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Endlich mal wieder ein Klodeckel

Jeder weiss, was ein Klodeckel ist - benutzen wir ihn doch täglich. Aber nur die Angler wissen wirklich, was ein Klodeckel ist. Nämlich ein Brachsen, dessen Proportionen einem Klodeckel (flach und rund) ähnlich ist. So entstand diese despektierliche Bezeichung für einen schönen Fisch, der nicht selten ist, aber von uns selten gefangen wird. In der Lippe fangen wir regelmäßig Brachsen. Allerdings nur bis etwa 10 cm. Die Großen sind einfach zu schlau und zu scheu, um unserem Elektrofischereigerät in den Kescher zu gehen. Bis wir jetzt erstmals seit etlichen  Jahren in der Ahse bei Dinker das große Exemplar fangen konnten. Damit war der Beweis erbracht, dass die kleinen  Brachsen nicht vom Himmel fallen, sondern von großen Exemplaren im Klodeckelformat abstammen. (M. Scharf)

Brachsen (M. Scharf.)

Kiebitzschutz im Kreis Soest 2017 – Kreis, ABU und WLV ziehen Bilanz

Geschafft! Diese vier kleinen Kiebitzküken sind dank der Schutzmaßnahme geschlüpft. (Foto: C. Härting)Im Kreis Soest arbeiten die Untere Naturschutzbehörde, die Biologische Station Soest der ABU, der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband, die Landwirtschaftskammer und die Landwirte zusammen, um die Bruten der Kiebitze zu schützen. Sie ziehen eine positive Bilanz der Schutzbemühungen in diesem Frühjahr, mit denen der langjährige Abwärtstrend der Bestände brütender Kiebitze gestoppt werden soll.

Hauptgrund für diesen Rückgang ist zu wenig Nachwuchs. Da die meisten Kiebitze auf noch nicht bestellten Äckern brüten, besteht die Gefahr, dass Nester bei der Feldbestellung unabsichtlich zerstört werden.

Ab Ende März wurden Gebiete mit größeren Kiebitzvorkommen von Mitarbeitern der ABU abgesucht und Hinweisen von Landwirten und Naturschützern auf Bruten nachgegangen. Wo Kiebitze sich zur Brut ansiedeln wollten, wurden die Landwirte direkt angesprochen und Schutzmaßnahmen vereinbart. Insgesamt 40 angesprochene Landwirte waren alle zum Schutz der Kiebitzgelege bereit. Die Nester wurden mit Markierungsstäben versehen. Diese wurden mit einigen Metern Abstand vom Nest angebracht, um keine Feinde anzulocken. Dadurch konnte der Landwirt die Nester bei der Feldbestellung gut erkennen und von der Bearbeitung aussparen. Eine kleine Maßnahme mit großer Wirkung.

 Gelege einen Kiebitzes - gut getarnt und kaum zu finden auf einem Acker (Foto: C. Härting)Die Gelege von zwei Kiebitzen sind markiert - der Landwirt spart den markierten Bereich bei der Bewirtschaftung aus. So kann das Gelege geschützt werden. Die Altvögel lassen sich von den Stöcken nicht stören. (Foto: C. Härting)Brütender Kiebitz auf einem bearbeiteten Acker (Foto: B. Beckers)Dieses Kiebitzküken ist schon recht groß (Foto: B. Beckers)

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Die Elektrofischereisaison hat wieder begonnen

Jedes Jahr im Juli beginnen wieder die Fischuntersuchungen in der Lippeaue und anderen 
Gebieten. Mit Elektrofischereigeräten wird das Wasser in Tümpeln und Bächen unter Strom 
gesetzt und die dann leicht betäubten Fische bestimmt und vermessen.So kann z.B. der 
Erfolg von Renaturierungen abgeschätzt werden. Dieses Jahr war der erste größere Einsatz 
in der Disselmersch, wo in einer Flutrinne neben der Lippe eine bemerkenswerte Vielzahl von 
Arten nachgewiesen wurde. Vom Aal bis zur Quappe und vom Döbel bis zum Moderlieschen konnte 
ein Dutzend Arten gefangen werden.Ein nicht ganz ungefährliches Unterfangen, denn der Aal auf 
dem Foto versuchte sich um den Hals zu schlingen, was dann doch Atemnot hervorruft. Daher 
auch die Bezeichung "Würgeaal" für derart große Exemplare.   
Ein Würgeaal im KampfTrotz geringem Wasserstand fanden sich FischeMargret hat auch einen Fisch gefangen (auf ihren Fingerspitzen)

