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Die grosse Lippe-Befischung 2017/2018

Von der Quelle bei Bad Lippspringe bis zur Mündung in Wesel soll die Fischfauna der Lippe umfassend untersucht werden. Auftraggeber ist der Landesfischereiverband Westfalen und Lippe, der etwa 500 Anglervereine vertritt. Die Untersuchung soll Vorkommen und Häufigkeit der Fischarten der Lippe in Abhängigkeit von Naturnähe und anderen Faktoren in den einzelnen Probestrecken ermitteln. Dazu sind in der gesamten Lippe mehr als 60 jeweils 200 Meter lange Probestrecken verteilt, in denen durch Elektrobefischung die Fische gefangen und nach Art und Länge erfasst werden. Drei Teams teilen sich diese Aufgabe, wobei ein Team durch die ABU gestellt wird. Die ersten Ergebnisse zeigen neue Perspektiven und werfen viele Fragen auf; die Auswertung wird spannend! (M. Scharf)

Eine schön gezeichnete große Forelle, die als Meerforelle möglicherweise von der Küste gekommen ist. (M. Scharf)Eine in einer Nachtbefischung gefangene Barbe. Ihre Barteln zeugen deutlich von ihrer Lebensweise als Bodenfisch. (M. Scharf)Mit voller Kraft zur nächsten Probestelle. (M. Scharf)Nachts können mehr Fische als tagsüber gefangen werden. Allerdings sind Nachtbefischungen auch aufwändiger. (M. Scharf)Ein großer Wels, gefangen bei Haus Vogelsang im Kreis Recklinghausen. (M. Scharf)

Schleiereule in "Unkrauthirse" gefangen

Am 22.9.2017 wurde uns eine Schleiereule gemeldet, die sich am Rande eines Maisfeldes in einem dichten Bestand eines klettenartigen Grases verfangen hatte. Der Vogel konnte sich selber nicht befreien und hat sich bei dem Versuch immer mehr in den klettigen Ähren verfangen. Er konnte vor Ort nur rausgeschnitten werden und das Gefieder dann in mühseliger Kleinarbeit gesäubert werden. Nach kurzer Pflegezeit konnte die Eule inzwischen wieder frei gelassen werden. Bei der Pflanze handelte es sich um Setaria verticillata, eine von mehrenen Hirsearten, die als Neophyten und so genannte Unkrauthirsen in Maisfeldern vermehrt bei uns auftauchen. Laut einer Fachbroschüre eines großen Pflanzenschutzmittelherstellers und weiterer Quellen ist im Zuge des intensiven Maisanbaus und klimatischer Veränderungen mit einer Ausweitung dieses Problems zu rechnen (Ralf Joest). 

In einem Hirsebestand gefangene Schleiereule (A. Herber)

Die Eule konnte nur mit Mühe befreit werden (A. Herber)

 

 

 

Halten sich Hundehalter/-innen an die Anleinpflicht im Vogelschutzgebiet Hellwegbörde?

Im Frühjahr informierte der Kreis Soest in Presseartikeln und im Hellwegradio sowie durch ein frisch aufgelegtes Faltblatt über die Anleinpflicht für Hunde im EU-Vogelschutzgebiet Hellwegbörde und in Naturschutzgebieten generell. Im Kreis Paderborn waren im EU-Vogelschutzgebiet Hellwegbörde im Vorjahr einige Schilder mit Hinweisen auf die Anleinplficht aufgestellt worden. Dies war für mich der Anlass, einmal zu ermitteln, wie es mit dem Anleinen von Hunden im Vogelschutzgebiet Hellwegbörde bestellt ist.
Während meiner Erfassungen im Rahmen des Weihen-Schutzprogrammes ermittelte ich vom 26.4. bis 31.5.2017, ob und wie Hunde in den Feldfluren des Vogelschutzgebietes Hellwegbörde angeleint waren: im Kreis Soest waren es 112 Fälle mit Hunden (mehrere Hunde eine(s) Halter/-in wurden gesondert gewertet) und im Kreis Paderborn 10 Fälle. Wegen des engen Zeitrahmens dürften kaum Doppelzählungen einer Person mit Hund (en) vorgekommen sein, so dass es eine ausreichend große, repräsentative Stichprobe gewesen sein dürfte.
Im Kreis Soest waren 57 Hunde (= 51 % ) unangeleint, im Kreis Paderborn 2 Hunde (= 20 %), zusammen waren 59 Hunde (= 49 %) im Vogelschutzgebiet nicht angeleint.

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Weihen-Brutsaison 2017

Die Befürchtung, dass es nach Tiefpunkt beim Brutbestand der Wiesenweihe im Vorjahr weiter bergab gehen würde, bestätigte sich zum Glück nicht. Der Brutbestand stieg wieder leicht auf 20 Brutpaare in den Hellwegbörden an; ein weiteres Paar brütete auf der Paderborner Hochfläche bei Etteln. Vier der Erstbrutplätze lagen außerhalb der Abgrenzung des EU-Vogelschutzgebietes (VSG) Hellwegbörde.

