Beobachtungen 2007

Beobachtungen 2007

10. Juni 2007

SchreiadlerAm Tag der Artenvielfalt, den die ABU in der Hellinghauser Mersch (Lippstadt) mit einem breiten Exkursionsprogramm für die Bevölkerung beging überraschte ein Schreiadler (Altvogel) die anwesenden Ornithologen. Darüber hinaus gab ein Weißstorch vor vielen Besuchern ein Stelldichein, auf der Vogelstimmexkursion am frühen morgen faszinierte ein nahe rufender Wachtelkönig die Teilnehmer. (J. Drüke)

In der Woeste ein Blaukehlchen.


Aktion zum GEO-Tag der Artenvielfalt - "Naturnahe Weidelandschaften"


Im Mittelpunkt des von der Zeitschrift GEO seit 1999 durchgeführten "Tag der Artenvielfalt" stand in diesem Jahr die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt naturnaher Weidegebiete. Die ABU beteiligte sich am 10. Juni mit einem Infostand und verschiedenen Führungen in die Hellinghauser Mersch bei Lippstadt an der bundesweiten Aktion. Weidegebiete, in denen Wildpferde, Taurus-Rinder oder andere große Pflanzenfresser in geringer Dichte leben, bieten zahlreichen Arten einen Lebensraum. Die Entwicklung solcher naturnahen Weidelandschaften gewinnt im Naturschutz in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung. In der von der ABU betreuten Hellinghauser Mersch weidet schon seit 1993 eine gemischte Herde aus Taurus-Rindern und Konik-Wildpferden. Durch die Beweidung entsteht ein kleinräumiges Mosaik aus kurzrasigen Weideflächen, offenen Bodenstellen und Gehölzen, das vielen Arten einen Lebensraum bietet. In der Hellinghauser Mersch wurde vor kurzem auch die Lippe renaturier. Seitdem kann sich der Fluss wieder sein eigenes Bett suchen und schafft dadurch zusätzliche Lebensräume für viele Arten.
     

Von der Artenvielfalt der Hellinghauser Mersch konnten sich viele Besucher im Infozelt der ABU oder auf einer der geführten Ausflüge in das Gebiet selber überzeugen. Besonders viele Kinder gingen mit Kescher und Becherlupe "bewaffnet" auf die Suche nach den Tieren der Tümpel und Kleingewässer. Aber auch die Freunde größerer Tiere kamen auf ihre Kosten: Höhepunkt des Tages war ein Schreiadler, der von einem Rotmilan verfolgt wurde, und ein Weißstorch, der direkt vor den Augen der Besucher an der Aussichtsplattform am Hellinghauser Weg landete. Für Insektenfreunde interessant war ein Blutbär, eine wärme liebende Art. Insgesamt wurden am GEO-Tag in der Hellinghauser Mersch 64 Vogelarten, elf Libellen-, sieben Fisch-, vier Amphibien- und drei Heuschreckenarten gesehen. Für einen einzigen Tag, an dem nicht wissenschaftlicher Rekordeifer, sondern vor allem Spass und Informationen im Vordergrund standen, eine beachtliche Anzahl.

 

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