Zwei ABU-Bullen für die Zucht im Weideprojekt Solling

Vor etwa 20 Jahren wurde durch Professor Gerken im Naturpark Solling-Vogler ein großes Weideprojekt initiiert. In einem über 200 ha großen Waldgebiet im Solling wurde eine Herde Heckrinder ausgesetzt, um den Wald vielfältiger und naturnäher zu entwickeln. Mittlerweile sind etliche Weidegbiete dazugekommen, die durch den Naturpark Solling-Vogler organisiert werden. Um ihre Heckrinder größer und schöner - also auerochsenähnlicher - zu züchten, haben sie nun zwei Bullen von der ABU für die weitere Zucht erworben. Die beiden Mischlinge aus den Rassen Sayaguesa, Chianina und Heckrind stammen aus unserer Herde in der Hellinghauser Mersch und wurden für den Abtransport in einem Corral in der Klostermersch eingesperrt. Trotz heftigstem Widerstand konnten sie schließlich überredet werden, in den Transporter in Richtung Solling zu steigen, wo sie dann als Deckbullen eine schöne Aufgabe erwartet. (M. Scharf)

Bulle Nr. 55 wartet in der Fanganlage auf den Transporter (M. Scharf)Ein letzter Blick aus dem Transporter (M. Scharf)Und tschüss (M. Scharf)

Expedition zu den Krabbeltieren in der Woeste

Am Mittwoch (19.7.2017) machte sich eine Expedition zu den Krabbeltieren in der Woeste auf. 13 Kinder aus Bad Sassendorf und Umgebung zogen in die Woeste, um mehr über die Krabbeltiere über und unter Wasser zu erfahren. Angeleitet wurde die Truppe von Ralf Joest, Biologe bei der Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz. Mit Netzen wurden Wasserschnecken, Schwimmkäfer und Wasserskorpione ebenso wie Heuschrecken, Schmetterlinge und Libellen gefangen und genau unter die (Becher-) Lupe genommen. Schon seit einigen Jahren bietet die ABU diese Aktion gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft Ostinghausen im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde Bad Sassendorf an. Die Expeditionsteilnehmer kommen jedesmal dreckig und erschöpft, aber auch zufrieden und etwas schlauer wieder zurück: wer weiß schon, wieviel Beine ein Hundertfüßler tatsächlich hat oder wie eine Schnecke über eine Rasierklinge klettert? (Ralf Joest)

Woeste-Expedition (H Vierhaus)Zwitscherheupferd (H. Vierhaus)

Exkursionen zu den Libellen in der Lippeaue

Am kommenden Sonntag, dem 16.7.2017 laden Birgit Göckede und Ralf Joest alle großen und kleinen Naturfreunde zu einer Exkursion zu den Libellen in der renaturierten Lippeaue in der Hellinghauser Mersch ein. In den Kleingewässern der Aue und an der Lippe haben sich zahlreiche Libellenarten eingefunden. Bemerkenswert ist das Auftreten der seltenen Grünen Flußjungfer, welche naturnahe Gewässerstrukturen anzeigt. Auf der Tümpelexkursion für die ganze Familie werden aber auch andere Tiere der sommerlichen Feuchtgebiete aus der Nähe betrachtet. Bitte Ferngläser und ggf. eigene Kescher und Becherlupen sowie angepasste Kleidung mitbringen. Treffpunkt ist um 14:00 der Aussichtspunkt am Anglerweg an der K 42 zwischen Hellinghausen und Benninghausen.

Die wärmeliebende Feuerlibelle hat sich in der Lippeaue etabliert (R. Joest)Die Grüne Flussjungfer (R. Joest)

ABU Mitglieder beim Empfang der Landesregierung für ehrenamtlich Tätige

Wie schon in den Vorjahren die alte Landesregierung unter Hannelore Kraft hat die neue Landesregierung in Person des neuen Ministerpräsidenten, Armin Laschet, zu einem Empfang für ehrenamtlich Tätige eingeladen. Diesesmal für Ehrenamtler aus dem Bereich "Nachhaltigkeit und Umweltschutz". Dabei waren dann auch Mitglieder der ABU. Der Empfang war verbunden mit einem Konzert der Essener Philharmoniker. Unter den Geladenen fanden sich viele Mitglieder von Naturschutzvereinen, Fotografen, die sich der Naturfotografie verbunden fühlten oder Ehrenamtler aus der Behindertenarbeit. Aus dem Kreis Soest war daneben ein Naturschützer der ersten Stunde geladen - Professor Stichmann.  Ein schöner Abend mit einem tollen Konzert der Philharmoniker, einem schönen Empfang durch den neuen Ministerpräsidenten NRW, Armin Laschet und einem leckeren Büffet. Hier muss allerdings Kritik geübt werden, denn beim Büffet fehlte der Nachtisch (Pudding oder Eis oder irgendwas Süßes).

Ein HeldentenorMinisterpräsident Armin Laschet eröffnet den Empfang Der neue Ministerpräsident kündigt die Philharmonie an  Ein tolles Konzert der Essener Philharmonie mit vorwiegend klassischer MusikDer Solotrompeter begeisterte das PublikumEin leckeres Büffet für die Ehrenamtlichen-leider ohne NachtischDas neue Kabinett vertreten durch den Ministerpräsidenten und den Innenminister (Mitte)

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