Startseite

ABU Aktuell

Lippe-Vortrag am 5. Dezember 2019

Die Lippe bei Uentrop (J. Drüke)Zur Geschichte der Lippe und ihrer Fische von der Quelle bis zur Mündung: Am Donnerstag, den 5. Dezember um 19:30 Uhr lädt die Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz (ABU) alle Interessierten zu einem öffentlichen Vortrag über die Lippe in die Geschäftsstelle der ABU (Lohner Mühle, Teichstraße 19 in Bad Sassendorf-Lohne) ein.
Die Lippe ist ein geologisch gesehen junger Fluss: Ihr heutiger Lauf entstand erst am Ende der letzten Kaltzeit, als zwischen Paderborn und Wesel noch Mammut und Wollnashorn herumstreiften. Der Vortrag von Dr. Margret Bunzel-Drüke beleuchtet die wechselvolle Geschichte des längsten Flusses in Nordrhein-Westfalen. Wie veränderte sich das Aussehen der Lippe und ihrer Aue im Laufe der Jahrtausende und welche Einflüsse hatten die Menschen - die ersten Ackerbauern, die Römer, das Mühlenwesen, die Schiffbarmachung der Preußen oder der Steinkohlebergbau? Wie erging es der artenreichen Fischgemeinschaft? Und wie ist der Zustand der Lippe heute? Streifzüge durch Geologie, Naturkunde und ein bisschen Geschichte lassen sich zu einer "Flussgeschichte" der Lippe zusammenfügen.
Auch wenn Fische im Vordergrund des bilderreichen Vortrags stehen, kommen andere Tier- und auch Pflanzenarten nicht zu kurz. Und auch einige Personen werden vorgestellt, deren Leben mit der Lippe verbunden ist, darunter Ida von Herzfeld, Laurenz von Brachum, Carl Cornelius und Landrat Herwig.

Ehrenamtliche Kartierung im Kreis Soest: Weiterer Rückgang des Kiebitz

Kiebitz im Grünland (Foto: B. Beckers)In diesem Jahr haben wir unsere seit 1972 andauernde Tradition weitergeführt und wieder eine kreisweite ehrenamtliche Kartierung des Kiebitzbestandes durchgeführt. Parallel lief auch der Gelegeschutz, bei dem die Nester während der Brutzeit geschützt wurden. Hiermit möchten wir uns bei allen Beteiligten für die Mitarbeit bedanken und über die aktuellen Daten informieren.
Die kreisweite Kartierung des Kiebitzes ergab 2019 einen Brutbestand von nur noch maximal 308 Revierpaaren, 2016 waren es noch 455 Paare. Der Rückgang um über 30% ist besorgniserregend. Die erste quantitative Volkszählung im Jahr 1997 erbrachte noch über 1100 Paare! Seitdem ist ein kontinuierlicher Rückgang des Brutbestandes festzustellen, heute sind es nur noch 28% des Bestandes von 1997.
Besorgniserregend ist auch die geringe Anzahl an Kiebitzkolonien mit mehreren Paaren nah beieinander: Diese können sich besser gegen Feinde verteidigen und haben meist einen höheren Bruterfolg. In der Hälfte der Vorkommen handelt es sich aber nur noch um Einzelbruten. Kolonien mit 20 Brutpaaren gehören schon längst der Vergangenheit an. In diesem Jahr wurde nur ein Acker mit 10 Brutpaaren registriert.

Weiterlesen...

Herbstversammlung am Freitag, den 15.11.2019

Weidelandschaft in der Lippeaue zwischen Hellinghausen und Benninghausen (Foto: J. Drüke)Die ABU lädt am Freitag, den 15. November um 19:30 Uhr, alle Mitglieder und Interessierte in die Lohner Mühle zur alljährlichen Herbstversammlung ein. Diese bietet wie immer Raum für spannende Vorträge und viele Gespräche.
Im Zentrum steht eine der Ursachen des großen Insektensterbens: Das Verschwinden artenreicher Weidelandschaften!

Friedrich Pfeifer, Biologe aus Ahaus, hat sich intensiv mit der Käferfauna in Westfalen befasst. Er wird über die ökologischen Beziehungen zwischen Weidetieren und den Mistkäfern berichten. Es sind die „Hinterlassenschaften“ von Rindern und Pferden, die diese Käfer als Nahrungsquelle verwerten, weshalb diese Artengruppe auch als „Dungkäfer“ bezeichnet wird. Doch schmackhaft sind die Hinterlassenschaften für Käfer und andere Insekten nur, wenn die Rinder nicht vorbeugend mit Medikamenten behandelt werden.

Die ganzjährige naturnahe Beweidung praktiziert die ABU seit über 25 Jahren in der Lippeaue und seit 6 Jahren auf dem Kleiberg südlich von Soest, dem ehemaligen Standorbungsplatz Büecke. Seit wenigen Tagen liegt der neue, 400 Seiten starke Leitfaden zur naturnahen Beweidung druckfrisch in der Lohner Mühle, herausgegeben von der ABU und erarbeitet von einem bundesweiten Autorenteam. Auch hierüber wird kurz berichtet, wie auch über eine Luftbildzeitreise über unsere Betreuungsgebiete seit 2004 sowie die zahlreichen Möglichkeiten für Freiwillige, sich in der ABU an Naturschutzaktivitäten zu beteiligen.

Kurs Obstbaumschnitt mit Ute Buschhaus

Obstbaumschnitt will gelernt sein (Foto: U. Buschhaus)Wer im Herbst kräftig Obst ernten möchte, muss im Winter zur Schere greifen und die Obstbäume richtig beschneiden. Auch aus Sicht des Naturschutzes ist so ein Schnitt wichtig: So wird der Baum lange gesund und stabil gehalten. Wer schon selbst Bäume geschnitten hat, weiß, dass das gar nicht so einfach ist.

