Aktuelle Beobachtungen

Aktuelle Beobachtungen

4. März 2018

Am 3.3.2018 befuhr ich die A2 von Hamm-Uentrop bis Porta Westfalica und am 4.3. wieder zurück. Auf der 90 km langen Autobahnstrecke sah ich tote Greifvögel und Eulen in einer mir bisher nicht bekannten Häufigkeit: insgesamt mindestens 23 tote Greifvögel ab der Größe einer Waldohreule (schätzungsweise mindestens 50% in dieser Größenklasse habe ich übersehen, wohl fast ganz übersehen kleine Arten wie Turmfalke oder Steinkauz).  Es waren soweit bei ca. 120 km/h Fahrgeschwindigkeit überhaupt erkennbar weit überwiegend Mäusebussarde, einmal eine Waldohreule, einmal vielleicht ein Uhu. Interessant und ungewöhnlich war die räumliche Verteilung: 18 tote Greife lagen am Rand des Mittelstreifens, 4 am rechten Fahrbahnrand bzw. auf oder am Rand des Standstreifens und 1 auf der Fahrbahn (Überholspur). Alle Funde am Mittelstreifen betrafen Abschnitte mit metallenen Leitplanken mit niedrigen Gebüsch oder (seltener) krautiger Vegetation dazwischen, keiner auf den schätzungsweise 10% Mittelstreifenabschnitten mit gut 1 m hohen Betonschutzwänden oder mit Leitplanken mit Asphalt auf dem Mittelstreifen. Das spricht dafür, dass die meisten verunglückten Greife (aus Not, weil sie wegen der wochenlangen Kältephase ausgehungert waren?) versuchten, am Mittelstreifen Beute zu machen. Allerdings ist bei der Verteilung auch zu berücksichtigen, dass Aasfresser wie der Fuchs auf einer so stark befahrenen Autobahn wie der A2 wohl kaum versuchen werden, Verkehrsopfer am bzw. auf dem Mittelstreifen aufzusammeln. Zum Vergleich an denselben Tagen auf zweimal 70 km Landstraßen Soest-Uentrop und Porta Westfalica bis Wagenfeld-Ströhen kein Verkehrsopfer zu sehen.
1 Rotmilan am Nordrand von Oestinghausen (H. Illner).  


Am gestrigen Samstag bin ich die A44 von der Auffahrt Erwitte bis zum Kreuz Dortmund ( eine Strecke 48 km ) und zurück gefahren. Bei der Hinfahrt habe ich 9 tote Mäusebussarde am rechten Straßenrand und bei der Rückfahrt 15 tote Mäusebussarde gezählt. Also 24 tote Exemplare, auf 96 km. Die Dunkelziffer wird wahrscheinlich noch höher sein, denn was in den Gräben an der Autobahn liegt konnte ich natürlich während der Fahrt nicht sehen. Die Nahrungssuche ( Unfallopfer ) macht die Greifvögel selbst zu Opfern. In den vergangenen Frosttagen dürften die Zahlen der Greifvögel hier speziell Mäusebussarde als Verkehrsopfer an Autobahnstrecken in Deutschland enorm gewesen sein (Bernd Pohl).


Mit dem wärmeren Wetter ist auch der erste Große Brachvogel in den Ahsewiesen eingetroffen. Um 15.00 Uhr überflog ein Zug mit 1.800 Kranichen das Gebiet. Bis 17.00 Uhr folgten mehrere kleinere Züge zwischen jeweils 35 und ca. 100 Kranichen. In den Ahsewiesen sang auch die erste Goldammer. Zunächst hielten die Weißstörche "ihren" Horst besetzt; als das Paar abflog, vermutlich zur Nahrungssuche, landeten nur wenige Minuten später zwei Nilgänse auf dem Horst. Man darf gespannt sein, wie der Streit um die Plattform ausgehen wird. (J. Drüke)

Abends hatten die beiden Weißstörche wieder den Horst besetzt. (B. Beckers)

Nachdem der Horst heute früh wieder mit Nilgänsen besetzt war, hat sich die Situation zum Mittag hin verändert.
Der zweite Storch ist eingetroffen und gemeinsam haben sie das Nest wieder übernommen.
Ferner gab es an der Woeste einen Streit um um einen toten Hasen.während mehrere tausend Kraniche in 16 Treks gen NO zogen. (W. K. Suermann)

