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ABU Aktuell

Tschüss Baba

Baba war schon eine Nummer: Sie war eine der letzten braunen Sayaguesas aus Spanien. Ihr letztes Kälbchen wurde vom Leiter des Amtsgerichtes in Lippstadt getauft. Und sie hatte als einzige die Sondergenehmigung, sich im Heulager am Futter zu bedienen, während alle anderen Rinder aus der ABU-Auerochsenherde in der Hellinghauser Mersch sofort weggescheucht wurden, wenn sie versuchten, sich dreist in das Heulager zu mogeln. Baba war auch sehr verständig. Wenn man ihr "Feierabend" sagte, verließ sie sofort das Heulager ohne Murren.  In Spanien hatte sie den Namen "Baba" bekommen, was übersetzt "Sabber" heißt. Sie hatte nicht mehr als die anderen Rinder gesabbert, und warum sie bei ihrer Geburt in Spanien diesen etwas despektierlichen Namen bekam, lies sich nicht mehr feststellen. Wir hatten sie vor 10 Jahren in Spanien gekauft und mit 17 Jahren bekam sie jetzt Probleme mit ihren Gelenken, so dass sie auch mit Hilfe nicht mehr aufstehen konnte. Daher wurde sie von ihrem Leiden erlöst. Baba war hochträchtig und das Kälbchen wurde dann vom Tierarzt mit einem Kaiserschnitt auf die Welt gebracht. Es ist jetzt bei einem Landwirt, der es mit der Flasche großzieht. Im Herbst wird es dann zurück in die Hellinghauser Mersch kommen. (M. Scharf)

Baba mit dem Kälbchen das vom Leiter des Amtsgerichtes getauft wurde (M. Scharf)Nach dem das Kälbchen trocken gerieben wurde, blickt es erstaunt in die Welt (M. Scharf)Als erstes gibt es in der neuen Heimat einen großen Schluck aus dem Eimer (M. Scharf)

Großes ABU Osterfeuer

Wie seit über 30 Jahren gab es auch dieses Jahr wieder ein großes Osterfeuer an der Maschinenhalle der ABU am ehemaligen Benninghauser Bahnhof. Den Winter über hatte sich dort das Schnittgut vom Schneiteln der Kopfweiden angesammelt, so dass es für ein prächtiges Osterfeuer reichte. Bei gutem trockenen Wetter blieb dann auch vom dem großen Haufen Weidenholz nur ein kleiner Rest Asche übrig, bis vermutlich nächstes Jahr das Schnittgut diverser Weiden wieder für ein stimmungsvolles Feuer sorgt.

Osterfeuer (M. Scharf)Osterfeuer (M. Scharf)

Ehrenamtseinsatz im Arnsberger Wald

Ostersamstag zog eine Gruppe Ehrenamtlicher der ABU in den Arnsberger Wald. Es ging an die Große Schmalenau im Bereich des sog. Pastorenweges. Nachdem wir im Rahmen des LIFE-Projektes vor einigen Jahren die naturfernen Fichten in der Aue entnommen hatten, soll sich nun ein naturnaher Erlen-Auwald entwickeln. Hierzu suchen wir seit einigen Jahren jährlich die Laubwaldnaturverjüngung und schützen sie vor dem Verbiß durch Schalenwild. Dieser so aufwachsende Wald ist viel natürlicher als wenn man die Bäume pflanzen würde. Bereits im letzten Herbst hatten wir etliche kleine Bäumchen markiert, aber irgendwann ging uns das Schutzmaterial aus. Nun konnten wir neues Material anschaffen und die im Herbst markierten Bäumchen schützen. Das neue Schutzmaterial konnten wir von den Spenden, die wir im Dezember durch die Abgabe von Natur-Weihnachtsbäumen aus dem Arnsberger Wald erhalten haben, finanzieren. Neben dem Schutz der jungen Laubbäume schnitten wir auch einen Teil der Fichtennaturverjüngung, die nach der Entnahme der Altfichten wieder aufgekommen ist. Der Tag klang bei Kaffe und Kuchen in der Gaststätte Tacke in Neuhaus aus.

