Methode:
Im Rahmen der monatlichen vogelkundlichen Erfassungen von April bis Juni sowie
Oktober, Dezember und Februar werden gleichzeitig die Feldhasenbeobachtungen
protokolliert.
Erste Ergebnisse:
Eine Zwischenauswertung nach drei von insgesamt vier Erfassungsgängen
von Ende April bis Mitte Mai zeigt, dass in den extensivierten Getreidestreifen
mit
doppeltem Reihenabstand etwa 2 ½ mal so viele Feldhasen festgestellt
wurden wie in den gleichgroßen
Getreideflächen in konventionellem Anbau.
Die Abbildung zeigt, dass anfangs (Ende April/Anfang Mai) kein Unterschied zwischen der Besiedlung der extensivierten Getreidestreifen und den gleichgroßen Referenzflächen besteht, im Mai/Juni jedoch eindeutig Unterschiede in den Beobachtunghäufigkeiten feststellbar sind. Erklärt werden kann diese Häufigkeitsverteilung durch
Feldhasenbeobachtungen in überjährigen Getreidestreifen (Typen 4 und 5) im Winterhalbjahr 2003/04
Bei den Begehungen im Herbst und Anfang Winter wurden regelmäßig Feldhasen in den extensivierten Getreidestreifen beoachtet. In parallel untersuchten konventionell bewirtschafteten Wintergetreideflächen gleicher Größe wurden dagegen nur vereinzelt Feldhasen beobachtet. Die überjährigen Getreidestreifen bieten demnach auch dem Niederwild ein Nahrungs- und Deckungsangebot in einer Jahreszeit, in der es daran in vielen Feldfluren mangelt.