Beobachtungen 2010

Beobachtungen 2010

11. Februar 2010

Südlich von Ostinghausen 1 m Kornweihe (M. Bunzel-Drüke)
Bei einer Zählung in der Klostermersch bei schneidendem Wind und Schneeschauern u.a. 2 Zwergtaucher, 2 Haubentaucher, 3 Kormorane, 6 Graureiher, 1 Silberreiher, ca. 210 Graugänse, 38 Kanadagänse, 23 Nilgänse, 70 Pfeifenten, 2 Schnatterenten, nur 25 Krickenten, ca. 800 Stockenten, 48 Tafelenten, 46 Reiherenten, 2 wf Schellenten, 1 wf Zwergsäger, 4 Mäusebussarde, 4 Turmfalken (selbst in der Aue sind wieder Mäuse), 1 Wanderfalke, 214 Blässhühner, aber kein Teichhuhn, 7 Bekassinen, 1 Holtaube, 1 Schwarzspecht, 9 Wacholderdrosseln, 2 Rotdrosseln, 25 Grünfinken und sagenhafte 1450 Stieglitze in zwei großen Schwärmen (teilweise auf Fotos ausgezählt) - die Stieglitze fressen vor allem an den Karden; alle Stillgewässer in der Klostermersch sind zugefroren, so dass sich die Wasservögel auf der Lippe konzentrieren (M. Bunzel-Drüke)
10-12 Waldohreulen am Traditionsschlafplatz im Nordosten von Bad Sassendorf. (H. Illner)
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10. Februar 2010

In den Ahsewiesen 2 Kornweihen (m und wf) (M. Bunzel-Drüke)
Auf dem Quellteich der Ahse in Lohne 1 Eisvogel, 2 Zwergtaucher, 2 Kormorane (einer mit Prachtkleid, einer ohne) auf der Jagd nach Dreistachligen Stichlingen (M. Bunzel-Drüke)
In der Hellinghauser Mersch am Anglerweg offenes Wasser - die Flutrinne fließt - mit vielen Wasservögeln: u.a. Stock-, Krick-, Schnatter- und Pfeifenten und wieder 1 Großer Brachvogel! (M. Bunzel-Drüke, O. Zimball)
Woeste komplett zugefroren, keine Wasservögel (M. Bunzel-Drüke, O. Zimball)
Im Lohner Klei u.a. 1 recht scheuer ad. m Raufußbussard, ein Schwarm mit 118 (!) Feldlerchen (M. Bunzel-Drüke, O. Zimball)
Zwischen Lippborg und Beckum gegen 16:00 Uhr 1 Raubwürger und 1 weibliche Kornweihe (H. Goldstein)
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6. Januar 2010

In den Ahsewiesen u.a. 4 Silberreiher, 1 Graureiher, 80 Stockenten, ca. 150 Wacholderdrosseln, 1 Rotdrossel, 1 Raufußbussard (H. Jühe, D. Kötter)

8. Februar 2010

In Soest-West eine singende Heckenbraunelle (M. Bunzel-Drüke)
Auf dem Quellteich der Ahse in Lohne viele Reiherenten, 1 ad. Kormoran, 2 Zwergtaucher (M. Bunzel-Drüke)
Hemmerde-Dreihausen / Ahsewiesen / Blick nach Nordeuropa: Interessantes zum Wintereinflug des Rauhfußbussards, 08.02.10 (B.Glüer u. a.)
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Am 27.01. wurden an dieser Stelle bereits Mutmaßungen über die Hintergründe für den ausschließlichen Einflug adulter (hauptsächlich männlicher) Rauhfußbussarde in unsere Region angestellt. Inzwischen liegen nach Kontaktierung mehrerer Beobachter und Greifvogelkartierer in Schweden, Norwegen und Finnland Bestätigungen der gemachten Vermutungen vor. Demnach hat wegen Beutemangels in weiten Regionen Schwedens, Norwegens und Nordfinnlands in 2009 kaum eine Rauhfußbussard-Brut stattgefunden. Lediglich in Mittel- und Südfinnland sei der Bruterfolg deutlich besser gewesen. Dem steht jdedoch in ganz Skandinavien ein außerordentlich schneereicher Winter mit 70 cm Schneehöhe etwa um Helsinki gegenüber und macht auch die wenigen Bruterfolge im Nachhinein zunichte. In Finnland wird zur Zeit das Sterben bzw. Aufinden geschwächter Eulen (wie Bartkauz), die normalerweise auch im Winter gut zurechtkommen, wegen der extremen Wetterlage beklagt. - So erfreulich einerseits für uns Beobachter der ungewöhnliche Einflug der "Rauhfüße" ist - so bitter sind offensichtlich die Hintergründe für die Migrationsbewegungen.
Eine weitere interessante Beobachtung eines männlichen Rauhfußbussardes (von M. Bunzel-Drüke, G. Goßmann, H.Knüwer  u. M. Wenner mit sehr schönen Fotos dokumentiert) macht offenbar eine besondere Überlebensstrategie dieser Art bei Schnee und Kälte hier bei uns deutlich. Auf verschiedenen Fotos war nämlich auf Grund individueller Merkmale (helle Färbung und eine "Schrotkerbe" in der fünften Handschwinge des linken Flügels) aufgefallen, dass derselbe Vogel in zeitlich kurzen Abständen an weit voneinander entfernten Plätzen auftaucht. Anfängliche Vermutungen, der Vogel würde vielleicht bereits in östlicher Richtung abziehen, konnten durch einen Abgleich der gespeicherten Fotozeitpunkte ausgeschlossen werden. So konnte dieser Vogel von Margret Bunzel-Drüke am 05.02 um 9.08 Uhr in den Ahsewiesen fotografiert werden und ca. 20 km südwestlich, bei Hemmerde-Dreihausen, um 15.44 Uhr des selben Tages von Martin Wenner noch einmal. Am 07.02 wurde er wiederum von Gudrun Goßmann und Hermann Knüwer in den Ahsewiesen fotgrafiert. Es scheint so zu sein (wenn wirklich immer derselbe Vogel fotografiert wurde), dass dieser Rauhfußbussard in einem großen Areal zwischen optimalen Beuterevieren mit vielen Feldmäusen trotz weiter Distanzen hin und her pendelt.

