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ABU Aktuell

Exkursion in die Lohner Feldflur

Feldlerche Niederrhein (H. Glader)Am kommenden Sonntag, dem 6. Mai 2018 lädt Ralf Joest von der Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz zu einer Wanderung durch die Lohner Feldflur ein. Die knapp dreistündige Route führt durch das ländliche Dorf Lohne in die umliegenden Feldfluren. Schwalben, Hausrotschwanz, Spatzen und die Dohle sind typische Vogelarten ländlicher Siedlungen. Die offenen Feldfluren der Hellwegbörde rund um Lohne sind auch Lebensräume für Pflanzen und Tiere der Felder. Überall der Gesang der Feldlerche zu hören und die seltene Wiesenweihe ist eben aus ihrem Winterquartier zurückgekehrt. Auf der Exkursion werden auch Schutzmaßnahmen für Feldvögel im Rahmen des Vertragsnaturschutzes vorgestellt. Treffpunkt ist um 09:00 an der Biologischen Station der ABU in Bad Sassendorf Lohne (Ralf Joest).

Zwerggänse jetzt an der Oder

Im vergangenen November tauchten plötzlich 24 diesjährige Zwerggänse in der Disselmersch auf. Sie waren beringt und stammten aus einem Schutzprojekt aus Schweden. Bis Ende März blieben sie, wechselten immer wieder von der Disselmersch in die Ahsewiesen und zurück, zuletzt waren sie meist in den Ahsewiesen. Ende März ziehen Zwerggänse typischerweise in das Brutgebiet in Schweden mit einem Zwischenstopp in Dänemark. Auch "unsere" Zwerggänse zogen Ende März ab. Am 24.4. wurden nun 20 von ihnen an der Oder bei Schwedt (bei Zützen) entdeckt. Anhand der Ringe konnten sie erkannt werden. Wo die anderen 4 geblieben sind, ist nicht bekannt. 

Vertragsnaturschutz in der Hellwegbörde

Im laufenden Jahr wurden von Landwirten in der Hellwegbörde im Rahmen der Hellwegbördevereinbarung 55 Vertragsnaturschutzflächen mit einer Gesamtfläche von 73 ha angelegt. Die Mittel stammen von den Unternehmen der Steine- und Erdenindustrie. Dazu kommen viele weitere Flächen aus dem Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) des Kreises Soest. Bei einer Rundfahrt gestern waren alle Vertragsflächen der Hellwegbördevereinbarung - von ganz wenigen "Schusseligkeiten" abgesehen - in gutem Zustand. Die unterschiedlichen Vertragstypen bieten Lebensräume für verschiedene Arten und ihre unterschiedlichen "Bedürfnisse". Extensiviertes Sommer- und Wintergetreide ermöglicht es den Vögeln durch den größeren Reihenabstand, sich am Boden zu bewegen und Nahrung zu suchen. Durch Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und Dünger bieten Ackerwildkräuter und Insekten hier ausreichend Nahrung. Selbst begründende Brachen mit lückiger Vegetation werden als "Feldvogelinseln" zum Beispiel von Kiebitzen besiedelt. Mit Luzerne eingesäte Flächen bieten Deckung für die Nester. Ihre Blüten sind Nahrungsquelle für Blüten besuchende Insekten. Ein Faltblatt über die Vertragsangebote der Hellwegbördevereinbarung finden sie hier. Eine Überischt der Angebote des KULAP hier (Ralf Joest).

     Extensiviertes Sommergetreide bei Geseke (25.4.2018; Ralf Joest)Auf dieser "Kiebitzinsel" haben sich zwei Kiebitzpaare angesiedelt (25.4.2018, Ralf Joest)Ältere begrünte Brache bei Enkesen im Klei mit einem Rebhuhnpaar (24.4.2018, Ralf Joest)Luzernebrache bei Lohne (24.4.2018, Ralf Joest)

Mit WDR 5 der Natur auf der Spur: Durch die Soester Börde von der Woeste bis ins Bad Sassendorf