Daher bietet die ABU gemeinsam mit Ute Buschhaus, Diplom Agrar-Ingenieurin und langjährige Beraterin im Ökolandbau, nun zwei Kurse zum Erlernen des Obstbaumschnittes an. Jeder Kurs besteht aus einem theoretischem und einen praktischem Teil. Der erste Kurs verteilt sich auf zwei Tage und findet am Freitag, den 8. November von 17:00 Uhr bis 20:00 Uhr (Theorie) bei der ABU und Samstag, den 9. November von 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr im Gelände statt. Der Ort für den praktischen Teil wird dann am Vorabend bekannt gegeben. Als zweiter Termin wird Sonntag, der 8. Dezember von 9.00 Uhr bis 16:00 Uhr (vormittags Theorie bei der ABU, nachmittags Gelände) angeboten.

Die Kosten für den Kurs betragen 60 Euro. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 6, die maximale Teilnehmerzahl 20 pro Kurs. Anmelden können Sie sich bei der ABU unter abu@abu-naturschutz.de oder telefonisch unter 02921/969878-0. Bitte geben Sie Ihren Namen, Adresse, Telefonnummer, Email-Adresse und vor allem Ihren Wunschtermin an. Sie erhalten dann eine Bestätigung per Email. Mitzubringen sind eine Handschere, wenn vorhanden, eine kleine Handsäge und eine Haushaltsleiter.

Angehende Landschaftspfleger im Einsatz

Nach getaner Arbeit im Muckenbruch – die elf angehenden Landschaftspfleger sowie die ABU-Mitarbeiter Roland Loerbroks und Christian Härting (Foto: ABU).Regelmäßig ist die ABU mit Vorträgen zu verschiedenen Themen, Exkursionen und Arbeitseinsätzen beim Lehrgang zum Natur- und Landschaftspfleger vertreten, so auch in diesem Jahr. Dieser Lehrgang wird von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit der Natur- und Umweltschutzakademie Nordrhein-Westfalen angeboten. In diesem Jahr lag ein Schwerpunkt auf dem LIFE Projekt Bovar und der dazugehörigen Gelbbauchunke: neben einem Vortrag zum Netzwerk Natura-2000 und zum Förderinstrument LIFE wurde natürlich auch das Projekt Bovar mit seinen Zielarten, Aktionen und Maßnahmen vorgestellt. Bei einer Exkursion in das Naturschutzgebiet Muckenbruch wurde den elf angehenden Natur- und Landschaftspflegern die Historie des Gebiets, die Bedeutung von Mooren als Lebensraum und Kohlenstoffspeicher sowie die Maßnahmen in LIFE Bovar vorgestellt. Anschließend gab es hier einen Arbeitseinsatz: Das Team hat große Arbeit geleistet und rund zwei Dutzend Weidenbüsche entfernt. So wurde ein Offenraum geschaffen, der nun der Gelbbauchunke einen geeigneten Lebensraum bietet. Mehr zum LIFE Projekt finden Sie hier.

Weiterlesen...

Kann die Grauammer in die Hellwegbörde zurückkehren?

Singende Grauammer (Foto A. Müller)Unter diesem Titel stand ein Posterbeitrag der ABU auf der diesjährigen Tagung der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft DO-G in Marburg. Die Grauammer ist ein Charaktervogel der Feldlandschaft der Hellwegbörde. Noch um 1970 wurde ihr Bestand auf fast 2.000 Reviere geschätzt. Bis 1993 war er auf rund 150 Reviere zurückgegangen. Der Rückgang setzte sich fort, so dass in den Jahren 2013 bis 2016 nur noch einzelne Sänger erfasst wurden. Seit 2017 zeigt sich wieder eine leicht positive Tendenz, so dass im Jahr 2019 wieder mindestens 8 Reviere, in einem Fall mit einer erfolgreichen Brut, festgestellt wurden. Die Ansiedlung erfolgte in Bereichen, in denen aus standörtlichen Gründen die Fördersätze für Landwirte finanziell so attraktiv waren, dass hier sehr lokal große Flächenanteile von Vertragsnaturschutzmaßnahmen wie Brachen oder extensiv genutztem Getreide erreicht werden konnten. Die sich (sehr vorsichtig) andeutende Bestandserholung macht Hoffnung, dass durch geeignete Maßnahmen der Rückgang der Feldvögel aufgehalten oder sogar umgekehrt werden kann. Bleibt zu hoffen, dass sich diese Entwicklung so fortsetzen wird (Ralf Joest).

Startseite

Nachrichten

Termine

Aktuelle Beobachtungen

Werden Sie aktiv

Spenden

Kinder- und Jugendgruppe

Betreuungsgebiete

Projekte

Natur im Kreis Soest

Naturschutzthemen

Veröffentlichungen

Downloads

Mitarbeiter-Login

Die ABU ist Partner der

Aktuelle Projekte
Bachtaeler-100 auenland-80

Naturschätze Südwestfalens
NaTour - Naturführungen im Herzen Westfalens
LIFE BOVAR - Ein EU-Projekt des NABU Niedersachsen

Aktuelle Beobachtungen

Naturnahe Beweidung

Säugetiere in Eulengewöllen

"Wilde Weiden"

Die gedruckte Version ist vergriffen. Wilde Weiden steht hier als pdf-Datei (WildeWeiden.pdf, ca. 300MB) zur Verfügung.