Verdiente Mittagsrast im Tal der Großen Schmalenau. (Foto: J. Drüke)

Die Ehrenamtlichen der ABU treffen sich in der Regel am dritten Donnerstag des Monats ab 19.00 Uhr bei der ABU. Interessenten, die bei ehrenamtlichen "Arbeits"einsätzen mitwirken möchten, können sich gerne bei der ABU melden.

Die Lippe ist Flusslandschaft des Jahres

Die Lippe wurde auf Vorschlag des Landesfischereiverbandes Westfalen und Lippe e.V. (LFV) vom Deutschen Angelfischereiverband (DAFV) und den Naturfreunden Deutschlands (NFD) zur „Flusslandschaft des Jahres 2018/2019“ ausgewählt.

Am 24. März 2018 fand die Verleihung des Titels in einem festlichen Rahmen in der Zeche Fürst-Leopold in Dorsten vor 130 geladenen Gästen statt.

130 geladene Gäste waren nach Dorsten an die Lippe gekommen zur Proklamation der Flusslandschaft des Jahres. (Foto: Bernd Stemmer)Dr. Margret Bunzel-Drüke und Dr. Günther Bockwinkel hielten den Festvortrag (Foto: Bernd Stemmer)Der Festvortrag spann einen weiten Bogen und begeisterte die Anwesenden (Foto: Bernd Stemmer)Wassser der Trave, vormalige Flusslandschaft des Jahres, wurde feierlich in die Lippe gegossen. (Foto: Bernd Stemmer)

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Bericht über die Jahreshauptversammlung 2018

Der Vorsitzende der ABU, Joachim Drüke, eröffnete am 23.03.2018 um 19.35 Uhr die diesjährige Jahreshauptversammlung. Der Saal in der Lohner Mühle, Sitz des Vereins mit der Biologischen Station Soest, war mit 70 Mitgliedern und Gästen wieder voll besetzt.

Bericht des Vorsitzenden

Joachim Drüke berichtete über das abgelaufene Geschäftsjahr. Der Vorstand tagte 9-mal. Christian Härting ist aus dem erweiterten Vorstand ausgeschieden und hat eine Teilzeitstelle im hauptamtlichen Team der ABU angetreten. Die Herbstversammlung war sehr gut besucht. Das öffentliche Exkursions- und Vortragsprogramm traf auf breites Interesse.

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Frische Spuren für die Unken

Auf dem Kleiberg bei Büecke (ehemaliger Truppenübungsplatz) befindet sich eines der letzten Vorkommen der bedrohten Gelbbauchunke im Kreis Soest. Die Art hat sich auf temporäre Kleingewässer spezialisiert und laicht nur hier ab – größere Gewässer mit anderen Amphibienarten meidet sie. Auf dem Kleiberg entstanden solche Kleingewässer durch die militärischer Nutzung: Panzer und andere schwere Fahrzeuge schufen regelmäßig verdichtete Fahrspuren, wo sich das Wasser für die kurze Aufzuchtzeit der Unken sammelte. Die Spuren müssen regelmäßig neu verdichtet werden um Wasser zu halten. Nachdem die militärische Nutzung vor Jahren aufgegeben wurde, müssen die Fahrspuren heute im Naturschutzgebiet mit anderen schweren Fahrzeugen nachgefahren werden. Am vergangenen Montag (26. März) vor Beginn der Laichzeit stand diese Aktion an: Zwei große und schwere Traktoren eines Lohnunternehmers waren auf dem Kleiberg einen halben Tag lang unterwegs und fuhren die Spuren auf einem Teilbereich des Gebietes nach. Für die Unken ist nun alles hergerichtet! (C. Härting & M. Scharf)

Zwei schwere Traktoren fahren die Spuren nach (Foto: M. Scharf)Traktor fährt in die matschige Fahrspur (Foto: M. Scharf)Dabei verdichtet er die Fahrspur, so dass sich hier Wasser sammeln kann (Foto: M. Scharf)Die Unken wandern erst in einigen Wochen in ihre Gewässer zurück (Foto: M. Scharf)

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"Wilde Weiden"

Die gedruckte Version ist vergriffen. Wilde Weiden steht hier als pdf-Datei (WildeWeiden.pdf, ca. 300MB) zur Verfügung.