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ABU Aktuell

Die Karauschen sind zurück

Seit etlichen Jahren werden die Teiche in der Hellinghauser Mersch und den angrenzenden Bereichen der Lippeaue auf ihren Fischbestand untersucht. Für kleinere Teiche typisch waren vor vielen Jahren die Karauschen, auch Bauernkarpfen genannt. Sie vertragen niedrigen Sauerstoffgehalt und kommen deshalb auch noch in leicht verschlammten und stark verkrauteten Gewässern vor. Selbst kurzfristiges Austrocknen können sie im Schlamm überstehen. In den letzen 15 Jahren wurden allerdings keine mehr nachgewiesen. Viele Tümpel in der Lippeaue verschwanden und in den restlichen wurden die asiatischen Giebel zur Konkurrenz. Mittlerweile sind etliche neue Gewässer in der Lippeaue angelegt worden, in denen Karauschen wieder einen geeigneten Lebensraum finden könnten. Gleichzeitig sind in den meisten Gewässern die Giebel wieder verschwunden. Daher war es eine günstige Gelegenheit, dass Herr Kuss, Kreisfischereiberater in Unna, Lippekarauschen zwischenvermehrt hatte und diese für einen Neubesatz in der Hellinghauser Mersch und angrenzender Bereiche der Lippeaue zur Verfügung stellte. Etwa 300 Karauschen wurden mit tatkräftiger Hilfe der Hammer Angler aus dem Vermehrungsteich in Hamm gekeschert und nach Lippstadt gebracht. In einer gemeinsamen Aktion der Angelvereine Benninghausen und Lippstadt mit der ABU wurden in der Hellinnghauser Mersch und der Klostermersch geeignete Teiche und Tümpel ausgesucht, um dort die Karauschen aus Hamm wieder auszustzen. In den nächsten Jahren werden die Tümpel dann auch wieder untersucht, um zu sehen, ob das Projekt erfolgreich war. (M. Scharf)

Besatzaktion: Mitglieder der Angelvereine Benninghausen und Lippstadt sowie der ABU setzen Karauschen in einen Teich bei Hellinghausen einIn Aussehen und Lebensweise dem Karpfen ähnelnd, sind Karauschen allerdings viel kleiner als dieser.Etwa 300 junge Karauschen wurden in vier Tümpel in der Lippeaue wieder angesiedelt.

27 junge Weißstörche tragen nun Ringe

Junge Weißstörche im Horst in der Woeste (Foto: B. Beckers)

Am Samstag (15. Juni) wurden von Michael Jöbges (AG Weißstörche NRW) junge Weißstörche beringt. 27 junge Weißstörche in zehn Horsten erhielten einen sog. ELSA-Ring. Jeder Ring hat eine individuelle Buchstaben- und Zahlenkombination. Diese Kennung lässt sich im Gelände mit einem Spektiv oder über Fotos ablesen, ohne dass der Vogel wieder gefangen werden muss. So erfahren wir etwas über den Verbleib der Jungen. Wo ziehen sie hin, wo rasten sie, wo überwintern sie oder wo siedeln sich die jungen Weißstörche aus dem Kreis Soest zur Brut an, solche Fragen lassen sich über Ablesungen beantworten. Die Ablesedaten werden zentral bei der Vogelwarte in Wilhelmshaven gesammelt.

Die rund sieben Wochen alten Jungstörche zeigen einen angeborenen Reflex: bei Gefahr ducken sie sich und bewegen sich nicht. Dieses Verhalten hilft bei der Beringung, die Jungen verhalten sich ruhig. Mit einem Hubwagen erreicht der Beringer die Höhe des Horstes und kann die Jungen einen nach dem anderen beringen. Schon kurz nachdem der Hubwagen abgerückt ist, stehen die Jungen wieder auf und die Altvögel kehren zu ihrem Horst zurück.