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Fische in der Hellinghauser Mersch im Fernsehen

Ein Fernsehteam des WDR hat das ABU Fischteam bei Bestandserfassungen in der Hellinghauser Mersch besucht. Star des Films sind allerdings nicht die Elektrofischer, sonder ein Hecht, der vom Fang über die Hälterung bis zur Vermessung und und letzendlich bei der Rückkehr in die Lippe gefilmt wurde. Sinn der Untersuchung ist eine Qualitätskontrolle der Renaturierung der Lippe. Die Fische sollen hierbei den Effekt der Renaturierung dokumentieren. Neben anderen Arten sind so z.B. die Hechte in den renaturierten Strecken wesentlich häufiger geworden. Der Film wird demnächst in der Aktuellen Stunde des WDR gezeigt. Ein genauer Termin steht noch nicht fest. (M. Scharf)

Der Hecht wird im Aquarium gefilmt (M. Scharf)Auch kürzlich gefangen aber leider nicht im Fernsehen: ein wunderschöner Wildkarpfen (M. Scharf) Margret bei der Vermessung der gefangenen Fische. (M. Scharf)WDR filmt das Elektrofischen (M. Bunzel-Drüke)

Besenderte westfälische Wiesenweihen auf dem Weg nach Afrika und im Brutgebiet

In der Hellwegregion wurden mit Unterstützung der Niederländischen Wiesenweihenstiftung am 2. Juli 2017 vier alte Wiesenweihen in der Nähe ihrer Brutplätze mit Jungen gefangen und auf deren Rücken neueste GSM/GPS-Sender, die präzise Ortsdaten liefern, angebracht. Zwei (mit den Namen Christian und Raymond) haben auf ihrem Weg nach Afrika inzwischen die iberische Halbinsel erreicht, und zwei (Angela und Hubertus) sind sogar schon im Norden von Algerien angelangt (hier zu der Karte mit den laufend aktualisierten Zugwegen).
Die drei männlichen Wiesenweihen flogen am Tag des Wegzugbeginns erst nach Westen, den Haarkamm als „Leitlinie“ nutzend. Erst ungefähr bei Werl änderten sie ihre Zugrichtung auf Südwest. Alle vier überflogen das Bergische Land, die drei Männchen dann an Lüttich vorbei weiter nach Südwest.
Das am 7.8 gestartete Weibchen Angela machte nach dem ersten Wegzugtag mehrere Tage einen Zwischenstopp in den Ackerfluren südwestlich von Köln, um dann über die Eifel hinweg weiter zu ziehen. Bemerkenswert ist der Zugweg von Angela über das Mittelmeer. Am 1.9. 10:10 Uhr hiesiger Sommerzeit (auch im Folgenden) erreichte sie die Südostküste von Spanien, flog rund 160 km über das Mittelmeer und erreichte 12:50 Uhr die marokkanische Küste, was einer mittleren  Fluggeschwindigkeit über dem Meer von rund 60 km/h entspricht.
Das am 14.8. gestartete Männchen Hubertus zog relativ zügig nach Süden und erreichte am 1.9. 10 Uhr Mecheria im Norden von Algerien. Von da zog es in knapp drei Tagen 700 km weiter nach Süden durch die Sahara.
Die beiden Männchen Christian (Zugstart 14.8.) und Raymond (Zugstart 22.8.) überquerten Ende August die Pyrenäen, um dann im Norden Spaniens einige Tage eine Zugpause einzulegen: Christian bei Biota (Weiterzug am 6.9.) und Raymond bei Zaragoza (am 6.9. noch dort).
Zugweg Wiesenweihen-Weibchen Angela Stand 3.9.2017Zugweg Wiesenweihen-Männchen Hubertus Stand 3.9.2017Zug-Zwischenstopp Wiesenweihen-Männchen Christian südlich der Pyrenäen, Stand 5.9.2017Zug-Zwischenstopp Wiesenweihen-Männchen Raymond südlich der Pyrenäen, Stand 5.9.2017

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Abendsegler und Wasserfledermaus - Die ABU Kindergruppe auf Fledermausjagd in der Klostermersch

Mit Bat-Detektor und Taschenlampen ging es in der Dämmerung an die Lippe in der Klostermersch. Und natürlich begleitet und geleitet von unserer Ober-Fledermaus:  Dr. Henning Vierhaus. An der Lippe im Bereich des Wehres Benninghausen sind immer Fledermäuse verschiedener Arten zu finden und zu hören, da hier besonders viele Insekten vorkommen. Mit starken Taschenlampen waren sie dann auch zu sehen. Direkt über dem Wasser die Wasserfledermäuse und über uns die Abendsegler. Und neben uns die Auerochsen der ABU, die dem ganzen etwas irritiert zusahen.

Gespannt verfolgen die Teilnehmer den Vortrag von Dr. Henning Vierhaus (M. Scharf)Auf der Suche nach Fledermäusen an der Lippe (M. Scharf)Auch am Ufer wurde Ausschau gehalten (M. Scharf)Die Auerochsen beobachteten das Geschehen (M. Scharf)

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