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ABU Aktuell

Abendsegler und Wasserfledermaus - Die ABU Kindergruppe auf Fledermausjagd in der Klostermersch

Mit Bat-Detektor und Taschenlampen ging es in der Dämmerung an die Lippe in der Klostermersch. Und natürlich begleitet und geleitet von unserer Ober-Fledermaus:  Dr. Henning Vierhaus. An der Lippe im Bereich des Wehres Benninghausen sind immer Fledermäuse verschiedener Arten zu finden und zu hören, da hier besonders viele Insekten vorkommen. Mit starken Taschenlampen waren sie dann auch zu sehen. Direkt über dem Wasser die Wasserfledermäuse und über uns die Abendsegler. Und neben uns die Auerochsen der ABU, die dem ganzen etwas irritiert zusahen.

Gespannt verfolgen die Teilnehmer den Vortrag von Dr. Henning Vierhaus (M. Scharf)Auf der Suche nach Fledermäusen an der Lippe (M. Scharf)Auch am Ufer wurde Ausschau gehalten (M. Scharf)Die Auerochsen beobachteten das Geschehen (M. Scharf)

Masterarbeit zur Grünen Flussjungfer an der Lippe

Die Grüne Flussjungfer ist ein recht zutrauliches Tierchen. Die Männchen machen regelmässig einen Besuch bei vorbei fahrenden Paddlern (L. Friedritz) Seit den ersten Zufallsfunden haben die Nachweise der bislang sehr seltenen Grünen Flussjungfer in der Lippeaue deutlich zugenommen. Eine Zusammenfassung der bisher weitgehend auf Zufallsfunde beruhenden Kenntnisse finden sich in einem aktuellen Artikel im ABUinfo. Seit Mitte Juni diesen Jahrs werden nun erstmals die Vorkommen der Grünen Flussjungfer systematisch kartiert. Hierfür wird zweimal im Monat ein ca. 20 km langer Abschnitt zwischen Lippstadt und Kesseler mit einem Kajak befahren. Mit Hilfe von Fernglas und GPS erfolgt hierbei eine möglichst punktgenaue Aufnahme. Bis zum jetzigen Zeitpunkt konnten so 152 Imagines erfasst werden, wovon wiederum drei Individuen dank Eipaket oder Tandemflug sicher als Weibchen identifiziert werden konnten. Für September sind zwei weitere Befahrungen geplant. Diese Kartierung erfolgt auf Anregung der ABU im Zuge einer Masterarbeit am Institut für Landschaftsökologie der Uni Münster. Ziel ist das Verständnis der Wahl des Fortpflanzungshabitats und der Auswirkung der Renaturierung auf das Vorkommen der Art (Ralf Joest & Lennart Friedritz). 

Endlich mal wieder ein Klodeckel

Jeder weiss, was ein Klodeckel ist - benutzen wir ihn doch täglich. Aber nur die Angler wissen wirklich, was ein Klodeckel ist. Nämlich ein Brachsen, dessen Proportionen einem Klodeckel (flach und rund) ähnlich ist. So entstand diese despektierliche Bezeichung für einen schönen Fisch, der nicht selten ist, aber von uns selten gefangen wird. In der Lippe fangen wir regelmäßig Brachsen. Allerdings nur bis etwa 10 cm. Die Großen sind einfach zu schlau und zu scheu, um unserem Elektrofischereigerät in den Kescher zu gehen. Bis wir jetzt erstmals seit etlichen  Jahren in der Ahse bei Dinker das große Exemplar fangen konnten. Damit war der Beweis erbracht, dass die kleinen  Brachsen nicht vom Himmel fallen, sondern von großen Exemplaren im Klodeckelformat abstammen. (M. Scharf)

Brachsen (M. Scharf.)

Kiebitzschutz im Kreis Soest 2017 – Kreis, ABU und WLV ziehen Bilanz

Geschafft! Diese vier kleinen Kiebitzküken sind dank der Schutzmaßnahme geschlüpft. (Foto: C. Härting)Im Kreis Soest arbeiten die Untere Naturschutzbehörde, die Biologische Station Soest der ABU, der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband, die Landwirtschaftskammer und die Landwirte zusammen, um die Bruten der Kiebitze zu schützen. Sie ziehen eine positive Bilanz der Schutzbemühungen in diesem Frühjahr, mit denen der langjährige Abwärtstrend der Bestände brütender Kiebitze gestoppt werden soll.

