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ABU Aktuell

Flora-Projekt will bedrohte Raritäten retten

Guter Heinrich (Foto: W. Schubert)Die Biologische Stationen Hochsauerlandkreis und Soest setzen sich seit vielen Jahren für den Erhalt einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt in ihren Kreisgebieten ein. Trotz dieser umfangreichen Bemühungen gibt es Pflanzenarten, die in ihrem Bestand hochgradig gefährdet sind. Manche dieser Arten sind von Natur aus selten. Dazu gehört an wenigen Salzstandorten entlang des Hellwegs der Echte Sellerie.

Andere Pflanzen kommen aufgrund sich ändernder Landnutzung nur noch in einigen wenigen Populationen vor, so etwa der Echte Frauenspiegel auf extensiv genutzten Kalkscherbenäckern.
Aufgrund einiger naturräumlicher Besonderheiten kommt den beiden Kreisen für
einige Pflanzenarten landesweit eine hohe Verantwortung für den botanischen Artenschutz zu.

Um diese botanischen Highlights dauerhaft zu erhalten und die Bestände zu fördern, haben die Biologischen Stationen ein gemeinsames Modellprojekt entwickelt. Seit Anfang des Jahres liegen nun die Förderbescheide durch das Land NRW, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und der Nordrhein-Westfalen-Stiftung vor. Über 5 Jahre können sich die beiden Biologischen Stationen mit diesen zusätzlichen Mitteln nun noch intensiver um den Erhalt und die Förderung der botanischen Raritäten kümmern.

Wer findet den Guten Heinrich?

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NABUler aus ganz NRW besuchen die ABU

NABU-Delegierte aus ganz NRW in der Klostermersch (Foto: B. Beckers)Am Vortag der NABU-Landesdelegiertenversammlung besuchten rund 30 Delegierte aus ganz Nordrhein-Westfalen die ABU und den NABU-Kreisverband Soest. Die Landesdelegiertenversammlung fand am vergangenen Sonntag auf Einladung des NABU-Kreisverbandes Soest in Bad Sassendorf statt. Den Vortrag gestalteten der NABU-Kreisverband und die ABU. Nach einer Besichtigung der Fotoausstellung des NABU-Kreisverbandes im Hof Scheer in Hellinghausen ging es zunächst auf den Aussichtspunkt am Anglerweg in der Hellinghauser Mersch. Anschließend gaben die ABUler in der Klostermersch Erläuterungen zur Lipperenaturierung, der Entwicklung der Libellenfauna und der Flächenentwicklung durch die Beweidung mit unseren Rinden und Pferden. Auch die imposanten Rinder und Pferde zeigten sich. Uferschwalben, Neuntöter, ein noch brütender Haubentaucher, Insekten und zahlreiche blühende Pflanzenarten konnten beobachtet werden. Beieindruckt von den beiden Lippeauengebieten klang der Tag mit einem gemütlichen Beisammensein und leckerem Essen bei der ABU aus.

Am Sonntag konnte die ABU an einem Infotisch die rund 150 Delegierten aus ganz NRW über ihre Arbeit informieren.

Auf der Jagd nach dem Nackten Osman

Der Nackte Osman ist nicht etwa ein asiatischer Würdenträger ohne Bekleidung, sondern eine Fischart fast ohne Schuppen, die u.a. in Kirgistan vorkommt. Dorthin war das Fischteam der ABU auf Einladung des Büros für Biologie in Kirgistan geflogen, um die Fischfauna einiger Gewässer zu untersuchen. Neben dem Nackten Osman leben in Kirgistan auch der Schuppige Osman, der Gebirgswels, verschiedene Haselarten sowie eine kaum zu unterscheidende Vielzahl von Schmerlen. Die aktuelle Verbreitung der Fische ist wenig untersucht, so dass wir gebeten wurden, zumindest in einigen Gewässern nachzusehen, welche Arten dort überhaupt (noch) vorkommen. Begleitet durch einige Ornithologen, die Vögel fangen und beringen wollten, zog unsere kleine Gruppe mit einem Minibus durch den nördlichen Teil Kirgistans. Die Fahrt ging zweieinhalb Wochen lang vom warm-heißen Flachland um die Hauptstadt Bischkek bis auf über 3000 Meter Höhe zu einer kalten Hochebene um den Son-Kul-See. Die Liste der beobachteten Vogelarten reicht von der Blauracke bis zum Schneegeier.

