Startseite

ABU Aktuell

Auszeichnung

Dr. Margret Bunzel-Drüke ist die diesjährige Trägerin des Wolfgang Staab - Naturschutzpreises. Den Preis verleiht die in München ansässige Schweisfurth Stiftung für besondere Leistungen zugunsten einer nachhaltigen Entwicklung in Fluss- und Auenlandschaften.

Seit 1976 engagiert sich die ABU-Mitarbeiterin für naturnahe Bäche und Flüsse. „Man kommt vom Hölzchen auf’s Stöckchen, vom Eisvogel auf die Fische, von den Fischen auf die Fließgewässer, von dort auf natürliche Dynamik und dadurch auf den Einfluss der großen Weidetiere – alles hängt irgendwie zusammen.“. So beschreibt sie ihren naturschützerischen und wissenschaftlichen Weg.

Aktuell arbeitet sie gemeinsam mit dem Landesfischereiverband über die Fische der Lippe. Wie sind die gut 40 Arten über die 225 km von Bad Lippstpringe bis Wesel verbreitet, was sind die Ursachen dafür, dass Arten fehlen oder sehr selten sind, welche Maßnahmen sind erforderlich, um Defizite und Probleme zu beheben? Das sind die Fragen, denen das ehrgeizige Projekt nachgeht.

Bundesweit bekannt wurde die Preisträgerin nicht nur mit ihren Untersuchungen über den Eisvogel und die Fischfauna, sondern auch mit ihren grundlegenden und naturschutzpraktischen Arbeiten zur Rolle großer Pflanzenfresser in der Natur MItteleuropas und deren Einsatz in der heutigen Naturschutzpraxis. Dabei spielen Flussauen eine besondere Rolle: Hier hat sich die naturnahe Beweidung mit robusten Rindern und Pferden inzwischen als eine besonders geeignete Methode der Schutzgebietsentwicklung etabliert.

Dr. Margret Bunzel-Drüke dankte den vielen Mitstreitern, ohne die die vielfältigen Arbeiten nicht möglich gewesen wären. "Ich stehe hier stellvertretend für sie!".

Das Preisgeld von 20.000 Euro wird die Preisträgerin in neue Projekte investieren.

Hier geht es zur Website der Schweisfurth Stiftung.

Gehölzarbeiten in den Ahsewiesen

In den nächsten Tagen finden einige Gehölzarbeiten in den Ahsewiesen zur Pflege des Gebietes statt. Mit Großem Brachvogel und Kiebitz kommen zwei gefährdete Vogelarten im Kernbereich der Ahsewiesen vor, deren Lebensraum von gehölzarmem Feuchtgrünland mit einem offenen Landschaftscharakter geprägt ist. Die Rohrweihe brütet gerne in gehölzarmen Brachen oder Schilfbeständen. Für diese und weitere Arten soll durch die Gehölzarbeiten der Lebensraum verbessert werden. Gegenüber dem Aussichtturm wird die Hecke soweit gekürzt, dass der Blick in das Schutzgebiet auch von der unteren Etage des Turmes wieder möglich ist. Diese Maßnahme muss alle ca. vier Jahre erfolgen. Einige der Arbeiten waren bereits für 2017 vorgesehen, mussten aber aufgrund der Nässe zurückgestellt werden. Dieses Jahr herrschen optimale Arbeitsbedingungen, ohne dass die Vegetation beeinträchtigt wird. Aufgrund der Trockenheit halten sich derzeit auch kaum Vögel im Gebiet auf, die durch die Arbeiten gestört werden. Die Arbeiten werden etwa eine Woche in Anspruch nehmen. Danach kehrt wieder Ruhe in das Schutzgebiet ein.