Hauptgrund für diesen Rückgang ist zu wenig Nachwuchs. Da die meisten Kiebitze auf noch nicht bestellten Äckern brüten, besteht die Gefahr, dass Nester bei der Feldbestellung unabsichtlich zerstört werden.

Ab Ende März wurden Gebiete mit größeren Kiebitzvorkommen von Mitarbeitern der ABU abgesucht und Hinweisen von Landwirten und Naturschützern auf Bruten nachgegangen. Wo Kiebitze sich zur Brut ansiedeln wollten, wurden die Landwirte direkt angesprochen und Schutzmaßnahmen vereinbart. Insgesamt 40 angesprochene Landwirte waren alle zum Schutz der Kiebitzgelege bereit. Die Nester wurden mit Markierungsstäben versehen. Diese wurden mit einigen Metern Abstand vom Nest angebracht, um keine Feinde anzulocken. Dadurch konnte der Landwirt die Nester bei der Feldbestellung gut erkennen und von der Bearbeitung aussparen. Eine kleine Maßnahme mit großer Wirkung.

 Gelege einen Kiebitzes - gut getarnt und kaum zu finden auf einem Acker (Foto: C. Härting)Die Gelege von zwei Kiebitzen sind markiert - der Landwirt spart den markierten Bereich bei der Bewirtschaftung aus. So kann das Gelege geschützt werden. Die Altvögel lassen sich von den Stöcken nicht stören. (Foto: C. Härting)Brütender Kiebitz auf einem bearbeiteten Acker (Foto: B. Beckers)Dieses Kiebitzküken ist schon recht groß (Foto: B. Beckers)

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Die Elektrofischereisaison hat wieder begonnen

Jedes Jahr im Juli beginnen wieder die Fischuntersuchungen in der Lippeaue und anderen 
Gebieten. Mit Elektrofischereigeräten wird das Wasser in Tümpeln und Bächen unter Strom 
gesetzt und die dann leicht betäubten Fische bestimmt und vermessen.So kann z.B. der 
Erfolg von Renaturierungen abgeschätzt werden. Dieses Jahr war der erste größere Einsatz 
in der Disselmersch, wo in einer Flutrinne neben der Lippe eine bemerkenswerte Vielzahl von 
Arten nachgewiesen wurde. Vom Aal bis zur Quappe und vom Döbel bis zum Moderlieschen konnte 
ein Dutzend Arten gefangen werden.Ein nicht ganz ungefährliches Unterfangen, denn der Aal auf 
dem Foto versuchte sich um den Hals zu schlingen, was dann doch Atemnot hervorruft. Daher 
auch die Bezeichung "Würgeaal" für derart große Exemplare.   
Ein Würgeaal im KampfTrotz geringem Wasserstand fanden sich FischeMargret hat auch einen Fisch gefangen (auf ihren Fingerspitzen)

Zwei ABU-Bullen für die Zucht im Weideprojekt Solling

Vor etwa 20 Jahren wurde durch Professor Gerken im Naturpark Solling-Vogler ein großes Weideprojekt initiiert. In einem über 200 ha großen Waldgebiet im Solling wurde eine Herde Heckrinder ausgesetzt, um den Wald vielfältiger und naturnäher zu entwickeln. Mittlerweile sind etliche Weidegbiete dazugekommen, die durch den Naturpark Solling-Vogler organisiert werden. Um ihre Heckrinder größer und schöner - also auerochsenähnlicher - zu züchten, haben sie nun zwei Bullen von der ABU für die weitere Zucht erworben. Die beiden Mischlinge aus den Rassen Sayaguesa, Chianina und Heckrind stammen aus unserer Herde in der Hellinghauser Mersch und wurden für den Abtransport in einem Corral in der Klostermersch eingesperrt. Trotz heftigstem Widerstand konnten sie schließlich überredet werden, in den Transporter in Richtung Solling zu steigen, wo sie dann als Deckbullen eine schöne Aufgabe erwartet. (M. Scharf)

Bulle Nr. 55 wartet in der Fanganlage auf den Transporter (M. Scharf)Ein letzter Blick aus dem Transporter (M. Scharf)Und tschüss (M. Scharf)

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Säugetiere in Eulengewöllen

"Wilde Weiden"

Die gedruckte Version ist vergriffen. Wilde Weiden steht hier als pdf-Datei (WildeWeiden.pdf, ca. 300MB) zur Verfügung.