Unter diesem Motto stand die Wanderung, an der gestern gut 50 Menschen zwischen 5 und 75 Jahren aus ganz NRW teilnahmen. Startpunkt der Wanderung war das NSG „Woeste“ bei Ostinghausen, ein in die Feldlandschaft eingebetteter Rest eines Kalkflachmoores. Hier konnten unter anderem Weißstörche, Rotmilane, Baumfalken und Kampfläufer sowie die imposanten Wasserbüffel beobachtet werden. Von dort aus ging es durch Bettinghausen und die offenen Feldfluren der Hellwegbörde bis zur ABU-Obstwiese Schallern. Nächstes Ziel war das NSG „Ahse nördlich Lohne“ und die Ahsequelle mit der Biologischen Station der ABU in Lohne. Letztes Ziel war von hier aus der Jahnplatz in Bad Sassendorf, wo rechtzeitig vor dem Regen Eis oder Kaffee und Kuchen warteten. Entlang der Wanderung erläuterten Achim Berger und Ralf Joest von der ABU Besonderheiten der Landschaft und ihrer Lebensräume. Auch die auf dem ersten Blick eintönige Bördelandschaft hat noch viele interessante Aspekte zu bieten.

Seit 16 Jahren gehen WDR 5 und die LNU gemeinsam wandern. Die LNU – das ist die Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW, ein eingetragener Dachverband, unter dessen Hut gegenwärtig 90 lokale und regionale Vereine aus allen Teilen Nordrhein-Westfalens zusammengeschlossen sind, die ein Ziel vereint: Schutz von Natur und Landschaft. Die nächsten Wanderungen in NRW können hier eingesehen werden.

Die jüngste Teilnehmerin erkundet die Obstwiese Schallern (Ralf Joest) Zwölf Kilometer ging die Wanderung durch die Soester Börde (Ralf Joest)Pause am Wegrand (Ralf Joest)

Tschüss Baba

Baba war schon eine Nummer: Sie war eine der letzten braunen Sayaguesas aus Spanien. Ihr letztes Kälbchen wurde vom Leiter des Amtsgerichtes in Lippstadt getauft. Und sie hatte als einzige die Sondergenehmigung, sich im Heulager am Futter zu bedienen, während alle anderen Rinder aus der ABU-Auerochsenherde in der Hellinghauser Mersch sofort weggescheucht wurden, wenn sie versuchten, sich dreist in das Heulager zu mogeln. Baba war auch sehr verständig. Wenn man ihr "Feierabend" sagte, verließ sie sofort das Heulager ohne Murren.  In Spanien hatte sie den Namen "Baba" bekommen, was übersetzt "Sabber" heißt. Sie hatte nicht mehr als die anderen Rinder gesabbert, und warum sie bei ihrer Geburt in Spanien diesen etwas despektierlichen Namen bekam, lies sich nicht mehr feststellen. Wir hatten sie vor 10 Jahren in Spanien gekauft und mit 17 Jahren bekam sie jetzt Probleme mit ihren Gelenken, so dass sie auch mit Hilfe nicht mehr aufstehen konnte. Daher wurde sie von ihrem Leiden erlöst. Baba war hochträchtig und das Kälbchen wurde dann vom Tierarzt mit einem Kaiserschnitt auf die Welt gebracht. Es ist jetzt bei einem Landwirt, der es mit der Flasche großzieht. Im Herbst wird es dann zurück in die Hellinghauser Mersch kommen. (M. Scharf)

Baba mit dem Kälbchen das vom Leiter des Amtsgerichtes getauft wurde (M. Scharf)Nach dem das Kälbchen trocken gerieben wurde, blickt es erstaunt in die Welt (M. Scharf)Als erstes gibt es in der neuen Heimat einen großen Schluck aus dem Eimer (M. Scharf)

Großes ABU Osterfeuer

Wie seit über 30 Jahren gab es auch dieses Jahr wieder ein großes Osterfeuer an der Maschinenhalle der ABU am ehemaligen Benninghauser Bahnhof. Den Winter über hatte sich dort das Schnittgut vom Schneiteln der Kopfweiden angesammelt, so dass es für ein prächtiges Osterfeuer reichte. Bei gutem trockenen Wetter blieb dann auch vom dem großen Haufen Weidenholz nur ein kleiner Rest Asche übrig, bis vermutlich nächstes Jahr das Schnittgut diverser Weiden wieder für ein stimmungsvolles Feuer sorgt.

Osterfeuer (M. Scharf)Osterfeuer (M. Scharf)

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"Wilde Weiden"

Die gedruckte Version ist vergriffen. Wilde Weiden steht hier als pdf-Datei (WildeWeiden.pdf, ca. 300MB) zur Verfügung.