
Methode:
Die floristischen und vegetationskundlichen Untersuchungen
werden in den Vegetationsperioden 2003 bis 2005 durch-
geführt, wobei in allen Ackerstreifentypen sowie
dazugehörigen Referenzflächen Vegetationsaufnahmen
angefertigt werden.
Erste Ergebnisse:

Die Abbildung zeigt die durchschnittlichen Artenzahlen
in den Getreidestreifen (Typen 1 / 4) mit doppeltem Reihenabstand,
den Brachen (Typ 2) und den eingesäten Wildkrautstreifen (Typ3) sowie
dazugehöriger
Referenzflächen
mit herkömmlichem Reihenabstand sowie Dünge- und Spritzmitteleinsatz.
In allen untersuchten Ackerstreifen konnten erheblich mehr Pflanzenarten
nachgewiesen werden als in den Referenzflächen.
Darüber hinaus wurden bisher in den Getreidestreifen 63 Pflanzenarten erfaßt, die in den Referenzflächen mit konventionell angebautem Getreide nicht (mehr) vorkommen, darunter 23 typische Ackerarten wie z. B. Klatschmohn (Papaver rhoeas) oder Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris)..
Erfreulicherweise konnten auch insgesamt 9 Rote Liste-Arten in den Ackerstreifen
nachgewiesen werden, wie z. B. Acker-Steinsame (Buglossoides arvensis),
Kleiner Frauenspiegel (Legousia hybrida), SpießblättrigesTännelkraut
(Kickxia
elatine)
oder Einjähriger
Ziest (Stachys annua).