7. Februar 2010

In der Feldflur Sintfeld bei Böckum eine Sumpfohreule. Sie landete nach kurzem Flug an einem Streifen nicht geernteten Weizen mit Naturschutzvertrag, an dem viele Goldammern überwintern und an dem Werner Prünte vor einiger Zeit auch zwei Grauammern beobachtete (R. Joest).
In der Disselmersch (Gesamtgebiet einschließlich Meermersch und Winkel) u.a. 180 Kanadagänse, 140 Graugänse, 400 (!) Blässgänse, ca. 20 Schnatterenten, 5 Tafelenten, ca. 160 Stockenten (Mindestzahl), 20 Reiherenten, 74 Pfeifenten, 1 Waldwasserläufer, ca. 150 Wacholderdrosseln (B. Beckers, D. Kötter)
Am Enser See u.a. 3 Zwergsäger (m und 2 w) (H.J. Geyer)

altIn den Ahsewiesen u.a. 3 Silberreiher, 1 Kornweihe, 120 Graugänse, 7 Blässgänse, ca. 3 Saatgänse (B. Beckers, D. Kötter), um die Mittagszeit außerdem der bekannte ad. m Raufußbussard, der wegen der vielen Spaziergänger gar nicht zum Jagen kommt und nach Westen abstreicht  (M. Bunzel-Drüke, G. Goßmann, H. Knüwer)

5. Februar 2010

In den Ahsewiesen 2 oder 3 Sumpfohreulen, 2 Raufußbussarde (M. Bunzel-Drüke)
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16-18 Waldohreulen am Traditionsschlafplatz im Nordosten von Bad Sassendorf. (H. Illner)

4. Februar 2010

In den Ahsewiesen 2 Kornweihen (m und wf), 1 oder 2 Silberreiher und 2 Raufußbussarde (1 ad. m und 1 ad. w) erfolgreich Wühlmäuse jagend, 2 Saatgänse am Nordostrand des Schutzgebietes; außerdem unter der Hochspannungsleitung 1 toter ad. Höckerschwan, von Bussarden und wohl auch Füchsen angefressen (M. Bunzel-Drüke)




Am Quellteich der Ahse in Lohne am Nachmittag eine kleine Fledermaus, die mehrere Runden drehte, außerdem
1 Zwergtaucher (M. Bunzel-Drüke)
1 Misteldrossel Ortsrand Völlinghausen bei Erwitte; 1 revierrufender Grünspecht in Lohne (H. Illner)

2. Februar 2010

Südöstlich Eikeloh auf ca. 2 km² Feldflur bei 3-5 cm hoher Schneelage 3 Kornweihen (2m, 1wf), ca. 30 Sturmmöwen, 3 Mäusebussarde und 93 Feldhasen; östlich Mittelhausen ca. 1.500 Ringeltauben und 80 Wacholderdrosseln im Rapsfeld; am Nordrand Eringerfelderwald 17 + 9 Gimpel an krautigen Pflanzen fressend (H. Illner)

3. Februar 2010

auf dem Quellteich der Ahse in Lohne neben den üblichen Arten wieder 1 Kormoran, 1 wf Zwergsäger und 1,1 Spießenten (R. Joest).
In den Ahsewiesen 1 m Kornweihe, 1 Sumpfohreule, die zweimal von  Spaziergängern mit freilaufenden (aber auf dem Weg bleibenden) Hunden aufgescheucht wurde (M. Bunzel-Drüke).