Beringer Michael Jöbges und Roland Loerbrocks bereiten sich auf die Fahrt zum Horst vor. (Foto: B. Beckers)Nur mit einem Hubwagen kann der Horst erreicht werden (Foto: B. Beckers)Michael Jöbges bei der Arbeit (Foto: B. Beckers)Der junge Weißstorch erhält seinen individullen Ring (Foto: B. Beckers)Fertig. Der Storch ist nun individuell erkennbar (Foto: B. Beckers)Die jungen Weißstörche in der Hellinghauser Mersch am Pastorat (Foto: B. Beckers)

Schmetterlinge zählen

Der NABU hat dazu aufgerufen in den kommenden Tagen die Schmetterlinge im Garten zu zählen. Das ist sicherlich eine anspruchsvolle, nicht ganz leichte Aufgabe. Besonders lohnend dürfte dabei die Erfassung von Distelfaltern sein. Denn es zeichnet sich ein verstärkter Einflug dieser wandernden Schmetterlingsart ab. Mitteleuropäische Distelfalter fliegen zum Überwintern in den Mittelmeerraum und damit sogar bis nach Nordafrika. Sie kehren dann im Frühsommer, in von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlichen Zahlen, zurück, um sich hier fortzupflanzen. 

Dieser schon nicht mehr ganz frische Distelfalter dürfte bereits eine lange Hin- und Rückreise hinter sich haben (H. Vierhaus)

Die Auerochsen Zucht der ABU

Lombritz. Einer der Zuchtbullen der ABU-Eine Zwischenbilanz nach 29 Jahren
Eines unserer wichtigen Naturschutzthemen ist die Landschafts- und Naturentwicklung durch Ganzjahresbeweidung mit unseren nachgemachten Auerochsen. Sie werden auch Taurusrinder genannt. Jetzt haben wir nach 29 Jahren Zucht mal wieder eine Zwischenbilanz gezogen und unsere Zucht und die Erfolge auf unserer Homepage für Sie zusammengestellt. ...hier

                                                                                          

Wachtelkönig - Rufer in der Nacht

Wachtelkönig (Foto Jürgen Schneider)Kaum jemand hat den seltenen Wachtelkönig einmal selber gesehen. Seine eigentümlichen Rufkonzerte sind im Frühsommer bei nächtlichen Ausflügen am Haarstrang zu hören. Bei den Kartierungen zwischen Möhnesee und Rüthen wurden bislang zehn Rufer festgestellt, bis jetzt ein etwa durchschnittliches Jahr. Die in der Morgendämmerung aktiveren Wachteln waren  dagegen etwas seltener zu hören als im Vorjahr.

Dafür konnten an sechs Stellen bettelnde junge Waldohreulen gehört werden. Die relativ frühe Brutzeit und die recht hohe Dichte in dieser gehölzarmen Landschaft weisen auf ein gutes Mäusejahr hin.Dazu passen auch mehrere Stellen mit im Scheinwerferlicht spielenden jungen Füchsen und vereinzelte Steinmarder. Aus Säumen und Wegrändern sind in der Nacht immer wieder Sumpfrohrsänger zu hören, vereinzelt aus älteren Vertragsnaturschutzbrachen auch Feldschwirle. 

Wer die besondere Stimmung einer nächtlichen Exkursion auf den Haarstrang einmal selber erleben möchte, ist dazu am kommenden Samstag (8.6.) herzlich eingeladen. Los geht die Fahrt um 22:00 Uhr an der Biostation der ABU in Lohne (Teichstraße 19). Hier werden Fahrgemeinschaften mit eigenen PKW‘s in den Raum Rüthen gebildet. Rückkehr ist gegen 01:30 Uhr. Bitte melden sie sich bei Interesse kurz an: r.joest@abu-naturschutz.de (Ralf Joest). 

Viele neue Fohlen bei den Wildpferden der ABU

In der Hellinghauser Mersch, der Klostermersch bei Benninghausen und auf dem ehemaligen Übungsplatz bei Büecke/Soest weiden wilde Pferde der ABU: Koniks, Przewalski und Mischlinge. Aktuell gibt es in allen drei Herden neue Fohlen zu sehen. Teilweise sind sie einige Tage, aber auch bis zu zwei Monate alt. Im Winter werden wieder Jährlinghe abgegeben. Bei Interesse kann man sich bei der ABU melden.(M. Scharf)

Fohlen in der Klostermersch mit seiner Mutter, einer Konik-Przewalski Mischlings Stute.Fohlen in der Hellinghauser Mersch vor einer Przewalski Stute.Fohlen in der Hellinghauser Mersch mit seiner Mutter.Der Hengst kümmert sich nicht um die Gohlen. Er hat zu tun.

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"Wilde Weiden"

Die gedruckte Version ist vergriffen. Wilde Weiden steht hier als pdf-Datei (WildeWeiden.pdf, ca. 300MB) zur Verfügung.