Beschuppter Osman (M. Scharf)Elritze (M. Scharf)Marinka (M. Scharf)Nackter Osman (M. Scharf)Schmerle (M. Scharf)Welche zwei Schmerlen sind es? (M. Scharf)Schuppiger Osman (M. Scharf)Mit der Zahnbürste wird das Aquarium für die Fischaufnahme gesäubert (M. Scharf)Auch mit einem Wurfnetz werden die Fische gefangen (M. Scharf)Die Netze müssen kontrolliert werden (M. Scharf)Auch ein Gebirgspass musste passiert werden (M. Scharf)Unser Zeltlager am Fluss (M. Scharf)Hochebene mit Fluss (M. Scharf)Nationalpark bei Bishkek (M. Scharf)Die gefangenen Vögel werden beringt (M. Scharf)

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Neuigkeiten von den Zwerggänsen

"Unsere" Zwerggänse in Schweden (Quelle: Newsletter des schwedischen Zwerggansprojektes)Von den Zwerggänsen, die im Kreis Soest überwintert haben, gibt es Neuigkeiten: Mitte Mai wurden 23(!) der 24 Zwerggänse in Ammernäs in Schweden gesichtet. Das Flussdelta in Ammarnäs ist einer der wichtigsten Frühlingsrastplätze der Zwerggänse, bevor sie zum Brüten ins Fjäll fliegen. "Unsere" Zwerggänse haben sich dort mit anderen getroffen, die z.T. in den Niederlanden überwintert haben. Die Junggänse haben also den Weg in den Raum, in dem sie geboren wurden, zurück gefunden. Im ersten Sommer werden sie noch nicht brüten. Wir sind gespannt, ob sie im nächsten Herbst wieder in die Lippeaue zum Überwintern zurückkehren.

Aktive Seidenbienen

Im Sand einer nicht genutzten Sprunggrube auf dem Sportplatz von Horn graben Wildbienen und Wespenarten ihre Brutkammern. Das sind die den Honigbienen ähnelnden Seidenbienen, denen aber die Körbchen zum Pollensammeln an den Hinterbeinen fehlen und die einen glänzend schwarzen Hinterleib haben. Diese Art heißt Seidenbiene, weil sie die unterirdischen Bruträume mit einem seidenartigen Gespinst auskleidet. Die deutlich kleineren Silbermundwespen, die hier ebenfalls die Brutkammern für ihren Nachwuchs anlegen, tragen kleine Fliegen als Proviant für ihre Larven ein (H. Vierhaus).

Eine Seidenbiene (Colletes cunicularius) sucht den Zugang zu ihrer Nistkammer (H. Vierhaus)Eine Silbermundwespe läuft nervös auf der Suche nach einem geeigneten Nistplatz umher (H. Vierhaus)Jetzt klärt sich, warum diese Grabwespenart Silbermundwespe heißt (H. Vierhaus)Dieses Männchen mit der merkwürdigen Verbreiterung an den Vorderbeinen lässt schließlich die Artbestimmung 'Crabro peltarius' zu (H. Vierhaus)

Schwertlilienblüte in der Klostermersch

Aktuell und vermutlich nur noch einige Tage kann man in der Klostermerschein ein großes Feld mit blühenden Schwertlilien bewundern. Bei Eickelborn geht eine Fußgängerbrücke über die Lippe, von der man dieses eindrucksvolle Schauspiel nördlich der Lippe bewundern kann. Dort ist auch direkt an der Brücke ein Aussichtshügel mit Blick auf ein brütendes Storchenpaar. Die Schwertlilien schmecken den dort weidenden Rindern nicht so gut, so dass sie sich ungestört über fast einen halben Hektar ausbreiten konnten. Wie ein kleines gelbes Meer inmitten der grünen Wiesen haben die Schwertlilien den etwas tieferen und feuchten Bereich erobert. (M. Scharf)

Den Auerochsen der ABU schmecken die Schwertlilien nicht gut, so dass sie ungestört eine großen Bereich erobern konnten (M. Scharf)Schwertlilien mit violett blühendem Beinwell im Vordergrund (M. Scharf)

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"Wilde Weiden"

Die gedruckte Version ist vergriffen. Wilde Weiden steht hier als pdf-Datei (WildeWeiden.pdf, ca. 300MB) zur Verfügung.