Streit um Hase (W. K. Suermann)Nilgans auf Horst (W. K. Suermann)Störche auf Horst (W.K. Suermann)

Um 18.15 Uhr überflug von ziemlich genau 500 Kraniche in einer Formation.
Danach fielen noch mindestens 3 Gruppen in der Kernzone zwischen 18.30 Uhr und 18.50 Uhr ein. (D. Schmidt, B. Beckers)


 Um gegen 17 Uhr 1 Kranichzug von ca. 150 über den Köbbinghof von SW nach NO; etwas später ein weiterer von ca. 200 über dem Schlosspark, M.-Völlinghausen in die gleiche Richtung (H. Abeler)


In der Feldflur nördlich von Geseke, inklusive den NSGs Stockheimer Bruch und Osternheuland heute bei den wärmeren Temperaturen den ganzen Tag über ausgeprägter Vogelzug: vor allem Kraniche, Ringeltauben und Feldlerchen zogen in mehreren größeren Trupps über das Gebiet. Dort auch immer wieder mindestens 74 durchziehende Kiebitze und morgens 23 Goldregenpfeifer in 2 Trupps (6+17). Ebenfalls konnten 3 Große Brachvögel, von denen 2 bereits sangen, sowie 4 Hohltauben, 2 Misteldrosseln, 1 Singdrossel, 1 Weißstorch mehrere Bluthänflinge und Goldammern beobachtet werden (M. Fehn).


Um 18.15 Uhr ca. 400 Kraniche über Soest West nach Nodosten fliegend (O. Zimball)

Zwischen 16.05 Uhr und 16.50 Uhr zogen über Soest mindestens 1100 Kraniche in 4 großen Zügen: ca. 250 +300+400+150 (D. Schmidt). Zwischen etwa 16 und 17 Uhr über dem Norden von Soest mindestens 10 Trupps von jeweils mehr als 50 Individuen nach Norden ziehend (M.+M. Illner)


Im Lohner Klei 17:50 Uhr ca.  200 Kraniche nach Nordost ziehend (H.+M. Illner).


 Niederwerrieser Mersch: Die beiden Ende Februar 2018 auf dem Hof Freisfeld zurückgekehrten Weißstörche bei leichtem Schneefall und mit Kanadagänsen auf gefrorenem Boden auf Futtersuche. (H. Meermeyer)

Störche bei leichtem Schneefall auf Futtersuche (H. Meermeyer)Störche u. Kanadagänse Futtersuche auf gefrorenem Boden (H. Meermeyer)


In der Woeste: Lebensfreude pur. (W. K. Suermann)

Rinder (W. K. Suermann)


In der Disselmersch mehrere aufgescheuchte Entenschwärme, darunter ca. 100 Pfeifenten, 1 durchziehender Rotmilan, der kurzzeitig zum Trinken landete, 2 Weißstörche mit kurzer Balz auf dem Kunsthorst sowie 1 Wanderfalkenweibchen, das eine Krickente erbeutete, diese aber wieder entkommen lassen musste. (H. Knüwer, H. Illner)

 Im rasenten Flug drehten diese Pfeifenten ein paar Runden über die noch weitgehend vereiste Wasserfläche. (H. Knüwer)Rotmilan stillt seinen Durst (H. Knüwer) Wanderfalke über der Disselmersch; im Hintergrund Pfeifenten. (H. Knüwer)Nach einem Fehlstoß konnte diese Krickente dem Falken entkommen. (H. Knüwer)Eine andere Krickente hatte weniger Glück und wird zum Ufer transportiert. (H. Knüwer)Kurz vor der Landung.(H. Knüwer)Kurzes Verschnaufen, um dann genüsslich mit der Mahlzeit zu beginnen.(H. Knüwer)Das blieb einer Rabenkrähe nicht verborgen. (H. Knüwer)Auch sie möchte - zum Missfallen des Wanderfalken - etwas vom Entenbraten abhaben. (H. Knüwer)Wenn zwei sich streiten, freut sich oft der Dritte, hier die Krickente, die nochmal mit dem Leben davon kommt. (H. Knüwer)

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