Unser Uhu hat eine neue Bleibe

 Der Uhu, der von der ABU seit einem halben Jahr gepflegt wurde, hat eine neue Heimat gefunden. Zwar konnte der Vogel, der mit einem Bruch im Handgelenk zu uns gelangte, nach erfolgreicher Operation mit anschließender Ausheilung der Verletzung wieder leidlich fliegen. Ein Versuch die Eule frei zu lassen zeigte aber, dass ihr dauerhafter Flug (noch) nicht möglich war. Daher nutzten wir die Möglichkeit den Uhu in der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen unterzubringen. Wir brachten den stattlichen Vogel dorthin, wo er gleich eine große Rundvoliere beziehen durfte. Wir nutzten natürlich die Gelegenheit diese beachtliche und große Einrichtung zu besichtigen. Hier wird nicht nur ein enormes Artenspektrum an gefundenen Tieren aufgepäppelt oder gesund gepflegt um diese dann wieder in die Freiheit zu entlassen, vielmehr laufen hier erfolgreiche Nachzuchten des Europäischen Nerzes (nicht zu verwechseln mit dem Mink, dem Amerikanischen Nerz) sowie von Moorenten, Arten, die in Deutschland im vergangenen Jahrhundert ausstarben bzw. nur noch vereinzelt brüteten. Die so „produzierten“ Europäischen Nerze und Moorenten werden überwiegend im Bereich des nahe gelegenen Steinhuder Meeres mit gutem Erfolg ausgewildert. Diesem See statteten wir dann noch einen Besuch ab. Leider hat die andauernde Trockenheit dieses Jahres auch hier zum Verschwinden fast aller Flachwasserzonen im Umfeld des Sees geführt und freilebende Moorenten waren dementsprechend nicht zu beobachten (D. Hegemann, H. Vierhaus).

Dieser Uhu sollte nicht zum Dauerpflegling der ABU werden (H. Vierhaus)Die weißen Oberlippen sind das Artmerkmal des Europäischen Nerzes. Der Mink hat nur ein weißes Kinn (H. Vierhaus)Seiende, schlabbernde Krickenten im Flachwasser des Steinhuder Meeres (H. Vierhaus)Der "Kilimandscharo" bei Bokeloh, die Abraumhalde des Kalisalzbergwerkes bestimmt das Landschaftsbild südlich des Steinhuder Meeres (H. Vierhaus)

Neue Natur- und Landschaftsführer für die LEADER Region Lippe Möhnesee

Die neuen Naturführer mit den Bürgermeistern und Frau Dr. Gertrud Hein von der NUA und Petra Salm  (Foto: B. Beckers)Geschafft! Die schriftliche und praktische Prüfung zum zertifizierten Natur- und Landschaftsführer haben nun 20 Teilnehmer des Lehrganges erfolgreich absolviert. Dieser wurde im Rahmen des LEADER Projektes „Natur- und Landschaftsführer für die LEADER Region Lippe-Möhnesee“ von der ABU in Kooperation mit der Biologischen Station Paderborn Senne, der NABU Naturschutzstation Münsterland und der Natur- und Umweltschutzakademie Nordrhein-Westfalen (NUA) durchgeführt. Nachdem die Teilnehmer ca. 70 Stunden in Theorie und Praxis von verschiedensten Referenten wichtiges über die Natur und die Landschaft und darüber, wie man eine gute Führung durchführt, gelernt hatten und auch noch ein schriftliche Hausarbeit abliefern mussten, stand am letzten Wochenende die Prüfung auf dem Plan.

Dabei boten die neuen Natur- und Landschaftsführer, unter denen übrigens Teilnehmer aus allen sieben Leader-Kommunen waren, den Prüferinnen, Dr. Gertrud Hein von der NUA und Petra Salm von der ABU ein facettenreiches Programm. Die phantasiereiche Übermittlung von Wissen suchte ihresgleichen. Vom Rotkäppchen mit ihrem Wolf, das die Teilnehmer in den Arnsberger Wald entführte, über ein Theaterspiel zum Thema Äpfel und das Feuermachen bis hin zur Führung durch die Lippeaue war vieles dabei.

„Es hat viel Spaß gemacht und wir haben viel gelernt“, war die einhellige Meinung der neuen Natur- und Landschaftsführer nach dem Abschluss des Lehrganges.

Mit den neuen Naturführern freuten sich auch Matthias Lürbke, Vorsitzender der der Lokalen Aktionsgruppe Lippe-Möhnesee e.V. und Bürgermeister der Gemeinde Lippetal und seine Kollegen, Bürgermeister Christian Thegelkamp aus Wadersloh und Bürgermeister Malte Dahlhoff aus Bad Sassendorf, Herr Alfons Tubes von der Stadt Soest sowie Regionalmanagerin Dr. Christian Steinbicker, Joachim Drüke, Vorsitzender der ABU und Birgit Beckers, Geschäftsführerin der Biologischen Station und natürlich auch Frau Dr. Hein und Petra Salm, die den Lehrgang durchgeführt und organisiert haben. Nach der feierlichen Übergabe gab es dann noch ein gemütliches Zusammensein bei Kaffee und Kuchen.