In der Woeste bis auf einen adulten Graureiher nahezu keine Vögel, alle Wasserflächen zugefroren (M. Bunzel-Drüke).
SakerfalkeNach einigen Stunden Frierens ohne Saker am 1. und 2.02. war der vorjährige Würgfalke heute am ATU-Gelände in Werl-Sönnern zu beobachten, wo er erneut mit Beute auf einem Hallendach landete. In der Umgebung der Mülldeponie sind derzeit viele Wacholderdrosseln, die offenbar eine gute Nahrungsbasis für den Vogel darstellen. Am Vortag waren  ein adulter Wanderfalke und ein Sperber erfolgreich bei der Drosseljagd (W. Pott, G. Wenner).

1. Februar 2010

In Soest-West Erstgesang eines Buchfinks (M. Bunzel-Drüke)
Auf dem Quellteich der Ahse in Lohne 1 Kormoran im Prachtkleid, der eifrig Dreistachlige Stichlinge fängt (M. Bunzel-Drüke, M. Scharf, H. Vierhaus u.a.)

31. Januar 2010

In der Feldflur Sintfeld bei Böckum 1 m Kornweihe, in der Lippeaue bei Cappel nördlich der Lippe etwa 120 Kanada- und 90 Graugänse sowie 1 Weißwangengans und 1 Streifengans. Ein weiterer großer Gänsetrupp hielt sich auf einem Acker etwas weiter westlich auf, leider hatte ich keine Gelegenheit zum durchmustern. Am Schlafplatz im NO von Bad Sassendorf mind. 4 Waldohreulen (R. Joest). 
In den Ahsewiesen 1 Sumpfohreule, 1 m Kornweihe, 1 Misteldrossel am Hachenei (M. Bunzel-Drüke)
In der Bauernschaft Berksen, Gemeinde Welver, ein gemischter Trupp von 500 Saat- und Blässgänsen. Die Saatgänse überwiegten deutlich, das genaue Verhältnis von Saat- und Blässgänsen war jedoch nicht zu ermitteln (B. Beckers)
RotdrosselWacholderdrosselAm 31.1.10 fraßen am Straßenrand bei Vierhausen viele Wacholder- und einige Rotdrosseln von den alten Äpfeln der Obstbäume. Ein Merlin scheuchte den ganzen Schwarm hoch, ließ sich aber leider nicht ablichten. (B.Stemmer)

In Werl-Sönnern 1 Saker- und 1 Wanderfalke. Gestern Nachmittag beobachtete ich im KonWerl-Gelände einen Falken, den ich bei schlechtem Licht zunächst für einen jungen Wanderfalken hielt. Aber sowohl die Färbung, als auch das Muster der Unterflügeldecken und der schmale Backenstreif ließen mich zweifeln und legten den Verdacht auf einen Sakerfalken nahe. Heute suchte ich daher gemeinsam mit meiner Frau und Bernhard Glüer das Terrain erneut auf. Wir hatten Glück. Es dauerte nicht lange bis der Falke mit Beute (einer Wacholderdrossel) auftauchte. Nun in deutlich besserem Licht war klar zu erkennen, dass es sich wohl tatsächlich um einen Sakerfalken handelt. Da dieser während mehrerer Stunden Beobachtung nahezu identische Flugwege einschlug und jedes Mal an der gleichen Stelle auf dem Dach von A.T.U landete, ist zu vermuten, dass er sich bereits einige Zeit im besagten Gelände aufhält. Der Tisch ist für ihn hier reich gedeckt ohne dass er allzu große Strecken zurück legen muss. Der Falke zeigte dem Menschen gegenüber eine große Fluchtdistanz (ca. 250 m), was darauf schließen lässt, dass es sich um einen Wildvogel und nicht um einen entflogenen Beizfalken handelt. Er ist weder beringt, noch trägt er ein Geschüh. Gegen Mittag zeigte sich noch ein adultes Wanderfalkenmännchen im Gelände. Beide Vögel spielten minutenlang mit den Windturbulenzen über den großen ATU-Hallen. Im unmittelbaren Größenvergleich wurde sehr deutlich, dass der Wanderfalke fast winzig neben dem Osteuropäer war (G. u. M. Wenner, B.Glüer).
Wie sich bei dieser Gelegenheit herausstellte, hielt sich Anfang Januar noch ein Sakerfalke im Kreis Soest auf: ein bei Lippborg entflogener Beizvogel (mit Geschüh, Ring und Sender), der eine Woche später in Ahlen wieder gegriffen wurde (H. Goldstein).
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