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ABU Aktuell

Same procedure as every year

Jedes Jahr wieder werden die Spuren für die Gelbbauchunken erneut bzw. vertieft. Schön frisch angelegt mögen es die Unken am liebsten. Für die wenigen verbliebenen Tiere auf dem ehemaligen Übungsplatz bei Büecke wird es dann auch so wieder hergerichtet. Vor etlichen Jahren übte hier die Belgische Armee mit ihren kleinen Panzern und zerfurchte das Gelände ohne Ende. Jetzt, wo das Gebiet in das Eigentum der NRW-Stiftung übergegangen ist, müssen das Traktoren einmal im Jahr machen, damit die Gewässer für die Gelbbauchunken erhalten bleiben. Die mittlerweile extrem seltenen Gelbbauchunken waren einst typisch für Übungsplätze und nutzen fast ausschließlich Fahrspuren zum Ablaichen. Auch für viele Insekten sind die frischen Fahrspuren attraktiv. Ein Video der Aktion ist in YouTube unter "Fahrspuren für Gelbbauchunken" zu sehen.

Die Maßnahme wurde im Rahmen des LIFE Projekts Bovar durchgeführt, welches sich dem Management der Gelbbauchunke und anderer Amphibienarten der dynamischen Lebensräumen widmet. In der achtjährigen Laufzeit werden in vier Projektregionen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden verschiedene Maßnahmen und Aktionen durchgeführt, mehr dazu unter: https://www.life-bovar.com/

(M. Scharf)(M. Scharf)(M. Scharf) (M. Scharf)

Neues ABUinfo 2019 erschienen

Das neue ABUinfo.Soeben ist das neue ABUinfo erschienen und liegt bei den Mitgliedern des Vereins in diesen Tagen druckfrisch im Briefkasten. Die Inhalte reichen u.a. von einem Bericht über den erfolgreichen Lehrgang für Naturführer über die Kopfbaumpflege bis hin zur Würdigung der Arbeit langjähriger Naturschützer im Kreis Soest. Größere Beiträge geben eine Zwischenbilanz der Auerochsenzucht der ABU und untersuchen die Wirkung von Schutzmaßnahmen für den Kiebitz und Nahrungsflächen für Greifvögel in der Hellwegbörde. Außerdem gibt es einen Einblick in das neue Life-Projekt für die Gelbbauchunke. Hochaktuell ist die Frage: Insekten - Ungeziefer oder unverzichtbar?

Wir hoffen, dass für jeden Leser etwas dabei ist. Das ganze Heft oder einzelne Beiträge können hier heruntergeladen werden (Ralf Joest).

Wohnungsbau leicht gemacht

In denEine Steinkauzröhre wird angebracht (Foto: B. Beckers) Ahsewiesen und in der Disselmersch waren einige Brutröhren für den Steinkauz in die Jahre gekommen. Die defekten Röhren wurden nun ausgetauscht und weitere angebracht. Kopfweiden in extensiv, teilweise beweideten Grünlandflächen sind besonders geeignet zur Brut und Aufzucht der Steinkauzjungen. Wenn in den Kopfbäumen geeignete, natürliche Bruthöhlen fehlen, kann eine speziell auf die Bedürfnisse des Steinkauzes ausgerichtete Kunströhre Abhilfe schaffen.

 

Fertig. Die Steinkauzröhre ist angebracht. (Foto: B. Beckers)Auch eine frisch geschneitelte Kopfweide erhielt eine Steinkauzröhre. (Foto: B. Beckers)

Gänseexperten besuchen die Ahsewiesen

Kees Koffijberg und Niklas Liljeback in den Ahsewiesen (Ralf Joest).Am vergangen Freitag besuchten die Gänseeperten Kees Koffijberg und Niklas Liljebäck die Ahsewiesen. Niklas Liljebäck, Leiter des schwedischen Zwerggansprojektes, wollte seine Teilnahme an einer Tagung der DO-G Fachgruppe Gänse nutzen, auch „seine„ Zwerggänse in ihrem Überwinterungsgebiet in der Lippeaue und den Ahsewiesen zu besuchen. Leider konnte der geschlossene Trupp aus etwa 20 Zwerggänsen nicht im Gebiet angetroffen werden. Wahrscheinlich hielten sich die Vögel in der weiteren Umgebung auf. Unter den ca 600 anwesenden Blässgänsen konnten die Experten aber nach einigem Suchen eine einzelne Zwerggans ausmachen. Der am rechten Bein mit einem schwarzen Ring markierte Vogel ist offenbar von seinen Artgenossen getrennt worden und hat sich unter die Blässgänse gemischt. So blieb die weite Reise nicht ganz vergeblich. Außerdem waren bei schönem Frühlingswetter ca. 400 Kiebitze und ca. 40 Goldregenpfeifer, einige Brachvögel und eine singende Misteldrossel zu sehen und zu hören. Etwa 20 Kraniche kreisten kurz über dem Gebiet, flogen dann aber weiter. Im schwedischen Brutgebiet der Zwerggänse herschen dagegen immer noch Minusgrade (Ralf Joest).

Besuch der Bio-Station Rieselfelder Münster bei der ABU

Die Rieselfelder Münster waren schon oft das Ziel von ornithologisch geprägten Ausflügen und Exkursionen der ABU. Jetzt war es einmal umgekehrt und die Belegschaft der Biologischen Station der Reiselfelder war zu einem Betriebsausflug zur ABU gekommen. Interesse fanden vor allem die Beweidungsprojekte der ABU. Und so ging die Fahrt nach einer Besichtigung der Bio-Station der ABU zuerst zu dem ehemaligen Übungsplatz Büecke bei Soest.  Insbesondere die Kuh Bionade fand die Besucher toll, nachdem sie gemerkt hatte, dass es süsse Rübenschnitzel gab. Weiter ging es in die Lippeaue, wo eine Besichtigung der Hellinghauser Mersch den Besuch beendete.

Bionade findet den Bulli der Münsteraner sehr interessant.Bionade als FotomodellDie Kaiserschnitte freundete sich gleich mit den Münsteranern an. Sie war letztes Jahr als Kaiserschnitt zur Welt gekommen und fühlt sich mehr als Mensch denn als Kuh. Besichtigung der Rinder in der Hellinghauser Mersch

Kranichbeobachtung mit Genuss

Zur Zeit ziehen die Kraniche wieder aus ihren Winterquartieren in die Brutgebiete. Hierbei legen sie in geeigneten Gebieten eine Rast zur Übernachtung ein. Dieses Schauspiel findet auch jedes Frühjahr in den Ahsewiesen statt. Vom Beobachtungsturm aus lassen sich die Kraniche sehr schön beobachten und fotografieren.

Leider werden die Kraniche immer wieder mal von durch die Ahsewiesen fahrenden Autos aufgescheucht. Sie verlassen dann das Gebiet. Die ABU bittet darum, in den nächsten Tagen den nördlich der Kernzone vorbeiführenden Weg vom späten Nachmittag bis zum kommenden Vormittag nicht zu befahren oder zumindest das Scheinwerferlicht auszumachen. So können die Kraniche ungestört ruhen und Kraft für ihren beschwerlichen Weg in die Brutgebiete sammeln. Die ABU bedankt sich herzlich für die Rücksichtnahme.

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"Wilde Weiden"

Die gedruckte Version ist vergriffen. Wilde Weiden steht hier als pdf-Datei (WildeWeiden.pdf, ca. 300MB) zur Verfügung.