Karola Beerhus präsentiert ihre Führung zum Thema "Apfel" (Foto: P. Salm)hier müssen die Teilnehmer in 5 Minuten ein Feuer machenam Ende bekommen Frau Dr. Hein und Petra Salm noch ein nettes Geschenk von den Teilnehmern (Foto: B. Beckers)

Weiterlesen...

Erfolgreiche Apfelernte auf der Streuobstwiese

Die Obstbäume hängen in diesem Jahr voller Äpfel und Birnen. So war die Idee geboren, das Obst auf der Streuobstwiese in Schallern zu nutzen und das Obst zu sammeln, um daraus Saft pressen zu lassen. Mit ehrenamtlichen Helfern und Kindern der Kindergruppe hat die ABU letzten Freitag Äpfel gesammelt. Es wurde geklettert, geschüttelt, gepflückt und gesammelt. Mindestens eine Tonne ist zusammen gekommen. Spaß hatten auch alle beim Tippen, wieviel Saft es denn werden würde. Mittlerweile ist das Obst zu Saft gepresst worden. Es sind 855l abgefüllt worden. Für eine Streuobstwiese ist es wichtig dass diese regelmäßig gepflegt wird und die Bäume geschnitten werden. Denn eine gepflegte Streuobstwiese nützt vielen Tierarten wie Insekten, Igeln oder auch dem Steinkauz, der gerne in älteren Bäumen brütet.

Alle sind eifrig am Sammeln (Ralf Joest)Äpfel auf dem Boden nach dem Schütteln des Baumes (Ralf Joest) Die Ernte ist geschafft! (Ralf Joest)

Naturschutz von seiner leckersten Seite

In der Lippeaue und auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Büecke (Soest) weiden mittlerweile über 100 auerochsenähnliche Rinder, um die Landschaft naturnäher zu gestalten. Der Nachwuchs ist begehrt bei ähnlichen Projekten, so dass wir jedes Jahr Zuchttiere abgeben; auch um die Zahl der Weidetiere auf den Flächen nicht übermäßig anwachsen zu lassen. Vor allem bei den jungen Bullen bleiben aber auch jedes Jahr einige, die nach einem guten Leben in den Natur geschlachtet werden müssen, da sie für die Zucht nicht geeignet sind. Diese Bullen werden zum Teil über die ABU als 20 kg Fleischpakete direkt vermarktet. Interessenten können sich bei der ABU melden.

Eine leckere Veranstaltung zu unseren Rindern gibt es am Freitag, dem 12. Oktober im Cafe Paradies in Soest. Dort wird Fleisch von unseren "Auerochsen" im Zusammenhang mit einem Vortrag über unsere Tiere serviert. Matthias Scharf wird dabei mit vielen interessanten Bildern erläutern, wie die Rinder in den Naturschutzgebieten gehalten werden und wie die Zucht in Richtung Auerochse funktioniert. Interessenten am "Kulinarischen Salon" können beim Cafe Paradies melden (02941/14463). Eine Anmeldung ist erforderlich

Kulinarischer Salon

Startseite

Nachrichten

Termine

Aktuelle Beobachtungen

Werden Sie aktiv

Spenden

Kinder- und Jugendgruppe

Betreuungsgebiete

Projekte

Natur im Kreis Soest

Naturschutzthemen

Veröffentlichungen

Downloads

Mitarbeiter-Login

Die ABU ist Partner der

Aktuelle Projekte
Bachtaeler-100 auenland-80

Naturschätze Südwestfalens

Aktuelle Beobachtungen

Aktuelle Termine


alle Termine im Überblick
Programm als Download

Naturnahe Beweidung

Säugetiere in Eulengewöllen

"Wilde Weiden"

Die gedruckte Version ist vergriffen. Wilde Weiden steht hier als pdf-Datei (WildeWeiden.pdf, ca. 300MB) zur Verfügung.