf)Die Unken wandern erst in einigen Wochen in ihre Gewässer zurück (Foto: M. Scharf)

Fischbesenderung an der Lippe bei Wesel

Unter Federführung des Landesfischereiverbandes NRW half ein Team der ABU 75 Fische der Lippe mit Sendern zu versehen, um ihre Wanderung zu untersuchen. Wie für Lachse gemeinhin bekannt, unternehmen viele Fischarten Wanderungen, um z.B. geeignete Laichplätze zu suchen. Während es für Vögel schon seit längerem leistungsfähige Sender gibt, ist es bei den Fischen viel schwieriger. Da Radiowellen im Wasser nicht zur Übertragung geeignet sind, wurden vor kurzem akustische Sender entwickelt. Sie geben wie das Sonar von U-Booten kurze "Pings" ab, die von akustischen Empfängern in Unterwasser-Receivern individuell erkannt werden. Solche Receiver brachte der Landesfischereiverband an verschiedene Punkten insbesonderen bei Wanderungshindernissen in der Lippe an.

Bei Wesel sammeln sich oft größere und für eine Besenderung geeignete Fische vor einer Stromschnelle. Die Elektrofischer der ABU und von zwei weiteren Teams hatten hier den Auftrag, geeignete Fische aus dem Fluss zu holen. Gefangen wurden für die Besenderung Döbel, Nase und Barbe, außerdem aber noch Brachsen, Aland, Bitterling, ein großer Wels, Schmerle, Stichling und viele weitere Arten. Und als Besonderheit zwei fischähnliche Kreaturen: Flussneunaugen. Sie gehören nicht wie die Fische zu den Wirbeltieren, sondern zu den Chordatieren, die noch keine feste Wirbelsäule entwickelt haben. Sie leben allerdings von Wirbeltieren, indem sie sich an Fischen festsaugen, die Haut aufraspeln und ihr Blut trinken.

Mit einem minimalinvasivem Schnitt wurden bei 75 Exemplaren die Sender unter der Haut plaziert. Wir sind gespannt, wo sie demnächst von den Receivern gemeldet werden. (M.Scharf)

Basislager (M. Scharf)Einsatz auf der Lippe (M. Scharf)Drei Teams, drei Boote (M.Scharf)Barbe (M. Scharf)Brachsen (M. Scharf)Flussneunauge (M. Scharf)Flussneunauge Saugmaul (M. Scharf)Schnitt (M. Scharf)Der Sender wird implantiert. (M. Scharf)Vernähen des Einschnittes beim Neunauge (M. Scharf)

Achtung Kiebitzbruten!

Der Kiebitz ist einer der ersten Heimkehrer unserer Feldvögel. Die landesweite Entwicklung der Brutbestände ist besorgniserregend und so hat der sich der Bestand in ganz Europa innerhalb von knapp 30 Jahren halbiert. Im Kreis Soest arbeiten Landwirte und Naturschützer zusammen für den Schutz der Art. Die Nester der Bodenbrüter sind bei der nun bald anstehenden Bodenbearbeitung gefährdet. Werden die Nester vorher mit Stäben kenntlich gemacht, kann der Landwirt die Nester aussparen und somit schützen – eine einfache und effektive Maßnahme! Auch in diesem Frühjahr möchten wir wieder möglichst viele Nester schützen.

Falls Sie balzende oder sogar schon brütende Kiebitze auf Ackerflächen beobachten, bitten wir die Beobachtung möglichst schnell an die ABU Mitarbeiter Christian Härting und Natalia Jaworski mit Angabe des Ortes weiterzuleiten: c.haerting@abu-naturschutz.de, mobil: 0151-57989876 / n.jaworski@abu-naturschutz.de, mobil: 0178-1566956

Ein Info-Blatt zum Kiebitzschutz steht HIER zur Verfügung.

Wer mehr über den Kiebitz erfahren möchte, kann sich auf der neuen Themenseite zum Kiebitz informieren.

Typischer Brutplatz des Kiebitz: ein Stoppelacker Ende März (C. Härting).Werden die Nester mit Markierungsstäben versehen, kann der Landwirt sie bei der Bodenbearbeitung aussparen und so erfolgreich schützen (C. Härting)

Internationale Wiesenweihen-Tagung auf Öland, Dezember 2017

Am 13. und 14. September 2017 trafen sich auf Einladung von Susanne Forslund von der schwedischen Naturschutzverwaltung in Kalmar Wiesenweihen-Experten aus mehreren europäischen Ländern zu einem fachlichen Austausch auf der Insel Öland. Nun stehen die englischsprachigen Vortragsfolien von 13 Beiträgen über Ökologie und Schutz der Wiesenweihe als Download (hier) zur Verfügung. Darunter ist auch mein Beitrag, der Ergebnisse aus Deutschland und Westfalen vorstellt (Download hier). Ein weiterer deutscher Beitrag behandelte die Lage in Schleswig-Holstein (Download hier).

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Die ersten Fohlen und Kälber trotzen der Winterkälte

Auf dem ehemaligen Militärplatz bei Büecke in der Nähe von Soest ist in der großen Kälte Ende Februar das erste Fohlen geboren worden. Ohne sich von der Kälte beeindrucken zu lassen, übt es bereits seine ersten Sprünge, bleibt dabei aber immer bei der Mutter. Vom zentralen Aussichtshügel sind die beiden oft zusammen mit der Herde zu sehen. Auch in der Lippeaue bei den Wildrindern gibt es bereits Nachwuchs. Ein warmes Plätzchen für die erst wenige Tage alten Kälber findet sich meist im Heu. (M. Scharf)

Fohlen mit Mutter (M. Scharf)Fohlen trinkt bei seiner Mutter (M. Scharf)Kalb im Heu (M. Scharf)

Inventur der Vogelwelt in Nordrhein-Westfalen

Bekassine (Foto ABU_Archiv)Die Nordrhein-Westfälische Ornithologengesellschaft (NWO) und das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) haben soeben die neue Rote Liste der Brutvogelarten und der wandernden Vogelarten in NRW vorgestellt. Die Roten Listen spiegeln Status und Bestandsentwicklung der Vögel wider und sind unverzichtbare Informationen für Planungsverfahren und die Naturschutzpraxis. Sie zu erstellen verlangte einen großen Einsatz amtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LANUV-Vogelschutzwarte sowie hunderter ehrenamtlicher Vogelkundler -innen der NWO. Die Ergebnisse zeigen Licht und Schatten:

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